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Unser Sonntag: Das Vaterunser
Unser Sonntag: Das Vaterunser

Unser Sonntag: Das Vaterunser

https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2025-07/unser-sonntag-pater-elias-jerusalem-kommentar-evangelium-4.html

Für Pater Elias ist besonders eine der Bitten des Vaterunsers ein untrügliches Indiz für die Menschlichkeit des Evangeliums. Die Bitte um Brot. Gott erhört den, der das Vaterunser betet – denn wer so betet, gibt sich Gott ganz anheim.

Pater Elias Pfiffi, OSB

Lk 11, 1-13 Lesejahr C

Seltsam nüchtern und undramatisch, ja geradezu diesseitig klingt die Weisheit des heutigen Evangeliums: vom Weg des Glücks und der Wirkkraft des Bittens. Begegnen wir ihr doch buchstäblich Tag für Tag – immer dann nämlich, wenn wir das Vaterunser beten.

Eines Tages sahen die Jünger Jesus beten. Als er geendet hatte, bittet ihn einer: Herr, lehre uns beten. Jesus folgt dieser Bitte und vertraut den Jüngern fünf Bitten an.

Das Vaterunser

Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Ohne Einleitung, ohne Schnörkel unterwürfiger Annäherung, ohne vorherige Entschuldigung für die Belästigung dürfen die Christen Gott als ihren „Vater“ anreden. Schon mit dem ersten Wort, mit dem Jesus die Seinen beten lehrt, nimmt er sie hinein in sein eigenes Verhältnis zu Gott – hinein in eine Vertrauensgemeinschaft. Ein Vertrauen, das durch nichts verstellt ist und allein schon durch den Herzensfrieden, den es schenkt, das ganze Glück einer Menschenseele ausmacht.

Abba ... der du mich jetzt trägst.

Abba, lieber Vater, der du mich geschaffen hast und der du mich jetzt trägst. Und dann die erste Bitte; sie kann nur sprechen, wer mit seinem Beten keinen Zweck, keine Absicht in seinem Interesse verfolgt, sondern beglückt ist, dass Gott ihm Vater sein will: Dein Name werde geheiligt! Das meint: Dir, deinem Namen, also dem Vater-Namen werde die Ehre gegeben. Weil du unser guter Vater bist, darum darf uns dein Lob wichtiger sein als sogar die drängendsten Anliegen. Denn wir sind gewiss, dass unsere Anliegen und unsere Bitten gut aufgehoben sind in deinem Vatersein, aufgehoben oft anders als wir uns ausdenken, aber unwiderruflich und unvergessen aufbewahrt in Deiner Sympathie für uns.

Dein Reich - für alle!

Die zweite Bitte – Dein Reich komme – ist gleichsam nur noch ein selbstverständlicher Nachtrag zur ersten. Sie will, dass sich dieses ungestörte Vertrauensverhältnis zwischen Gott und Jesus und dann durch Jesus zwischen Gott und den Christen, die das Vaterunser beten –, dass das sich überall ausbreite in der Welt; dass jedem Menschen gegeben sei, an dem Glück dieser Geborgenheit teilzuhaben. Wieder also die Absichtslosigkeit, weil keiner etwas für sich allein erfleht, sondern an die anderen denkt und alle die zu Gott Vater sagen können und dürfen.

„Wir haben zur Seele auch einen Leib, der sein Recht fordert und mehr braucht als Luft und Liebe sogar: nämlich Brot.“

Umso überraschender ist uns freilich nun die dritte Bitte, die Jesus uns lehrt: Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Mitten in den geistlichen Gedanken an Gott und sein Reich ist auf einmal vom Essen die Rede. Und das ist kein Zufall, sondern intensives, ja untrügliches Indiz für die Menschlichkeit des Evangeliums. Wir sind eben keine engelgleichen Geistwesen, die einzig von frommen Gedanken und Halleluja-Singen leben. Wir haben zur Seele auch einen Leib, der sein Recht fordert und mehr braucht als Luft und Liebe sogar: nämlich Brot.

Die überschwängliche Fürsorge Gottes

Bis in die Höchstform des christlichen Gottesdienstes hinein findet diese Menschlichkeit des Evangeliums ja ihren Widerhall: Genau im Punkt der Vollendung des Dankgebets der Eucharistie als dem Ausdruck unserer Hingabe an Gott, da gibt es für den dankenden Menschen zu essen: Brot und Wein, damit er mit allen Sinnen die überschwängliche Fürsorge Gottes erfahre. In der Brotbitte des Vaterunsers vertrauen die Christen also auch die Bedürfnisse ihres Leibes dem himmlischen Vater an: Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen.

Unsere Angst

Die Bitte geht wohlgemerkt auf ein Doppeltes: Gib uns das Brot, das wir brauchen – also nicht weniger, aber auch nicht mehr als uns gut tut. Der Herr weiß um unsere Angst gezeugte Versuchung, mehr Brot zu brauchen oder einfach viel mehr horten als wir wirklich brauchen. Und dann geschieht es, dass andere weniger haben als sie eigentlich bräuchten.

Ehrlich um Vergebung bitten

Nach der Brotbitte folgt die Bitte um Vergebung der Sünden. Wie wichtig das ist, was diese Bitte erhofft, kann freilich nur der ermessen, der selbst bereit ist, dem zu vergeben, der an ihm selbst schuldig geworden ist. Es braucht die menschliche Einübung des Verzeihens, damit einer Gott ehrlich um Vergebung bitten kann: Erlass uns unsere Sünden, denn – denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist.

Den Schatz nicht verlieren

Das ist nun jedoch keine Bitte mehr, sondern eine konkrete Aufgabe für uns, an uns: das, was wir tun müssen, nicht Gott! Und schließlich: Führe uns nicht in Versuchung! Unser Leben ist manchmal so kompliziert, so undurchschaubar; es kommt uns so unbegreiflich hart vor, dass wir sogar unsern Glauben verlieren möchten – und damit den Schatz, zu Gott Vater sagen und uns mit Leib und Seele der fürsorglichen Liebe Gottes anvertraut wissen zu dürfen. Davor bewahre uns!

„Lass uns deinen Namen Vater so ernst nehmen, dass wir uns an ihn klammern, auch dann noch, wenn wir uns im Treibsand unseres Lebens gänzlich verlassen vorkommen“

Lass uns deinen Namen Vater so ernst nehmen, dass wir uns an ihn klammern, auch dann noch, wenn wir uns im Treibsand unseres Lebens gänzlich verlassen vorkommen. Das erfleht die Bitte, vor Versuchung bewahrt zu bleiben. Gott, der gute Vater, am Anfang wie am Ende. Sein Name ist die Seele des Vaterunsers. Und jetzt können wir auch verstehen, woher Jesus in den beiden Gleichnissen von dem um Brot bittenden Freund und vom Vater, der seinem Sohn niemals eine Schlange statt des erbetenen Fisches geben würde –, woraus er da seine unumstößliche Gewissheit zieht, dass Gott sein und unser Gebet des Vaterunsers unverbrüchlich erhören wird.

Das Vaterunser: neu einüben

Er wird es erhören, weil wer so betet, sich selbst Gott ganz anheim gibt mit Leib und Seele. Jedes Gebet, das sich an das Grundmuster des Vaterunsers hält wird – nein: ist erhört. Darum haben wir so nötig, das Vaterunser wie hernach jeden Sonntag neu einzuüben und es jeden Tag zu beten.

  (Radio Vatikan - Redaktion Claudia Kaminski)

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via Vatican News - Deutsch https://www.vaticannews.va/de.html

July 26, 2025 at 09:07AM

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Unser Sonntag: Das Vaterunser
"Ein Baby des Zweiten Vatikanischen Konzils" / Dikasterium für Laien Familie und Leben im Porträt
"Ein Baby des Zweiten Vatikanischen Konzils" / Dikasterium für Laien Familie und Leben im Porträt

"Ein Baby des Zweiten Vatikanischen Konzils" / Dikasterium für Laien, Familie und Leben im Porträt

https://www.domradio.de/artikel/dikasterium-fuer-laien-familie-und-leben-im-portraet

Wie ist dieses Dikasterium historisch entstanden?

"Also, böse gesagt: In der Renaissance und in der Barockzeit gab es im Vatikan noch keine Behörde für das Thema Familie; damals waren die Päpste noch vollauf damit beschäftigt, ihre eigene Familie zu fördern, Stichwort Nepotismus.

Aber Spaß beiseite: Das Dikasterium für Laien, Jugend und Familie ist ein Baby des Zweiten Vatikanischen Konzils. Damals ordnete Papst Paul VI. einiges im Vatikan neu, und er gründete unter anderem einen päpstlichen Rat für die Laien und Komitee für die Familie; aus diesem Komitee entwickelte sich später ebenfalls ein päpstlicher Rat. Diese beiden Behörden hat der unlängst verstorbene Papst Franziskus dann in seiner Kurienreform zu einer einzigen zusammengelegt – und sie ist ein Dikasterium, wie die anderen großen Behörden an der römischen Kurie."

Was ist das Besondere an diesem Dikasterium?

"Zunächst einmal, dass seine Zuständigkeiten "das tägliche Leben sehr vieler Menschen betreffen", wie Franziskus einmal gesagt hat. Das macht es zu einem "populären" Dikasterium. Speziell ist aber auch seine Jugendabteilung: Sie ist seit 1985 – damals gehörte sie noch zum Laienrat – federführend verantwortlich für die Organisation des Weltjugendtags, in Zusammenarbeit mit den lokalen Komitees. Übrigens: Seit 1994, einem kirchlichen Jahr der Familie, ist der Päpstliche Rat für die Familie – heute Teil des Dikasteriums, über das wir sprechen – für die Organisation der Welttreffen der Familien verantwortlich."

Was gehört außer den großen Überschriften Laien, Jugend, Familie sonst noch zu den Zuständigkeiten dieses Dikasteriums?

"Laut Kurienreform von Franziskus auch noch die Seelsorge an älteren Menschen sowie die Förderung und der Schutz des Lebens. Auch die Förderung der Identität und Sendung von Frauen – in der Kirche und in der Gesellschaft – obliegt dem Dikasterium.

Wichtig ist außerdem die Förderung der Sendung der Laien – als Einzelne sowie auch als Mitglieder von Vereinigungen, Bewegungen und Gemeinschaften. Das heißt: Neue kirchliche Gemeinschaften und Gruppen fallen nicht in die Zuständigkeit der vatikanischen Ordensbehörde, sondern des Laien-Dikasteriums. Das Dikasterium hat darüber hinaus die Aufgabe, die Vorschläge der Bischofskonferenzen zur Einrichtung neuer Ämter und kirchlicher Dienste, die Laien anvertraut werden sollen, zu bewerten und zu billigen, je nach den Bedürfnissen der Teilkirchen. Und: Das Dikasterium befasst sich auch mit Fragen der Zusammenarbeit zwischen Laien und geweihten Amtsträgern; das ist ja ein heikler Bereich, über den in Deutschland wie auf globaler Ebene die synodalen Prozesse nachgedacht haben."

Das sind ja teilweise Zuständigkeiten, die direkt die Anliegen der diversen Reformprozesse in der katholischen Kirche betreffen…

"Ja – man kann da auch noch weitere Beispiele aufzählen. So hat das Dikasterium auch noch die Aufgabe, Modelle für die pastorale Begleitung von zivil wiederverheirateten Geschiedenen zu sammeln und vorzuschlagen, ebenso wie für diejenigen, die in einigen Kulturen (speziell in Afrika) in polygamen Situationen leben. Auch Biomedizin und Lebensschutz fallen in die Zuständigkeit unserer Behörde. Darum arbeitet sie natürlich eng mit der Päpstlichen Akademie für das Leben und dem Päpstlichen Theologischen Institut Johannes Paul II. für die Wissenschaften von Ehe und Familie zusammen."

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via DOMRADIO.DE - Der gute Draht nach oben https://www.domradio.de/

July 25, 2025 at 12:35PM

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"Ein Baby des Zweiten Vatikanischen Konzils" / Dikasterium für Laien Familie und Leben im Porträt
Jubiläum der Jugend in Rom beginnt
Jubiläum der Jugend in Rom beginnt

Jubiläum der Jugend in Rom beginnt

https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/jubilaeum-der-jugend-in-rom-beginnt

Am kommenden Montag (28. Juli 2025) beginnt in Rom das Jubiläum der Jugend, zu dem Papst Leo XIV. anlässlich des Heiligen Jahres 2025 junge Menschen aus aller Welt eingeladen hat. Mehr als 500.000 Jugendliche werden erwartet, darunter auch zahlreiche Pilgerinnen und Pilger aus Deutschland. Unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ stehen Begegnung, Gebet und der Dialog im Mittelpunkt der Veranstaltungen, die bis zum 3. August 2025 andauern.

Begleitet werden die jungen Pilgerinnen und Pilger aus Deutschland durch eine Delegation unter Leitung von Weihbischof Johannes Wübbe (Osnabrück), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. „Das Jubiläum der Jugend ist ein kraftvolles Zeichen für die weltweite Gemeinschaft und die Lebendigkeit des Glaubens junger Menschen. In Rom feiern wir nicht nur ein großes Fest der Begegnung, sondern auch die Hoffnung, die Jugendliche in Kirche und Gesellschaft hineintragen. Ich freue mich sehr auf die persönlichen Gespräche und darauf, gemeinsam zu erfahren, wie inspirierend und stärkend die Botschaft Jesu Christi gerade in diesen Tagen sein kann“, betont Weihbischof Wübbe.

Zum Auftakt findet am Dienstagabend, 29. Juli, um 19.00 Uhr auf dem Petersplatz eine Willkommensmesse statt. In den darauffolgenden Tagen haben die jungen Pilgerinnen und Pilger Gelegenheit, in verschiedenen Angeboten wie dem „Dialog mit der Stadt“ und einem gemeinsamen Besinnungs- und Bußtag im Circus Maximus ihren Glauben zu vertiefen. Höhepunkte sind die Vigilfeier mit dem Papst am Samstag, 2. August, sowie die feierliche Abschlussmesse mit dem Heiligen Vater am Sonntag, 3. August, auf dem Gelände in Tor Vergata.

Parallel zum offiziellen Programm bietet die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) gemeinsam mit verschiedenen Partnern eigene Veranstaltungen für deutschsprachige Jugendliche an, darunter ein jugendpastorales Zentrum in den Räumen des deutschen Pilgerbüros mit einem Berufungsparcours, deutschsprachige Messen und Katechesen in der Anima mit Bischöfen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Veranstaltungen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Initiative Jugend 2000.

Hinweise:

Weitere Informationen zum Jubiläum der Jugend sowie Details zu Programm und Angeboten finden Sie auf der Internetseite der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge sowie auf der Internetseite des Heiliges Jahres 2025. Interviews vor Ort werden von der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz (E-Mail: pressestelle(at)dbk.de) vermittelt.

Die Stadt Rom stellt allen Pilgerinnen und Pilgern zudem die digitale Assistentin „Julia“ zur Verfügung, die bei Fragen zu Mobilität, Veranstaltungen und städtischen Dienstleistungen rund um die Uhr Unterstützung bietet (julia.comune.roma.it).

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via DBK: Aktuelle Meldungen https://www.dbk.de

July 25, 2025 at 12:04PM

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Jubiläum der Jugend in Rom beginnt
Wortlaut: Botschaft von Papst Leo zum Weltmigrantentag 2025
Wortlaut: Botschaft von Papst Leo zum Weltmigrantentag 2025

Wortlaut: Botschaft von Papst Leo zum Weltmigrantentag 2025

https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2025-07/wortlaut-botschaft-von-papst-leo-zum-weltmigrantentag-2025.html

Anders als in den vergangenen Jahren, in denen der katholische „Welttag des Migranten und Flüchtlings“ jeweils am letzten Sonntag im September stattfand, wird er 2025 am 4. und 5. Oktober begangen. Dies geschieht im Rahmen des „Jubiläums der Migranten und der missionarischen Welt“, das ein zentraler Bestandteil des laufenden Heiligen Jahres sein wird. Hier die Botschaft von Papst Leo zum Weltmigrantentag 2025.

In den letzten Tagen hat Deutschland nach längerer Pause erstmals wieder Straftäter nach Afghanistan und in den Irak abgeschoben. Am Freitag wurden 81 Männern nach Kabul geflogen, ...

BOTSCHAFT VON PAPST LEO XIV.

ZUM 111. WELTTAG DES MIGRANTEN UND FLÜCHTLINGS 2025

(4.-5. Oktober 2025)

  Migranten, Missionare der Hoffnung Liebe Brüder und Schwestern,        der 111. Welttag der Migranten und Flüchtlinge, den mein Vorgänger mit der Heilig-Jahr-Feier der Migranten und der Weltmission zusammenfallen lassen wollte, bietet uns die Gelegenheit, über den Zusammenhang zwischen Hoffnung, Migration und Mission nachzudenken.        Die aktuelle Weltlage ist leider von Kriegen, Gewalt, Ungerechtigkeiten und extremen Wetterereignissen geprägt, die Millionen von Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen und anderswo Zuflucht zu suchen. Die allgemeine Neigung, ausschließlich für die Interessen begrenzter Gemeinschaften einzutreten, stellt eine ernsthafte Bedrohung für die gemeinsame Verantwortung, die multilaterale Zusammenarbeit, die Verwirklichung des Gemeinwohls und die globale Solidarität zum Wohl der gesamten Menschheitsfamilie dar. Die Aussicht auf einen erneuten Rüstungswettlauf und die Entwicklung neuer Waffen, einschließlich nuklearer Waffen, die dürftige Berücksichtigung der verheerenden Auswirkungen der gegenwärtigen Klimakrise und die tiefgehenden wirtschaftlichen Ungleichheiten lassen die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft immer schwieriger werden.        Angesichts der Theorien über globale Verwüstungen und furchtbare Szenarien ist es wichtig, dass in den Herzen der meisten Menschen der Wunsch nach einer Zukunft in Würde und Frieden für alle wächst. Eine solche Zukunft ist ein wesentlicher Bestandteil von Gottes Plan für die Menschheit und die übrige Schöpfung. Es handelt sich um die messianische Zukunft, die von den Propheten angekündigt wurde: »So spricht der Herr der Heerscharen: Greise und Greisinnen werden wieder auf den Plätzen Jerusalems sitzen; jeder hält wegen des hohen Alters seinen Stock in der Hand. Und die Plätze der Stadt werden voller Knaben und Mädchen sein, die auf ihren Plätzen spielen. [...] vielmehr ist das die Saat des Friedens: Der Weinstock gibt seine Frucht, das Land gibt seinen Ertrag und der Himmel gibt seinen Tau. Das alles will ich dem Rest dieses Volkes als Erbbesitz geben« (Sach 8,4-5.12). Und diese Zukunft hat bereits begonnen, denn sie wurde von Jesus Christus eröffnet (vgl. Mk 1,15 und Lk 17,21), und wir glauben und hoffen auf ihre vollständige Verwirklichung, weil der Herr seine Verheißungen immer erfüllt.        Der Katechismus der Katholischen Kirche lehrt: »Die Tugend der Hoffnung entspricht dem Verlangen nach Glück, das Gott in das Herz jedes Menschen gelegt hat. Sie nimmt in sich die Hoffnungen auf, die das Handeln der Menschen beseelen« (Nr. 1818). Und sicherlich ist das Streben nach Glück – und die Aussicht, es anderswo zu finden – eine der Hauptmotivationen für die heutige Mobilität der Menschen.        Diese Verbindung zwischen Migration und Hoffnung zeigt sich deutlich in vielen Migrationserfahrungen unserer Zeit. Viele Migranten, Flüchtlinge und Vertriebene sind privilegierte Zeugen der im Alltag gelebten Hoffnung, indem sie sich Gott anvertrauen und Widrigkeiten ertragen, in der Aussicht auf eine Zukunft, in der sie das Herankommen von Glück und ganzheitlicher menschlicher Entwicklung erahnen. In ihnen erneuert sich die Erfahrung des wandernden Volkes Israel: »Gott, als du deinem Volk voranzogst, als du die Wüste durchschrittest, da bebte die Erde, da ergossen sich die Himmel vor Gott, dem vom Sinai, vor Gott, dem Gott Israels. Gott, du ließest Regen strömen in Fülle über dein verschmachtendes Erbland, das du selbst gegründet. Dein Geschöpf fand dort Wohnung; Gott, in deiner Güte versorgst du den Armen« (Ps 68, 8-11).        In einer Welt, die von Kriegen und Ungerechtigkeiten verdunkelt ist, erheben sich die Migranten und Flüchtlinge selbst dort, wo alles verloren scheint, als Botschafter der Hoffnung. Ihr Mut und ihre Beharrlichkeit sind ein heldenhaftes Zeugnis für einen Glauben, der über das hinausgeht, was unsere Augen sehen können, und der ihnen die Kraft gibt, auf den unterschiedlichen Migrationsrouten unserer Zeit dem Tod zu trotzen. Auch hier lässt sich eine klare Analogie zur Erfahrung des in der Wüste wandernden Volkes Israel finden, das jeder Gefahr im Vertrauen auf den Schutz des Herrn begegnet: »Denn er rettet dich aus der Schlinge des Jägers und aus der Pest des Verderbens. Er beschirmt dich mit seinen Flügeln, unter seinen Schwingen findest du Zuflucht, Schild und Schutz ist seine Treue. Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten, noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt, nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die wütet am Mittag« (Ps 91.3-6).          Die Migranten und die Flüchtlinge erinnern die Kirche an ihre pilgernde Dimension; sie trachtet stets danach, die endgültige Heimat zu erreichen und wird von einer Hoffnung gestützt, die eine göttliche Tugend ist. Jedes Mal, wenn die Kirche der Versuchung der „Sesshaftigkeit” nachgibt und aufhört, civitas peregrina zu sein – pilgerndes Volk Gottes auf dem Weg zur himmlischen Heimat (vgl. Augustinus, De civitate Dei, Buch XIV-XVI) –, dann hört sie auf, „in der Welt” zu sein, und wird „von der Welt” (vgl. Joh 15,19). Diese Versuchung bestand bereits in den ersten christlichen Gemeinden, so dass der Apostel Paulus die Kirche von Philippi daran erinnern musste: »Denn unsere Heimat ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich auch alles unterwerfen kann« (Phil 3, 20-21).        Insbesondere katholische Migranten und Flüchtlinge können heute in den Ländern, die sie aufnehmen, zu Missionaren der Hoffnung werden, indem sie dort neue Glaubenswege beschreiten, wo die Botschaft Jesu Christi noch nicht angekommen ist, oder indem sie einen interreligiösen Dialog initiieren, der durch den Alltag und von der Suche nach gemeinsamen Werten geprägt ist. Mit ihrer spirituellen Begeisterung und ihrer Lebendigkeit können sie nämlich dazu beitragen, erstarrte und schwerfällige kirchliche Gemeinschaften wiederzubeleben, in denen die spirituelle Wüste bedrohlich voranschreitet. Ihre Anwesenheit ist daher als wahrer Segen Gottes anzuerkennen und zu wertschätzen, als eine Gelegenheit, sich der Gnade Gottes zu öffnen, die seiner Kirche neue Energie und Hoffnung schenkt: »Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt!« (Hebr 13,2).        Das erste Element der Evangelisierung ist, wie der heilige Paul VI. betonte, im Allgemeinen das Zeugnis: »Zu diesem Zeugnis sind alle Christen aufgerufen; unter diesem Gesichtspunkt können sie alle wirkliche Träger der Evangelisierung sein. Wir denken insbesondere an die Verantwortung, die die Auswanderer in ihren Gastländern tragen« (Evangelii nuntiandi, 21). Es handelt sich um eine echte missio migrantium – eine Mission, die von den Migranten verwirklicht wird –, für die eine angemessene Vorbereitung und eine kontinuierliche Unterstützung gewährleistet werden müssen, die das Ergebnis einer wirkungsvollen Zusammenarbeit innerhalb der Kirche sind.        Andererseits können auch die Gemeinschaften, die sie aufnehmen, ein lebendiges Zeugnis der Hoffnung sein. Der Hoffnung im Sinne des Versprechens einer Gegenwart und einer Zukunft, in der die Würde aller als Kinder Gottes anerkannt wird. Auf diese Weise werden Migranten und Flüchtlinge als Brüder und Schwestern anerkannt, als Teil einer Familie, in der sie ihre Talente entfalten und uneingeschränkt am Gemeinschaftsleben teilnehmen können.        Aus Anlass dieses Welttages im Heiligen Jahr, zu dem die Kirche für alle Migranten und Flüchtlinge betet, möchte ich alle, die sich auf der Reise befinden, sowie diejenigen, die sich für ihre Begleitung einsetzen, dem mütterlichen Schutz der Jungfrau Maria, der Trösterin der Migranten, anvertrauen, damit sie die Hoffnung in ihren Herzen lebendig halte und sie in ihrem Engagement für den Aufbau einer Welt unterstütze, die immer mehr dem Reich Gottes ähnelt, jener wahren Heimat, die uns am Ende unserer Reise erwartet.   Aus dem Vatikan, am 25. Juli 2025, dem Fest des heiligen Apostels Jakobus                                                                        LEO PP. XIV

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via Vatican News - Deutsch https://www.vaticannews.va/de.html

July 25, 2025 at 12:06PM

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Wortlaut: Botschaft von Papst Leo zum Weltmigrantentag 2025
Der Heilige Geist gute und böse Geister Gespräch mit Prof. Johanna Rahner
Der Heilige Geist gute und böse Geister Gespräch mit Prof. Johanna Rahner

Der Heilige Geist, gute und böse Geister, Gespräch mit Prof. Johanna Rahner

https://www.swr.de/swr1/der-heilige-geist-gute-und-boese-geister-gespraech-mit-prof-johanna-rahner-100.html

Der Mensch besteht aus zwei Teilen: Aus Körper und Seele bzw. Geist. Daraus ist die Idee entstanden, dass Tote als Geister umherstreifen

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via SWR1 Sonntagmorgen https://www.swr.de/swr1/sonntagmorgen-podcast-102.html

July 25, 2025 at 12:13PM

·swr.de·
Der Heilige Geist gute und böse Geister Gespräch mit Prof. Johanna Rahner
Kleines Fach was nun? / Immer weniger Menschen studieren katholische Theologie
Kleines Fach was nun? / Immer weniger Menschen studieren katholische Theologie

Kleines Fach, was nun? / Immer weniger Menschen studieren katholische Theologie

https://www.domradio.de/artikel/immer-weniger-menschen-studieren-katholische-theologie

Ein Theologiestudium befähigt längst nicht mehr nur für die Arbeit im kirchlichen Dienst: Viele Theologinnen und Theologen arbeiten inzwischen in Publizistik, Politik und Personalführung, in der Wirtschaftsberatung und im Weiterbildungssektor. Für die akademische Theologie ist das erst einmal eine gute Nachricht: Offenbar kann sie ihrem wissenschaftlichen und gesellschaftsrelevanten Anspruch gerecht werden.

Aber ist es auch eine gute Nachricht für die katholische Kirche? Die ist schließlich für die pastoralen Berufe sowie für Religionslehrerstellen auf die Absolventen des Theologiestudiums angewiesen. Aber längst nicht nur dort: Auch in kirchlichen Verwaltungen und Einrichtungen kommen Theologinnen und Theologen mit ihrer Expertise zum Einsatz. Doch die Studierendenzahlen sind in den vergangenen Jahren rapide zurückgegangen. Eine Umkehr des Trends ist derzeit nicht zu erwarten.

Fast 10.000 weniger als vor 10 Jahren

Laut aktuellen Daten der Deutschen Bischofskonferenz gibt es bundesweit 11 katholisch-theologische Fakultäten an staatlichen Universitäten, 34 katholisch-theologische Institute, 5 diözesane theologische Fakultäten, 3 Ordenshochschulen, eine katholische Universität, 5 katholische (Fach-)Hochschulen und 2 kirchliche Hochschulen für Kirchenmusik. Im Wintersemester 2023/24 studierten an diesen Einrichtungen 12.740 Menschen katholische Theologie. Das sind knapp 1.600 Studierende weniger als im Jahr zuvor und fast 10.000 weniger als vor zehn Jahren.

Für die Kirche als Arbeitgeber bringt das gleich mehrere Probleme mit sich. Denn während die Studierendenzahlen dramatisch sinken, ist zugleich der Zeitpunkt erreicht, an dem die geburtenstarke Jahrgänge in Rente gehen. Signifikant zeigt sich das bei den Priestern: Die Anzahl der Welt- und Ordenspriester lag 2023 bundesweit bei 11.702. Das sind fast 3.500 Geistliche weniger als 2010.

Neue Jobs für Laien-Theologen

Ein Blick lohnt auch auf die anderen Seelsorgeberufe. 2024 ist die Zahl der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in Deutschland laut Bischofskonferenz erstmals seit 20 Jahren auf unter 3.000 gefallen. Bis 2018 waren die Zahlen kontinuierlich gestiegen; nun zeichnet sich ein Rückgang ab. Auch die Anzahl der Gemeindeassistenten ist im vergangenen Jahr nach rund 25 Jahren erstmals wieder auf unter 4.000 gesunken.

Die deutschen Bistümer stecken derzeit mitten in tiefgreifenden Umstrukturierungen. Sie müssen auf den Rückgang von Mitgliedern, Kirchensteuereinnahmen und auch die angespannte Personalsituation reagieren. Vielerorts werden Laien - zu denen auch alle studierten Theologen ohne Weihe gehören - in den Pfarreistrukturen mehr Verantwortung und neu geschaffene Leitungspositionen übernehmen können und müssen. Das mag auf den ersten Blick als positive Entwicklung wahrgenommen werden, gestaltet sich in der Umsetzung jedoch schwierig. Aus Kirchenkreisen lässt sich vernehmen, dass von qualifizierten Theologinnen und Theologen zu besetzende Positionen keine Selbstläufer sind.

Im Abwärtstrend der Geisteswissenschaften

Unter Druck stehen aber auch die akademischen Einrichtungen, die ein Theologiestudium anbieten. Die Geisteswissenschaften in Deutschland sind generell von einem Abwärtstrend betroffen. Laut Statistischem Bundesamt fangen heute gut 20 Prozent weniger ein solches Studium an als noch vor 20 Jahren. Zudem sorgt die Förderpolitik der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für Unmut. So beklagten zuletzt der Philosophische sowie der evangelische und katholische theologische Fakultätentag, dass die Förderung gesellschaftsrelevanter Forschungsprojekte mit Schwerpunkt Religion und Religiosität deutlich unterrepräsentiert sei.

Noch sind besonders die theologischen Fakultäten, nicht zuletzt aufgrund römischer Vorgaben und der Konkordate, mit verhältnismäßig vielen Lehrstühlen ausgestattet. Laut Bischofskonferenz gibt es derzeit rund 350 Professorinnen und Professoren. Es wird in den nächsten Jahren genau zu beobachten sein, ob all diese Lehrstühle bei den vielerorts anstehenden Neubesetzungen beibehalten werden.

Schließlich stehen die Einrichtungen nicht nur aufgrund weniger Studierenden und finanziellen Ressourcen unter Rechtfertigungsdruck.

Verschärfend wirkt sich ein eklatantes Nachwuchsproblem aus. So kommt etwa auf jede freie Professur nur noch eine habilitierte Person. Das Verfahren zur kirchlichen Lehrerlaubnis, das sogenannte "Nihil Obstat", und die damit zusammenhängende Intransparenz steigern nicht die Attraktivität des Berufsfeldes.

Förderprogramm "Kirche im Mentoring. Frauen steigen auf"

Für Diskussionen sorgt darüber hinaus immer wieder der Umstand, dass Frauen im Theologie-Grundstudium zwar noch die Mehrheit der Studierenden ausmachen, ihr Anteil in den höheren Qualifikationsstufen jedoch rapide abnimmt und seinen Tiefpunkt im Professorium erreicht. Auch in der Kirche wird - je nach Bistum in unterschiedlicher Intensität - um Frauen in Führungspositionen gerungen. Am vom Hildegardis-Verein angebotenen Förderprogramm "Kirche im Mentoring. Frauen steigen auf" nehmen neben kirchlichen Hilfswerken und Caritas 20 der 27 Bistümer teil.

Insgesamt sind die Antwortversuche auf die Herausforderungen vielfältig. Viele akademisch-theologische Einrichtungen bieten mittlerweile Studiengänge an, die theologische Fragen interdisziplinär in Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten und Instituten verknüpfen.

Im vergangenen Herbst hat sich die Bischofskonferenz mit zwei Erklärungen zur Verortung der Theologie in der Gesellschaft und in der akademischen Landschaft zu Wort gemeldet. Der Fakultätentag begrüßte beide Stellungnahmen. Ob die Selbstvergewisserungsprozesse auch für Stabilität bei den Studierendenzahlen sorgen werden, bleibt abzuwarten.

Die Theologie gehört zu den ältesten Disziplinen an den Universitäten. In Deutschland gibt es 19 Katholisch-Theologische Fakultäten und Hochschulen, an denen – neben Lehramts- und anderen Studiengängen – das fünfjährige Theologische Vollstudium (meist mit Abschluss Magister Theologie) absolviert werden kann.

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via DOMRADIO.DE - Der gute Draht nach oben https://www.domradio.de/

July 25, 2025 at 08:46AM

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Kleines Fach was nun? / Immer weniger Menschen studieren katholische Theologie
Vorab gibt es kritische Töne / Bischöfe planen Papier zu sexueller Vielfalt an katholischen Schulen
Vorab gibt es kritische Töne / Bischöfe planen Papier zu sexueller Vielfalt an katholischen Schulen

Vorab gibt es kritische Töne / Bischöfe planen Papier zu sexueller Vielfalt an katholischen Schulen

https://www.domradio.de/artikel/bischoefe-planen-papier-zu-sexueller-vielfalt-katholischen-schulen

Bei den Reformdebatten des Synodalen Wegs nahmen Fragen nach Gender, Geschlecht und Queerness einen wichtigen Raum ein. Die gesamtgesellschaftliche und vielfach die Betroffenen verletzende Debatte um sexuelle Vielfalt hat nun auch die katholischen Schulen erreicht.

Die große Mehrheit von 2.000 befragten Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern an katholischen Schulen haben in einer Online-Umfrage den Umgang mit der "Vielfalt sexueller Identitäten" als wichtige Aufgabe für ihre Schule benannt. In der Befragung des Berliner Instituts für christliche Ethik und Politik gaben etwa 20 Prozent an, Diskriminierungen von homosexuell, trans oder nicht binär empfindenden, also queeren Schülern, zu erleben oder zu beobachten.

Die katholischen Bischöfe, genauer ihre Schulkommission unter Leitung von Bischof Heinrich Timmerevers, wollen nun mit einem rund 20-seitigen Papier den Schulgemeinschaften Denkanstöße, Leitlinien und Grundwissen an die Hand geben, um auf die neuen Realitäten und Konflikte reagieren zu können.

"Irritationen abbauen"

Das Papier spricht sich für eine Schule aus, die allen Schülerinnen und Schülern Raum gibt, also auch nicht-binären und nicht-heterosexuellen Jugendlichen, sie sichtbar macht und achtet. Es gelte, "bestehende Irritationen und Verunsicherungen im Umgang mit der Vielfalt sexueller Identität zu benennen und abzubauen", heißt es im Textentwurf.

Der noch nicht fertig bearbeitete und dementsprechend noch nicht veröffentlichte Text soll für die Situation von queeren Schülern und Lehrern sensibilisieren. Er macht darauf aufmerksam, dass viele von ihnen einen jahrelangen, schmerzhaften Prozess von innerer Unsicherheit und Zweifel durchleben. Queerfeindliche Vorurteile, Diskriminierung und Mobbing dürften keinen Platz in katholischen Schulen haben.

Ausgangspunkt des Textes ist die Annahme, dass die geschlechtliche Identität und die sexuelle Orientierung nicht beliebig formbar oder wählbar sind. Erläutert wird, dass Kinder bis zur Pubertät immer wieder "Inkongruenzen" ihrer Geschlechtsidentität erleben können, sie also unsicher über ihre körperliche und seelische Geschlechtsidentität sind. Wenn sich diese Unsicherheit verfestigt, könne es zu einer anhaltenden, leidvollen Geschlechtsdysphorie kommen, so das Papier. Es bezieht keine Stellung zur innermedizinisch umstrittenen Frage, ob und wann geschlechtsverändernde Hormongaben oder Operationen sinnvoll sind.

Ziel einer queerfreundlichen Schule sollen laut dem Textentwurf Bemühungen sein, die "ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung" von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Dazu gehöre auch, dass Schule einen Raum eröffne, "in dem Kinder und Jugendliche Gewissheit über ihre sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität erlangen können".

Geschlechtergerechte Sprache

Es gelte, die Würde jeder Person zu achten. Um queeren Jugendlichen gerecht zu werden, spricht sich der Textentwurf auch für eine geschlechtergerechte Sprache aus, "in der sich keine Person unausweichlich einem bestimmten Geschlecht zuordnen muss, beziehungsweise von andern zugeordnet wird". Für Lehrerinnen, Lehrer, Schüler, Religionslehrkräfte und Schulleitungen formuliert das Papier je eigene Handlungsempfehlungen.

Wie bei bischöflichen Papieren üblich hat ein redaktionelles Expertenteam den Textentwurf erarbeitet. Der Entwurf muss jetzt von der Kommission und den Bischöfen gebilligt werden.

Vor wenigen Wochen diskutierte der Ständige Rat sehr kontrovers über das Papier. Es meldeten sich Befürworter wie Kritiker zu Wort. Worin genau die Gegensätze bestehen, ist nicht bekannt. Die Bischöfe haben nun mehrere (in der Regel zwei bis vier) Wochen Zeit, Kritik und Änderungswünsche ("Modi") zu formulieren. Diese gehen an die Schulkommission, die das Papier mit dem Arbeitstitel "Geschaffen, geformt und geliebt - Sichtbarkeit und Anerkennung der Vielfalt sexueller Identitäten in der Schule" dann schließlich freigeben und veröffentlichen wird. Wann dies passiert, ist derzeit unklar. Ein Einstampfen und Verzicht auf den Text, wie von manchen Kritikern gefordert, scheint sehr unwahrscheinlich.

Dem Vernehmen nach wird der Text allerdings nicht zu einem Papier der deutschen Bischöfe hochgestuft werden, sondern als Veröffentlichung der Schulkommission firmieren. Wobei dies eher einen symbolischen Unterschied macht. Offenbar ist der Textentwurf bei den Leitern und Leiterinnen der Schulabteilungen der Bistümer auf Zustimmung gestoßen.

Scharfe Kritik

Klar ist, dass die Veröffentlichung des Grundlagenpapiers nicht so geräuschlos verlief wie von den Bischöfen gewünscht. Denn nach der Vorstellung im Ständigen Rat brachte sich vor allem der Tübinger Moraltheologe Franz-Josef Bormann als laute Stimme der Kritiker in Stellung. Mit pointiert vorgetragenen, scharfen Vorwürfen: Das Papier sei unwissenschaftlich, von Wohlfühl- und Akzeptanz-Rhetorik getragen und verschweige die medizinischen und psychologischen Probleme vieler queerer oder trans-empfindender Jugendliche.

Bormann stört sich vor allem daran, dass das Papier keine klare Haltung auf Grundlage der katholischen Morallehre beziehe. So werde insbesondere der Grundsatz der Zweigeschlechtlichkeit relativiert.

Statt normativer Bewertung gehe es dem Text um "diffuse Respekt-Rhetorik". Auch werde die innermedizinische Kontroverse um die Begleitung und Behandlung von Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorien völlig ausgeblendet.

"Lehrer müssen zum Beispiel wissen, dass eine große Anzahl von Kindern, die trans empfinden, behandlungsbedürftige psychische Begleiterkrankungen hat. Sie benötigen psychotherapeutische Unterstützung", so Bormann. "Und das Papier unterschlägt zudem, dass die allermeisten Unsicherheiten über die eigene geschlechtliche Identität nur zeitlich befristet sind."

Das geplante Kirchenpapier indes formuliert explizit, keine "sexualmoralischen Beurteilungen" vornehmen, sondern schulpädagogische Akzente setzen zu wollen. Das Kapitel zu Transjugendlichen ist relativ kurz gehalten.

Weder die Bischofskonferenz noch die Autorinnen und Autoren des Papiers wollen sich derzeit inhaltlich zur Kritik äußern. Sie verweisen darauf, dass man gerne über das Papier diskutieren könne, wenn es in seiner gültigen Fassung veröffentlicht ist. Kritiker wiederum wollen aber gerade noch vor der Veröffentlichung auf Inhalte Einfluss nehmen.

Regional entsprechende Schulleitlinien

Klar ist auch, dass es regional entsprechende Schulleitlinien bereits gibt. Zuletzt hat beispielsweise das Erzbistum Hamburg ein Rahmenkonzept für seine katholischen Schulen veröffentlicht. Die Hamburger Leitlinien sollen die einzelnen Schulen zu einem offenen Umgang mit Vielfalt und sexueller Identität ermutigen. "Wir fördern ein Bewusstsein für die Vielfalt von geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen", heißt es dort beispielsweise.

Im Erzbistum Freiburg wurde vor einiger Zeit erstmals eine Transperson als Religionslehrer beauftragt. Und im Bistum Passau hat sich eine AG Queer gegründet, die inzwischen eine erste katholische Schule als queerfreundlich ausgezeichnet hat. Gleichzeitig bedauert AG-Sprecherin Rebecca Sürth, dass der Passauer Bischof Stefan Oster keine Segnungen oder Segensfeiern für gleichgeschlechtliche oder queere Paare erlaube. "Wir organisieren Queer-Gottesdienste, aber dürfen queeren Paaren nicht den Segen Gottes zusprechen."

Der Schulpapier-Entwurf geht auf diese Debatte nicht ein. Aber der Text fordert, die Frage nach Gott besonders an den katholischen Schulen wachzuhalten - und dazu gehöre auch die Frage nach der eigenen Identität: "Das Wachhalten der Gottesfrage zeigt sich als erstes darin, die Vielfalt sexueller Identität nicht vor der Gottesfrage abzuschirmen und sie allein der Sexualpädagogik zu überantworten." Identitätsfragen seien Grundsatzfragen, die auch zu Gottesfragen werden: "Was und wie bin ich? Bin ich so, was und wie ich bin, gewollt?"

Die katholische Kirche ist nach eigener Darstellung der größte freie Schulträger in Deutschland. Das Grundgesetz räumt in Artikel 7 freien Trägern das "Recht zur Errichtung von privaten Schulen" ein. Auf dieser Grundlage sind derzeit rund zehn Prozent der Schulen in der Bundesrepublik sogenannte "Schulen in freier Trägerschaft". Im Schuljahr 2015/2016 besuchten rund 360.000 Schüler eine der 904 katholischen Schulen. Damit gehen rund 3,7 Prozent aller Schüler in eine katholische Einrichtung.

Religion

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July 25, 2025 at 09:00AM

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Vorab gibt es kritische Töne / Bischöfe planen Papier zu sexueller Vielfalt an katholischen Schulen
Wegen ihrer Empathie und Herzlichkeit / Nürnberg kürt Zehntklässlerin Nora Falk zum neuen Christkind
Wegen ihrer Empathie und Herzlichkeit / Nürnberg kürt Zehntklässlerin Nora Falk zum neuen Christkind

Wegen ihrer Empathie und Herzlichkeit / Nürnberg kürt Zehntklässlerin Nora Falk zum neuen Christkind

https://www.domradio.de/artikel/nuernberg-kuert-zehntklaesslerin-nora-falk-zum-neuen-christkind

Weitere Hobbys seien Tennis, Theater, Singen und Lesen. Insgesamt hatte es 39 Bewerberinnen gegeben. Falk folgt Nelli Lunkenheimer (19) nach, deren Amtszeit nach zwei Jahren regulär endet.

Das 29. Nürnberger Christkind wurde erstmals im Sommer gekürt. In der Endrunde fiel am Donnerstag die Entscheidung zwischen den sechs Kandidatinnen, die die meisten Stimmen aus der Bevölkerung erhalten hatten.

Das Votum der Jury für Nora Falk (Jahrgang 2009) sei einstimmig erfolgt, hieß es. "Sie bewies Empathie, und ihre Herzlichkeit, Souveränität und ihre Präsenz waren sehr überzeugend."

Dienstbeginn 28. November

Das Nürnberger Christkind muss aus der Stadt kommen. Bis Dienstbeginn muss es mindestens 16, darf aber nicht älter als 19 Jahre alt sein. Eine tragende Rolle kommt ihm bei der Eröffnung des Christkindlesmarkts zu. Der Termin ist am 28. November um 17.30 Uhr. Dann spricht das Christkind vom Balkon der Frauenkirche aus den weltberühmten Prolog.

Die zentrale Botschafterin des Christkindlesmarktes ist auch sozial unterwegs in Einrichtungen wie Kindergärten und Altenheimen. Nora Falk erzählte, sie sei im Kindergarten erstmals dem Christkind begegnet. Seither habe sie den Wunsch gehabt, einmal selbst in diese Rolle zu schlüpfen.

Weihnachtsmann, Christkind und Nikolaus haben viele Adressen. Sie sind in bundesweit sieben Weihnachtsfilialen der Deutschen Post erreichbar. Damit die Antwort auf den Weg gebracht werden kann, muss jeder Briefeschreiber gut leserlich die eigene Adresse angeben.

Teils müssen die Zuschriften bereits bis zum zweiten Advent (zum Beispiel in Himmelpfort) eingegangen sein; teils reicht es auch drei Tage vor Heiligabend (zum Beispiel in Engelskirchen).

Die Adressen des Weihnachtsmanns:

  • An den Weihnachtsmann, Weihnachtspostfiliale, 16798 Himmelpfort

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July 25, 2025 at 10:49AM

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Wegen ihrer Empathie und Herzlichkeit / Nürnberg kürt Zehntklässlerin Nora Falk zum neuen Christkind
"Zustand völliger Hoffnungslosigkeit" / Deutsche Bischöfe fordern Waffenstillstand im Gazastreifen
"Zustand völliger Hoffnungslosigkeit" / Deutsche Bischöfe fordern Waffenstillstand im Gazastreifen

"Zustand völliger Hoffnungslosigkeit" / Deutsche Bischöfe fordern Waffenstillstand im Gazastreifen

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Der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz beklagt ein "humanitäres Desaster" im Gazastreifen und fordert einen sofortigen Waffenstillstand.

In einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung schreibt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), nur durch umfassenden und ungehinderten Zugang internationaler Hilfsorganisationen zu den betroffenen Gebieten könne die dringend benötigte Hilfe die notleidenden Menschen erreichen.

Bentz schildert, der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, habe nach seinem Besuch der katholischen Gemeinde in Gaza-Stadt betont, dass das militärische Vorgehen Israels angesichts der unerträglichen Lage "nicht mehr zu rechtfertigen" sei.

Es widerspreche grundlegenden Prinzipien des humanitären Völkerrechts. So legitim der Kampf gegen die Hamas sei, er dürfe nicht auf dem Rücken der palästinensischen Zivilbevölkerung ausgetragen werden.

"Interessen gleichermaßen berücksichtigen"

Daher fordern die deutschen Bischöfe einen dauerhaften Frieden im Heiligen Land: "Eine gerechte Lösung setzt voraus, dass die elementaren Interessen von Israelis und Palästinensern gleichermaßen berücksichtigt werden", erklärte Bentz.

Der Erzbischof sagte, ohne sichere Zufluchtsorte sei das Überleben für unzählige Menschen zur ständigen Herausforderung geworden. "Was das bedeutet, zeigen die täglichen Bilder: ausgemergelte Kinder, verzweifelte Mütter und Väter, zerstörte Wohnhäuser, eine Zivilbevölkerung im Zustand völliger Verwahrlosung und Hoffnungslosigkeit."

Er bilanziert, Kriegzerstörungen und die Blockade humanitärer Hilfe hätten laut Caritas international dazu geführt, dass derzeit 2,1 Millionen Menschen im Gazastreifen hungern.

Die Deutsche Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss der katholischen Bischöfe in Deutschland. Sie leiten als Ortsbischöfe eines der 27 Bistümer oder unterstützen als Weihbischöfe. Insgesamt gehören ihr derzeit (September 24) 61 Mitglieder an.

Ebenfalls zur Konferenz gehören - auch wenn sie nicht Bischöfe sind - Diözesanadministratoren, die ein Bistum nach Rücktritt oder Tod eines Ortsbischofs übergangsweise verwalten.

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July 25, 2025 at 11:36AM

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"Zustand völliger Hoffnungslosigkeit" / Deutsche Bischöfe fordern Waffenstillstand im Gazastreifen
Erstes weltweites Christentreffen prägt Kirche bis heute / Vor 1.700 Jahren ging das Konzil von Nizäa zu Ende
Erstes weltweites Christentreffen prägt Kirche bis heute / Vor 1.700 Jahren ging das Konzil von Nizäa zu Ende

Erstes weltweites Christentreffen prägt Kirche bis heute / Vor 1.700 Jahren ging das Konzil von Nizäa zu Ende

https://www.domradio.de/artikel/vor-1700-jahren-ging-das-konzil-von-nizaea-zu-ende

Knapp zwei Monate lang hatten Bischöfe und Theologen teils erbittert gestritten, Vorschläge ausgefeilt, Bündnisse geschmiedet. Der Kaiser als Gastgeber hörte geduldig zu und setzte am Ende - wohl mit etwas Druck - einen Kompromiss durch. Vor 1.700 Jahren, am 25. Juli 325, ging das Konzil von Nizäa zu Ende.

Es entschied einen Streit um den Ostertermin und eine Reihe von Detailfragen zur Kirchendisziplin. Vor allem aber verurteilte es die weit verbreitete Auffassung, Jesus Christus sei zwar Gottes Sohn, dem Vater aber untergeordnet. Im verabschiedeten Glaubensbekenntnis heißt es: "Wir glauben ... an den einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, der als Einziggeborener aus dem Vater gezeugt ist ... gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater ...".

Kaiser erzwingt Einigkeit

Wie kam es dazu? Wenige Jahre zuvor waren die Christen noch grausam verfolgt worden. 313 gewährte ihnen Kaiser Konstantin Religionsfreiheit. Aus der jüdischen Sekte rund um den galiläischen Wanderprediger Jesus von Nazareth war eine etwa drei Millionen Männer, Frauen und Kinder umfassende Glaubensgemeinschaft geworden.

Deren Einsatz für Arme und Schwache sowie ihr heldenhafter Mut angesichts ihrer Henker beeindruckten viele.

Gestärkt durch Widerstand im Untergrund, beflügelt durch ihren Glauben und den Zulauf vieler Menschen entwickelten vor allem ihre Bischöfe großes Selbstbewusstsein. Der Kaiser, seit wenigen Monaten erst Alleinherrscher, musste das vom Zerfall bedrohte Reich zusammenhalten. Dabei kam ihm die zunehmende Verbreitung des Christentums recht, dessen innere Konflikte hingegen nicht.

Streit um den Sohn Gottes

So stritten etwa ab 320 im östlichen Reich der Priester Arius und sein Bischof Alexander darüber, in welchem Verhältnis Jesus Christus zu Gott Vater steht. Das war keine rein intellektuelle Debatte: Kirchenführer und Gemeinden kämpften gegeneinander. Konstantin musste eingreifen. Er nutzte eine geplante Bischofssynode in Ankyra, dem heutigen Ankara, und verlegte diese in das nahe seiner Sommerresidenz gelegene Nizäa, heute Iznik. Es lag südöstlich der neuen Reichshauptstadt Konstantinopel, dem heutigen Istanbul.

Anwesend in Nizäa waren gut 200 Bischöfe plus zahlreiche weitere Theologen. Unter ihnen auch ein gewisser Bischof Nikolaus von Myra, der später zu einem der beliebtesten Heiligen der Christenheit werden sollte.

Bischöfe einigen sich auf Osterdatum

Zum Osterdatum legte das Konzil fest: Das wichtigste Fest der Christen ist immer und überall am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond und nach Abschluss des jüdischen Pessach zu feiern.

Den genauen Termin auszurechnen überließ man dem Bischof von Alexandrien, der die besten Astronomen hatte.

Über das Verhältnis von Gott Vater und Sohn stritt das Konzil erbittert. Der Schlüsselbegriff, mit dem die Auffassung, Jesus Christus sei Gottvater untergeordnet, abgewehrt werden sollte, war der griechische Ausdruck "homoousios" ("wesensgleich"). Der wird im heutigen liturgischen Text übersetzt mit: "eines Wesens mit dem Vater". Der Ausdruck war umstritten, weil er nicht in der Bibel vorkommt. Konstantin aber wollte Einigkeit und setzte das "homoousios" durch.

Gott bleibt ein Geheimnis

Ein Konzilsteilnehmer, Eusebius von Cäsarea (260/64-339), schrieb damals, die Aussagen über Gott und Jesus Christus hätten eine "geistliche und unaussprechliche Bedeutung". Anders als manche Theologen es gerne gehabt hätten, wollten weder das Konzil von Nizäa noch spätere Kirchenversammlungen genau definieren, wie Gott zu verstehen sei. Vielmehr ging es um Formulierungen, die sein Geheimnis umschreiben, teils in der Schwebe halten und Irrlehren abwehren.

Stark vereinfachend formulierte der Theologe Joseph Ratzinger und später Papst Benedikt XVI. (1927-2022) einmal, das Dogma vom wesensgleichen Sohn "überträgt einfach das Faktum (und die Art) des Betens Jesu in philosophisch-theologische Fachsprache, nichts sonst".

Der in Berlin lehrende Jesuit Felix Körner deutete die Wesensgleichheit so: "Christusgemeinschaft ist (...) volle Gemeinschaft mit Gott." Damit war aber auch der theologisch radikale Bruch zum Judentum markiert - und zum Islam, der 300 Jahre später entstehen sollte.

Streit geht weiter

Das Bekenntnis von Nizäa diente zunächst dazu, die Lehre des Arius abzuwehren. Im Gottesdienst durchsetzen konnte es sich noch nicht.

Vielmehr gingen die Kontroversen zwischen Anhängern des Arius und dessen Gegnern weiter. Erst 381 beim Konzil von Konstantinopel wurde das Bekenntnis erweitert und von nahezu allen christlichen Kirchen übernommen: das Nizäno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis, im Westen oft das Große Credo genannt.

Die Auffassung des Arius, dass Jesus Christus Gott Vater untergeordnet sei, dürfte heutigen Zeitgenossen nicht fremd sein. Ist er doch für viele eher ein vorbildhafter, prophetischer Mensch - aber Gott ...? Zuletzt mahnten Theologen verschiedener Konfessionen, die anders lautende Lehre des Konzils von Nizäa nicht zu vergessen. Hat diese doch auch eine weitergehende soziale Komponente.

Nizäa als Schlüssel zur Liebe

Der christliche Glaube, dass Gott in Jesus vollständig Mensch wurde, sowie Jesu Gebot, den Nächsten ebenso zu lieben wie Gott, wurde für Christen ein zusätzlicher Impuls, sich sozial zu engagieren. Der Priester Ivan Illich (1926-2002) etwa war überzeugt, dass Gottes Menschwerdung "ein überraschendes und gänzlich neues Erblühen von Liebe und Erkenntnis möglich macht". Christen könnten Gott im konkreten Menschen ihnen gegenüber lieben. So haben laut einer Studie der Universität Münster aus dem Jahr 2014 christliche Religionsgemeinschaften die Entstehung europäischer Wohlfahrtsstaaten weit mehr beeinflusst als bis dahin bekannt.

So sehr die Kirchen das Konzil von Nizäa beschwören - eine zentrale ökumenische Feier zum Jubiläum kam bisher nicht zustande. Die altorientalischen Kirchen trafen sich im Mai einige Tage in Kairo beim koptischen Patriarchen Tawadros II. Der Weltkirchenrat veröffentlichte eine Erklärung. Das Ehrenoberhaupt der Orthodoxen, Patriarch Bartholomaios I., würdigte das Jubiläum in einer Enzyklika.

Und im November wird wahrscheinlich der römisch-katholische Papst Leo XIV. Bartholomaios in Istanbul besuchen und des Konzils gedenken.

Konzilien ("Beratungen") sind Bischofsversammlungen der christlichen Kirchen. Dieses Instrument der Kirchenleitung entstand in der spätantiken Reichskirche - wobei bald zwischen Regional- und Partikularkonzilien und sogenannten Ökumenischen Konzilien unterschieden wurde.

Religion

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July 25, 2025 at 11:36AM

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Erstes weltweites Christentreffen prägt Kirche bis heute / Vor 1.700 Jahren ging das Konzil von Nizäa zu Ende
Diese Uhr zeigt deine restliche Lebenszeit in Sekunden an
Diese Uhr zeigt deine restliche Lebenszeit in Sekunden an

Diese Uhr zeigt deine restliche Lebenszeit in Sekunden an

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Michael Stevens von Vsauce hat eine Uhr entworfen, die einem anzeigt, wie viele Sekunden einem noch bleiben. Nein, nicht etwa bis zum Aufstehen, sondern bis zum ewigen Hinlegen. Die „Death Clock“ zeigt deine restliche Lebenszeit in Sekunden an. Natürlich nicht genau, aber zumindest statistisch betrachtet, gefüttert mit einigen Daten zur eigenen Lebensgestaltung. Ein Mords-Timer! Alternativ lässt sich aber auch ganz langweilig die 08/15 Tageszeit anzeigen.

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Auf Inq Factory lässt sich die „Death Clock“ für 80 US-Dollar (zzgl. Versandkosten) vorbestellen. Ich bezweifle zwar, dass das ein Verkaufsschlager wird, aber Weihnachten und so, ihr wisst schon…

Quelle: „Born in Space“

Verschiedenes

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July 25, 2025 at 07:34AM

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Diese Uhr zeigt deine restliche Lebenszeit in Sekunden an
Ich glaube nicht an Gott ich lebe ihn
Ich glaube nicht an Gott ich lebe ihn

Ich glaube nicht an Gott, ich lebe ihn

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Vor fünf Jahrzehnten starb der Schweizer Theologe Maurice Zundel. Seinem mit der eigenen Biografie und mit mystischen Komponenten verwobenen theologischen Arbeiten geht Claude Bachmann nach. […]

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July 25, 2025 at 12:04AM

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Ich glaube nicht an Gott ich lebe ihn
The rise and fall of the British cult that hid in plain sight
The rise and fall of the British cult that hid in plain sight

The rise and fall of the British cult that hid in plain sight

https://www.theguardian.com/news/2025/jul/24/jesus-army-fellowship-cult-noel-stanton

Until she was six, Philippa Barnes was surrounded by things that were hers. She had a favourite pair of red-and-white-striped dungarees and a long garden with a strawberry patch. She had a close-knit family: a mum, dad, two brothers and a sister, and grandparents who lived near the family home in Surrey. When her mum made lemon meringue pie, she would pass the curd pan out of the window to where Philippa was playing so she could lick it clean.

One day, when Philippa was about two years old, a couple stopped by the family’s church. They, along with their three sons, were on their way to join the Jesus Fellowship, a Christian community in Northamptonshire led by Noel Stanton, a charismatic, white-haired pastor. Their enthusiasm was infectious, and Philippa’s family started visiting the fellowship a few times a year.

At first, Philippa and her siblings loved these trips. Photos from that time of Cornhill Manor, one of the fellowship’s properties, show high windows looking out over green fields, airy communal kitchens, and a grand ballroom with a sprung dancefloor, where members of the community slept on mattresses. It was a far cry from Woking, where the family lived opposite a noisy train line. Although Philippa had to spend long religious meetings under her parents’ chairs, shushed and desperately bored, the rest of the weekend could be spent playing outside.

When Philippa was five, on one of these weekends with the fellowship, something shifted. One evening, she and her two-year-old brother, as the two youngest siblings, were put to bed with a baby monitor while her parents went to a prayer meeting downstairs. “The message was, ‘We can hear you, but we don’t want to hear you,’” Philippa recalled. She had never before been afraid to disturb her parents, but when her brother started having diarrhoea and then both siblings began to vomit, she had to call for them. “My parents came, and my dad wasn’t too pleased,” she said. “Looking back, I can see they didn’t want to be embarrassed by being disturbed – they were newbies to the community.” But the lesson stuck: this new church was more important than she was.

In 1984, Philippa’s parents told the children that the family was moving to the East Midlands to be nearer the fellowship. For her parents, the move made sense. Philippa’s father was a senior scientific officer for the Ministry of Defence and had to travel regularly for work, meaning her mother was often looking after the children alone. In Northamptonshire, they had been exposed to a new way of life, one based around simplicity and community, where music was played nightly, meals were communal and children were able to enjoy the outdoors.

The Barnes family bought a house in the village of Bugbrooke and regularly attended fellowship meetings and worship sessions led by Stanton. Then, in 1987, just before Philippa’s ninth birthday, the family moved into what the fellowship called “community”: a farmhouse named Shalom, where about 20 people would live at any given time. Moving in meant surrendering proceeds from their house sale and Philippa’s father’s wages into the “common purse”. Most who lived in community were employed in the fellowship’s businesses, and Philippa’s father got a job at their builders’ merchant. All possessions, even down to items of clothing, were shared.

In some ways, this life offered a new kind of freedom. The younger Barnes children spent time going for walks or picnics, or looking after the fellowship’s livestock. To her delight, Philippa was allowed to help with lambing. She and her brother would run riot away from adult eyes. They once built a petrol bomb using a milk bottle and blew up a wasp’s nest.

There were also privations. Almost all of the children’s toys were taken away. “Cuddlies, gadgets or competitive toys” appeared on a list of things deemed “worldly” – and therefore unacceptable – by Stanton. The list of banned items changed according to his whims, but over the years it included secular TV, pop music, makeup, sporting events, restaurants, buffets, weight training, holidays, zoos, coffee, sunbathing, celebrating Christmas, swimming “for pleasure” and crisps.

The children attended a local comprehensive school, but making friends outside the group was difficult. They were not allowed to eat school dinners, so every lunchtime they would troop to a fellowship house nearby. “The other children knew to avoid us, so we stuck together,” Philippa said.

Of all the strangeness in their new life, Philippa found the fellowship’s approach to family hardest. Under Stanton’s rules, communal living meant renouncing your “natural family” in favour of the fellowship’s “spiritual family”. Women were called “sisters”, men were “brothers” and leaders were “elders”. Philippa’s parents, instead of just being responsible for their family unit, were given other duties: helping to cook and clean for the other Shalom residents, or finding new recruits. When Philippa turned 12, she was moved from the room she shared with her younger brother into a dormitory with women of all ages.

Explaining this approach, Stanton would point to a passage from Matthew 10, in which Jesus said: “I have come to set a man against his father, and a daughter against her mother … A man’s enemies will be members of his own household.” In the absence of the “natural family”, any adult could be responsible for disciplining children. Many did so through “rodding” – hitting children as young as two with sticks. “He who spares the rod hates his son,” Stanton would say, quoting from Proverbs. Exorcisms were also performed on children. When Philippa was caught drawing stick figures with breasts and genitals at a meeting, she was taken into a private room so an elder could pray for her “unclean spirit” and anoint her with oil.

Philippa missed her parents. She managed to spend some time with her mum by helping in the garden and the kitchen, where they would skim cream off bottles of milk to make choux buns and eclairs, a welcome relief from bland meals of pork chops and boiled vegetables. But it never felt like enough: other girls her age were going shopping for clothes with their mums, watching TV as a family or going to the cinema or the zoo. In the communal house, doors were hung with curtains, and Philippa remembers hiding between her parents’ bedroom door and the curtain, hearing the murmur of their voices as they talked, laughed or argued; longing to be closer to them.

Dressed in brightly coloured shirts and patterned ties, with his signature swirl of backcombed white hair, Stanton looked more like a magician than a man of the church. A Baptist pastor born on Christmas Day, he had founded the fellowship in his small local chapel in 1969 after a “life-changing” spiritual experience that led him to embrace exuberant worship sessions, speaking in tongues, exorcisms and communal living. From the fellowship’s early days, these practices attracted attention. In a 1974 Thames Television documentary, The Lord Took Hold of Bugbrooke, one local woman complained she couldn’t open her windows on Sundays because of the noise.

Through the 1970s, young people and families flocked to Bugbrooke to join this new church, attracted by the stories of spiritual revelation and a thriving Christian community. There were two main levels of membership: some lived in their own home and attended worship and meetings; the hardcore lived in one of the fellowship’s communal houses. As all members living in community had to hand over their assets, the fellowship flourished financially. In 1984, it bought a nearby manor house, which it renamed New Creation Hall. By the early 80s, it owned at least 10 country houses in the area, and membership in communal houses was up to about 450. It was operating a chain of health food shops, a clothing shop and a building supply company. In 1982, the Northampton Chronicle and Echo described it as “the new aristocracy of the East Midlands”.

The fellowship was a strict hierarchy, with Stanton at the top, a leadership circle below him, and an elder running each communal house. Only men were permitted to occupy these roles. Women were subordinate to men. (If a man was driving a car, women were expected to sit in the back.) Favoured members were given “virtue names” reflecting their most valued qualities: Valiant, Zealous, Forthright or, in one young woman’s case, Submission. Celibacy, especially among the male leadership, was encouraged as the highest ideal.

The Jesus Fellowship founder Noel Stanton. Photograph: John Angerson/BBC/Docsville Studios

The fellowship’s first decade was punctuated by a series of strange incidents. In December 1976, a 26-year-old member, David Gavin Hooper, was found dead in a field on fellowship property, his socks and shirt folded neatly next to him. The death was put down to exposure, but the coroner, Michael Collcutt, noted that it was “extraordinary” that he should have gone out with no coat on such a cold morning. Less than 18 months later, 19-year-old Stephen Orchard was found decapitated on a nearby railway line, having told his parents he was considering leaving the fellowship. (His virtue name was “Faithful”.) The same coroner returned an open verdict, but noted his “concern” about the two strange deaths and the letters he had received from parents of young people in the fellowship, who were worried about their children’s safety. These incidents were closely reported by local media but never became national news. (When Philippa’s family were living in Woking and first encountering the fellowship, they hadn’t heard about them.)

There were always explanations for the bad press: it was the product of misinformation or disgruntled former members who couldn’t be trusted. But after a string of negative stories, in 1986 – two years a

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The rise and fall of the British cult that hid in plain sight
Das Konzil von Nizäa als Grundlage für die Gesellschaft heute
Das Konzil von Nizäa als Grundlage für die Gesellschaft heute

Das Konzil von Nizäa als Grundlage für die Gesellschaft heute

https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/das-konzil-von-nizaea-als-grundlage-fuer-die-gesellschaft-heute

Anlässlich des 1700. Jahrestages des Abschlusses des Konzils von Nizäa am 25. Juli 2025 erläutert der Vorsitzende der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer SJC (Hildesheim), die Bedeutung des Konzils für den heutigen gesellschaftlichen Kontext. Dabei erinnert er an das Fundament christlichen Glaubens und seiner ökumenischen Bedeutung auch in Hinsicht auf das, was das Konzil der Politik heute zu sagen hat.

Mitten im Heiligen Jahr, das der verstorbene Papst Franziskus unter das Leitwort Pilger der Hoffnung gestellt hat, feiert die Christenheit ein besonderes Jubiläum: Vor 1700 Jahren versammelten sich im Frühjahr 325 in Nizäa (heute Iznik, Türkei) rund 300 Bischöfe, um über die drängenden Fragen ihres Glaubens zu beraten. Es ging nicht nur um den Streit, wann Ostern gefeiert werden sollte. Das Konzil markierte den entschlossenen Widerstand gegen die Zersplitterung der Kirche, ein weichgespültes Christentum und politische Instrumentalisierung. Es ging um die zentrale Frage des Christentums: Wer ist Jesus Christus?

Am Ende stand ein Text, der bis heute das Fundament christlicher Theologie bildet: das nizänische Glaubensbekenntnis. Auf dem Weg dahin hatte man um einen Buchstaben gekämpft: geschaffen (genetos) oder gezeugt (gennetos)? Schließlich bekannten die Konzilsteilnehmer Jesus Christus als wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, wesensgleich mit dem Vater. In diesen wenigen Worten liegt eine Botschaft, die bis heute unsere Theologie, unsere Kirche, unser Verständnis von Gott und Welt prägt.

Das Konzil von Nizäa hat die Kirche geformt. Es hat sie nicht nur theologisch definiert, sondern auch vor einer Zersplitterung bewahrt. Die Lehre des alexandrinischen Priesters Arius, der Christus als geschaffen und dem Vater untergeordnet ansah, stand gegen die Überzeugung von Athanasius und vieler anderer Kirchenväter: Wenn Christus nicht wahrer Gott ist, dann gibt es keine echte Erlösung. Dann wäre die Nähe Gottes zu uns in Jesus Christus nur eine schöne Idee. Dann wäre das Kreuz kein Sieg, sondern Niederlage, das Christentum nur eine Philosophie, aber keine Offenbarung.

Erlösung im christlichen Sinne ist eben nicht abstrakt, sondern konkret: Der Mensch ist nicht mehr gefangen in Schuld, auch nicht in Angst, noch nicht einmal im Tod. Er muss sich nicht selbst retten. Die Tür zu Gott steht offen – nicht, weil der Mensch perfekt wird, sondern weil Jesus den Weg freigemacht hat. Erlösung ist nicht nur eine Idee, sondern eine Erfahrung. Das nizänische Bekenntnis stellt klar: Gott selbst kommt uns in Christus nahe.

Diese Überzeugung trägt die Theologie bis heute. Sie prägt unser Verständnis der Sakramente, der Kirche als Leib Christi, unseres Betens und Glaubens. Wer Herr, erbarme dich ruft, ruft keinen Halbgott an, sondern den lebendigen Gott. Jesus Christus ist eben nicht ein wunderbarer Mensch, ein Prophet oder eine göttliche Inspiration – sondern Gott selbst. Die Wahrheit ist radikal, sie ist nicht verhandelbar.

Nizäa war nicht nur eine theologische Versammlung, sondern auch ein politisches Ereignis. Kaiser Konstantin hatte das Konzil einberufen, weil er erkannte: Die Einheit des Reiches erfordert auch die Einheit der Kirche. Sein Interesse war pragmatisch, sein Einfluss auf die Kirche enorm. Die Christen, eben noch verfolgt, fanden sich nun im Zentrum der Macht wieder.

Das Verhältnis von Kirche und Staat, von Glauben und Politik, wurde durch Nizäa tief geprägt. Das nizänische Bekenntnis wurde zu einem identitätsstiftenden Element eines Reiches, das sich christlich verstand. Doch dieser Schulterschluss von Thron und Altar brachte auch Ambivalenzen mit sich.

Was bedeutet das für heute? Auch heute lebt die Kirche in einem Spannungsfeld zwischen Glaube und Politik. Sie ist keine weltliche Macht mehr, aber sie kann sich auch nicht aus der Welt zurückziehen. Das Glaubensbekenntnis von Nizäa ist eine klare Absage an alle weltlichen Herrscher, die sich göttlich stilisieren. Es erklärt unmissverständlich: Nur einer ist wahrer Gott – und das ist nicht der Kaiser, nicht der Mächtige. Das Evangelium ist immer politisch, weil es Partei ergreift – für die, die keine Stimme haben, für die Bedrängten, die Armen, die Entrechteten. Es entmachtet die Mächtigen und erhebt die Geringen. Wer an Christus glaubt, kann nicht schweigen, wenn Unrecht geschieht.

Gerade im Heiligen Jahr braucht es eine Kirche, die aus dem nizänischen Bekenntnis lebt: nicht als Machtsystem, sondern als Verkörperung des Glaubens an den menschgewordenen Gott, der nicht Herrschaft ist, sondern Liebe.

Die Sätze des nizänischen Bekenntnisses sind nicht nur inhaltlich prägend, sondern auch klanglich: Sie geben dem Glauben eine eigene Tonalität. Wer das Credo betet, spürt eine Kraft, die über Jahrhunderte hinweg trägt. Doch dieser Klang ertönt über die Grenzen einer einzelnen Kirche hinaus. Das nizänische Bekenntnis ist bis heute das gemeinsame Fundament fast aller christlichen Kirchen – ob katholisch, orthodox oder evangelisch. In einer Zeit der Spaltungen und Differenzen erinnert uns das an die tiefe Einheit, die uns verbindet.

Auch Papst Leo XIV. ruft uns in diesem Heiligen Jahr auf, Pilger der Hoffnung zu sein. Vielleicht heißt das auch: Pilger der Einheit. Die Christenheit hat viele Wege eingeschlagen, doch das Konzil von Nizäa erinnert uns daran, dass es eine Mitte gibt, die uns eint – Christus, wahrer Gott vom wahren Gott.

Nizäa ist nicht Vergangenheit. Es ist Gegenwart. Und Zukunft.

Religion

via DBK: Aktuelle Meldungen https://www.dbk.de

July 24, 2025 at 12:02PM

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Das Konzil von Nizäa als Grundlage für die Gesellschaft heute
Betend und singend durch den Sommer
Betend und singend durch den Sommer

Betend und singend durch den Sommer

https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2025-07/sommer-ferien-spiritualitaet-gebet-missio-reise-glaube-kirche.html

Der Sonnengesang des Franz von Assisi lädt dazu ein, die Schöpfung mit neuen Augen zu sehen. Das kirchliche Hilfswerk Missio bietet dazu einen spirituellen Reisebegleiter für den Sommer an.

Papst Leo XIV. hat aus seiner Sommerpause in Castel Gandolfo dazu aufgerufen, sich in den Ferien Zeit für Ruhe und Gastfreundschaft zu nehmen. „Manchmal gestehen wir uns das Beste ...

Ausgangspunkt dafür ist das berühmte Gedicht des mittelalterlichen Heiligen. Das erklärte Benno Just von Missio im Gespräch mit dem Kölner Domradio. „Das ist vor allem ein Text, den Franz von Assisi geschrieben hat als einen Lobpreis auf die Schöpfung und der sich durch die Jahrhunderte gehalten hat und auch heute noch von den Menschen gern zur Hand genommen und gern gebetet wird.“

Noch ein zweiter Text hat Benno Just zu seinem spirituellen Sommerbegleiter inspiriert: die Enzyklika Laudato si‘ des unlängst verstorbenen Papstes Franziskus. „Da thematisiert er ja sehr die Schöpfung, und das haben wir aufgegriffen und die Verbindung zum Sonnengesang des Franz von Assisi geschlagen. Gerade in der Sommerzeit hat man ja die Möglichkeit, mal rauszugehen, die gewohnten Arbeitswelten, das Haus, wo man wohnt, zu verlassen, im Urlaub zu sein; und da möchte man auch die Schöpfung, die Natur noch mal ganz bewusst wahrzunehmen.“

Eine gewisse Dankbarkeit

Im Urlaub begegnen viele Menschen der Natur besonders intensiv – beim Wandern, beim Schwimmen oder auch am Strand. Solche Momente sind nicht nur erholsam, sondern bedeuten eine wichtige Begegnung mit der Schöpfung. „Ich glaube, es kann uns noch mal vor Augen führen, was wir alles geschenkt bekommen haben von Gott. Und das kann dann eine gewisse Dankbarkeit wecken, die in unseren Tagen, glaube ich, sehr wichtig ist und manchmal im Stress und in der Hektik des Alltags verloren geht.“

Die Broschüre von Missio verfügt unter anderem über kleine Kärtchen, die man raustrennen kann: Segenswünsche zum Weitergeben an andere Menschen. Und die Broschüre lädt dazu ein, einmal eine Gebetskapelle zu besuchen und dort eine Kerze anzuzünden – und zwar virtuell.

Kapelle im Netz

„Ja, die Gebetskapelle kann man, wenn man den Reisebegleiter in der Hand hält, über einen QR-Code erreichen oder über unsere Webseite museum.de. Und dort kann man dann eine Kerze online anzünden und noch ein Gebetsanliegen formulieren. Es geht tatsächlich um eine Internet-Kapelle, eine virtuelle Kapelle…“

Wird so ein Angebot auch tatsächlich angenommen? Just gibt zu, dass er da auch erst seine Zweifel hatte. „Ja, ich war auch ganz erstaunt, weil ich am Anfang dachte: Wer macht denn so etwas? Und dann habe ich gesehen, dass es mehrere hundert Leute bereits gemacht haben. Aktuell waren viele Gebete für Papst Leo nach seiner Wahl, aber auch in ganz persönlichen Anliegen.“

Der spirituelle Reisebegleiter durch die Sommerzeit ist kostenlos; er kann auf der Internetseite missio-hilft.de bestellt werden. Sogar ein spirituelles Abo, das über den Sommer hinausweist, lässt sich auf dieser Seite einrichten: „Das ist ein kostenloser Service von Missio, da bekommen Sie dann bis zu viermal im Jahr einen geistlichen Input zugesendet.“

(domradio – sk)

Religion

via Vatican News - Deutsch https://www.vaticannews.va/de.html

July 24, 2025 at 01:12PM

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Betend und singend durch den Sommer
Hohe Sicherheitsvorkehrungen / Rom erwartet Hunderttausende zu katholischem Jugendtreffen
Hohe Sicherheitsvorkehrungen / Rom erwartet Hunderttausende zu katholischem Jugendtreffen

Hohe Sicherheitsvorkehrungen / Rom erwartet Hunderttausende zu katholischem Jugendtreffen

https://www.domradio.de/artikel/rom-erwartet-hunderttausende-zu-katholischem-jugendtreffen

Hunderttausende Jugendliche versammeln sich an 21 Stunden auf 96 Hektar bei rund 33 Grad. Die Stadt Rom bereitet sich auf eine der größten und aufwendigsten Veranstaltungen des Heiligen Jahres vor.

Der zuständige Mann im Vatikan, Erzbischof Rino Fisichella, rechnet kommende Woche mit mindestens einer halben Million jungen Teilnehmern bei dem internationalen Treffen vom 28. Juli bis zum 3. August. Sie reisen aus 146 Ländern an, gut zwei Drittel allerdings aus Europa, wie Fisichella bei einer Pressekonferenz am Mittwoch im Vatikan bekanntgab.

Höhepunkt des einwöchigen Programms ist am 2. und 3. August eine Open-Air-Veranstaltung am Stadtrand Roms mit Teilnahme von Papst Leo XIV. In Tor Vergata, wo schon die Abschlussveranstaltung des Weltjugendtags 2000 stattfand, sanierte Rom für rund 80 Millionen Euro ein verfallenes Sportgelände, baute Straßen und Parkplätze.

Die Besucher erwartet ein Programm mit Musikgruppen und internationalen Moderatoren sowie eine stimmungsvolle religiöse Feier am Abend. Bis zur Messe mit dem Papst am folgenden Sonntagmorgen übernachten die Teilnehmer in Schlafsäcken unter freiem Himmel.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Die Veranstaltung steht unter hohen Sicherheitsvorkehrungen. Ein Flugverbot über dem Gelände sowie Drohnenabwehrsysteme werden eingerichtet. Zudem sind laut Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri rund 1.000 Sicherheitskräfte und 3.000 Freiwillige des Katastrophenschutzes vor Ort; mit 122 Kameras wird die Veranstaltung überwacht.

Für medizinische Notfälle stehen zehn Krankenstationen, 43 Rettungswagen sowie Hubschrauberlandeplätze zur Verfügung. Zudem gibt es ein Team von Psychologen. Angesichts der sommerlichen Temperaturen halten die Veranstalter fünf Millionen Flaschen Wasser vor.

Für das Heilige Jahr 2025 hat Papst Franziskus alle Jugendlichen der Welt zum Jubiläum der Jugend nach Rom eingeladen. Vom 28. Juli bis zum 3. August 2025 werden rund 1,4 Millionen junge Menschen aus aller Welt erwartet – auch aus Deutschland haben sich bereits Gruppen angemeldet. Franziskus ruft die Jugendlichen dazu auf, als "Pilger der Hoffnung" nach Rom zu kommen und gemeinsam den Glauben zu feiern.

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via DOMRADIO.DE - Der gute Draht nach oben https://www.domradio.de/

July 24, 2025 at 06:41AM

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Hohe Sicherheitsvorkehrungen / Rom erwartet Hunderttausende zu katholischem Jugendtreffen
Is Christianity cool again?
Is Christianity cool again?

Is Christianity cool again?

https://www.npr.org/2025/07/23/1263527181/its-been-a-minute-christian-music

For the first time, multiple Christian musicians are charting on the Billboard Hot 100 at the same time — and staying there for weeks. Has the mainstream found God?

Brittany talks with University of Michigan-Dearborn Professor Emerita Dr. Deborah Smith Pollard and Christianity Today reporter Kelsey Kramer McGinnis to understand the multi-billion dollar machine behind the Christian Contemporary Music genre — who gets shut out, and why this holy conquering on the charts has the potential to impact your listening habits.

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via NPR Topics: Religion https://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=1016

July 23, 2025 at 09:12AM

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Is Christianity cool again?
Wenn der "Advokat des Teufels" mitmischt / Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse im Portrait
Wenn der "Advokat des Teufels" mitmischt / Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse im Portrait

Wenn der "Advokat des Teufels" mitmischt / Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse im Portrait

https://www.domradio.de/artikel/dikasterium-fuer-die-selig-und-heiligsprechungsprozesse-im-portrait

Wie ist die oberste Vatikanbehörde für Selige und Heilige entstanden?

Sie gehört zu den ältesten Organen der römischen Kurie: Papst Sixtus V. hat im 16. Jahrhundert die sogenannte Heilige Ritenkongregation eingerichtet. Zu deren Aufgaben gehörte auch die Durchführung der Verfahren für Heiligsprechungen.

Die Verfahren gab es schon länger, wir haben bereits Beispiele aus dem 13. Jahrhundert: Die hl. Ordensgründer Franz von Assisi und Dominikus wurden damals von Päpsten heiliggesprochen, der erste 1226 – das war nur zwei Jahre nach Franziskus‘ Tod –, der zweite 1234, gleichfalls wenige Jahre nach dem Tod. Klar war schon damals, dass nur der Papst als Haupt der Weltkirche Heiligsprechungen verbindlich durchführen konnte.

Nach dem II. Vatikanischen Konzil hat Papst Paul VI. die Ritenkongregation sozusagen in zwei Teile gespalten. Daraus entstanden die Kongregationen für Liturgie und eben die für eine Selig- und Heiligsprechung.

Johannes Paul II., der in seinem Pontifikat über 480 Heiligsprechungen vorgenommen hat, zeichnete dann 1983 für eine Reform des Verfahrens für Selig- und Heiligsprechungen verantwortlich, vor allem wurde die Dauer des Prozesses erheblich verkürzt. Und Papst Franziskus sorgte schließlich mit einer Finanzreform dafür, dass die Verfahren erschwinglich bleiben, auch für nicht so gut betuchte Antragsteller.

Wie wird man denn nach katholischen Massstäben selig oder heilig?

Zunächst ist erforderlich, dass jemand nach seinem Tod im Ruf der Heiligkeit steht. Dann muss der zuständige Ortsbischof bzw. der zuständige Orden oder die entsprechende katholische Gemeinschaft ein Verfahren aufnehmen. Das ist die sogenannte diözesane Phase. Dabei werden Zeugen gehört, die Schriften des Heiligkeitskandidaten gesammelt, mögliche Wunder unter die Lupe genommen.

Wenn dieses Dossier fertig ist, geht es nach Rom, wird dort genau geprüft und im Erfolgsfall – wir reden hier von Prozessen, die jahre- oder sogar jahrzehntelang dauern! – schließlich in einer Sitzung der Mitglieder des Dikasteriums, der Kardinäle und Bischöfe, eingebracht. Das letzte Wort hat dann der Papst, dem der Präfekt, also der Leiter des Dikasteriums, die verschiedenen Fälle zur Genehmigung vorlegt.

Sind all diese Hürden überwunden, kann zunächst eine Seligsprechung vorgenommen werden, das heißt, der Kult wird lokal erlaubt. Für eine Heiligsprechung, die dann universal gilt, wird nochmal ein ganz neues Verfahren geführt.

Wie sieht die Bilanz des Heiligen-Dikasteriums in diesen 56 Jahren seit seiner "Neugründung" durch Paul VI. aus?

Bis 2020 – das sind die Zahlen, die mir jetzt vorliegen – hat es 3.003 Seligsprechungen gegeben und 1.479 Heiligsprechungen. Die bei weitem meisten Heiligsprechungen – mehr als 900 bis zum Jahr 2022 – hat Papst Franziskus durchgeführt. Da in der Regel zwei ordentliche Sitzungen des Dikasteriums im Monat stattfinden und in jeder Sitzung drei bis vier Fälle geprüft werden, liegt die Zahl der in einem Jahr abgeschlossenen Fälle bei 70 bis 80.

Schauen wir nochmal genauer auf die "römische Phase" eines Seligsprechungsverfahrens. Wie sieht die aus?

Ja: Der Fall kommt nach Rom an das Dikasterium, und da wird ihm ein Berichterstatter zugewiesen, der den Postulator begleitet. Der Postulator ist die Person, die die Seligsprechung des Betreffenden hauptsächlich betreibt. Dieser Postulator erstellt einen dicken Bericht, in dem die in der Diözese gesammelten Dokumente zusammengefasst werden, um das Leben zu rekonstruieren und die Tugenden oder das Martyrium sowie den relativen Ruf der Heiligkeit und der Zeichen des "Dieners Gottes" aufzuzeigen.

Dieser Bericht heißt Positio er wird dann von einer Gruppe von Theologen und im Falle einer "antiken Angelegenheit", d.h. bei einem Kandidaten, der lange vorher gelebt hat, auch von einer Historikerkommission geprüft.

Fällt deren Stellungnahme positiv aus, wird das Dossier den Kardinälen und Bischöfen des Dikasteriums zur weiteren Beurteilung vorgelegt.

Und die Seligsprechung ist sozusagen ein Zwischenschritt zur Heiligsprechung?

Ja, so kann man das sagen. Wenn der Kandidat zum Märtyrer erklärt wird, wird er sofort selig, andernfalls muss ein Wunder anerkannt werden, das auf seine Fürsprache zurückzuführen ist: eine Heilung, die von einer medizinischen Kommission, die sich aus gläubigen und nichtgläubigen Fachleuten zusammensetzt, als wissenschaftlich unerklärlich eingestuft wird.

Die theologischen Berater und dann die Kardinäle und Bischöfe des Dikasteriums äußern sich ebenfalls zu dem Wunder, und der Papst genehmigt das entsprechende Dekret.

Damit der Selige zum Heiligen erklärt werden kann, muss ihm die wirksame Fürsprache eines zweiten Wunders zugeschrieben werden, das allerdings erst nach der Seligsprechung geschehen ist.

Das klingt alles ziemlich bürokratisch, oder?

Das kann man wohl sagen! Selig- und Heiligsprechungsprozesse sind ein komplexes und vielschichtiges Unterfangen. Wie bei allen Prozessen gibt es eine Art Anklage und eine Verteidigung. Der Verteidiger, wenn wir diesen Begriff verwenden wollen, ist der Postulator, der den Auftrag hat, die Heiligkeit des Kandidaten zu beweisen.

Derjenige, der qua Amt dagegenhalten soll, ist der Verfechter des Glaubens (gemeinhin als "Advokat des Teufels" bezeichnet). Das sind die beiden großen Gegenspieler im Prozess: der Postulator der Heiligkeit und der Advokat des Teufels.

Religion

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July 23, 2025 at 10:58AM

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Wenn der "Advokat des Teufels" mitmischt / Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse im Portrait
Drei Pfarrschweine für die Orgelsanierung / Tombola in bayerischer Gemeinde sorgt für Protest bei Tierschützern
Drei Pfarrschweine für die Orgelsanierung / Tombola in bayerischer Gemeinde sorgt für Protest bei Tierschützern

Drei Pfarrschweine für die Orgelsanierung / Tombola in bayerischer Gemeinde sorgt für Protest bei Tierschützern

https://www.domradio.de/artikel/tombola-bayerischer-gemeinde-sorgt-fuer-protest-bei-tierschuetzern

Pfarrer Christian Dellert ist die Ruhe selbst. "Die Stimmung vor Ort ist sehr entspannt", sagt der evangelische Gemeindepfarrer von Aufkirchen, einem kleinen Ortsteil von Gerolfingen am Fuße des mittelfränkischen Hesselbergs.

Zwar habe er in den vergangenen Tagen 60 bis 70 E-Mails von Tierschützern zur aktuellen "Pfarrschweine-Aktion" seiner Gemeinde bekommen. "Aber die waren eigentlich fast alle höflich formuliert - auch wenn sie einen anderen Standpunkt vertreten", berichtet er. Auslöser für diese mittelgroße Protest-E-Mail-Welle ist offenbar die Tierrechtsorganisation Peta.

Schon zum zweiten Mal mästen sie im Aufkirchener Pfarrgarten drei Duroc-Schweine. Nicht zum Selbstzweck oder als Streichelzoo, sondern für die historische Barockorgel in der St. Johanniskirche. Die versuchen sie schon seit vielen Jahren instand setzen zu lassen.

Doch das Unterfangen ist allen Zuschüssen und Spenden zum Trotz ein finanzieller Kraftakt. Da kommen die drei Schweine Frederick, Tinkia und Lina ins Spiel. Denn sie sind einer der Hauptgewinne einer Losaktion, besser gesagt: ihr Fleisch und was der örtliche Metzger daraus alles macht.

Insgesamt wollen die Aufkirchener 2.500 Lose für jeweils vier Euro verkaufen. Am Tag des Schlachtschüssel-Fests, dem 8. November, sollen dann 100 Lose gezogen und mit Preisen bedacht werden - unter anderem dann auch mit Würsten und anderen Schweinefleisch-Produkten.

Kostenpunkt: 400.000 Euro

Der Hauptpreis sind zwei Musical-Tickets. Der Erlös der Aktion soll in die Sanierung der Orgel fließen, die mit Baujahr 1663 eine der ältesten Süddeutschlands sein soll - und in großen Teilen auch noch aus den Original-Teilen besteht. Ein Schatz, den sie in Aufkirchen seit vielen Jahren schon versuchen, zu retten: Kostenpunkt: 400.000 Euro plus x.

Pfarrer Dellert räumt ein, dass die Aktion auch im Dorf nicht alle toll finden: "Es gibt schon ein paar wenige, die sagen: Meine Aktion ist das nicht." Allerdings, und darauf weist der evangelische Theologe hin, gehörten die Schweinehaltung und der Anbau von Gemüse im eigenen Garten zum Pfarrerdasein im ländlichen Franken dazu.

Nicht umsonst haben viele der ländlich gelegenen Pfarrhäuser große Gärten. "Und", sagt Pfarrer Dellert, "die Menschen auf dem Land haben kein Problem mit Landwirtschaft, mit Nutztierhaltung und dem Essen von Schweinefleisch aus guter Haltung."

Fast schon Bio-Bedingungen

Die hat das zuständige Veterinäramt der Kirchengemeinde bestätigt. Fast schon Bio-Bedingungen seien das für die drei Schweine im Pfarrgarten: viel Platz, viel frische Luft, gutes Fressen und regelmäßig Besuch.

"Im Kirchenvorstand hatten wir auch überlegt, unsere Schweine direkt beim Bauern am Hof zu halten, aber wir wollten ein Projekt mitten in der Gemeinde", sagt Dellert. Das Fazit des Pfarrers: Die "Gemeindeschweine" seien "absolut gemeinschaftsbildend", schließlich kümmerten sich viele Menschen zusammen um die drei Tiere.

Konkret sieht das Kümmern so aus: "Es gibt zwei Schweinehirten aus unserer Gemeinde, Karl und Gerhard Weinländer, die füttern morgens und abends", sagt der Gemeindepfarrer. Bauern, Futterunternehmen und Schrotmühle haben sich als Futter-Sponsoren gefunden.

Die Kinder und die Senioren der Gemeinde haben Futterrüben gesät, die im Oktober dann auf dem Speiseplan der Schweine stehen sollen, erläutert Christian Dellert: "Ich finde ja, Kinder sollen sehen und lernen, woher das Fleisch und die Wurst kommen."

"Lautstarke Minderheitenmeinung"

Das sehen die Peta-Aktivisten freilich anders. Sie sprechen von einem "makaberen" Vorhaben, den drei Schweinen zuerst Namen zu geben und dann "ihre Leichenteile als Preise wie auf einem Jahrmarkt zu verlosen".

Die öffentliche Peta-Kritik hat wohl auch zu den kritischen E-Mails an Pfarrer Dellert geführt. Er hält diese für eine "lautstarke Minderheitenmeinung", mit der die Menschen im Ort gut umgehen könnten. Mit Protesten der Tierschützer zum Fest am 8. November rechnet er nicht: "Wir sind mitten im schönen Nirgendwo - die kommen nicht zu uns."

Von Aschaffenburg bis Berchtesgarden gehören Millionen Menschen zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Obwohl es manche Gemeinden bereits seit der Reformationszeit gibt, wurde die Bayerische Landeskirche erst 1809 gegründet.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ( ELKB) hat mehr als 2 Millionen Gemeindeglieder (2.025.821; Stand 31.12.2024) in 1.525 Kirchengemeinden. Damit ist sie die drittgrößte der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Das Kirchengebiet ist nahezu deckungsgleich mit dem Bundesland Bayern.

Religion

via DOMRADIO.DE - Der gute Draht nach oben https://www.domradio.de/

July 23, 2025 at 11:45AM

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Drei Pfarrschweine für die Orgelsanierung / Tombola in bayerischer Gemeinde sorgt für Protest bei Tierschützern
Photos of the Week: Druze communities Alligator Alcatraz
Photos of the Week: Druze communities Alligator Alcatraz

Photos of the Week: Druze communities, Alligator Alcatraz

https://religionnews.com/2025/07/23/photos-of-the-week-druze-communities-alligator-alcatraz/

Photos of the Week: Druze communities, Alligator Alcatraz

By Kit Doyle · July 23, 2025

(RNS) — Each week RNS presents a gallery of photos of religious expression around the world. This week’s photo gallery includes Druze communities, praying the rosary at Alligator Alcatraz and more. Newlyweds Jamaica Agular, left, and Jade Rick Verdillo walk hand-in-hand during their wedding at the flooded Barasoain church in Malolos, Bulacan province, Philippines on Tuesday, July 22, 2025. (AP Photo/Aaron Favila) A devotee with steel tridents pierced through his cheeks as part of a ritual during an annual pilgrimage to the temple of Hindu goddess Sheetla Mata in Jammu, India, Sunday, July 20, 2025.(AP Photo/Channi Anand) Hindu worshippers of Lord Shiva, known as Kanwarias, pray after a holy dip in the Ganges river during a pilgrimage in Prayagraj, India, Sunday, July 20, 2025. (AP Photo/Rajesh Kumar Singh) Pilgrims attend a Mass celebrating the Feast of Our Lady of Mount Carmel at the namesake church in the Pétion-Ville neighborhood of Port-au-Prince, Haiti, on Wednesday, July 16, 2025. (AP Photo/Odelyn Joseph) Druze clerics take part in a gathering of minority religious leaders in Beirut, Lebanon, Friday, July 18, 2025, as they

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via RNS https://religionnews.com/

July 23, 2025 at 07:45PM

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Photos of the Week: Druze communities Alligator Alcatraz
Neuer Anfang bestürzt und bedrückt über Haltung von Bischof Bätzing zu Brosius-Gersdorf
Neuer Anfang bestürzt und bedrückt über Haltung von Bischof Bätzing zu Brosius-Gersdorf

Neuer Anfang „bestürzt und bedrückt“ über Haltung von Bischof Bätzing zu Brosius-Gersdorf

https://de.catholicnewsagency.com/news/20697/neuer-anfang-besturzt-und-bedruckt-uber-haltung-von-bischof-batzing-zu-brosius-gersdorf

Die Initiative Neuer Anfang hat sich „bestürzt und bedrückt“ gezeigt über die Haltung von Bischof Georg Bätzing zur Personalie Frauke Brosius-Gersdorf, die nach dem Willen der SPD, aber auch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Richterin am Bundesverfassungsgericht werden soll. Brosius-Gersdorf hat sich in der Vergangenheit fpr eine Aufweichung des Lebensschutzes ausgesprochen.

Die eigentlich für den 11. Juli vorgesehene Wahl von Brosius-Gersdorf wurde kurzfristig vertagt. In letzter Minute hatte sich abgezeichnet, dass eine relevante Zahl von Abgeordneten aus den Reihen von CDU und CSU auch wegen der Haltung der Juristin zum Lebensschutz nicht für sie stimmen würden.

Im Februar hatte Brosius-Gersdorf, die nach dem Willen der SPD Teil des Bundesverfassungsgerichts werden soll, bei einer Anhörung im Bundestag erklärt: „Meines Erachtens gibt es gute Gründe dafür, dass die Menschenwürdegarantie erst ab Geburt gilt.“

Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und Bischof von Limburg, hatte nach der vertagten Wahl im Bundestag gesagt: „Es geht hier um eine Personalfrage, und da, glaube ich, ist es nicht gut, dass wir uns als Bischöfe persönlich dazu positionieren.“

Nur vier Diözesanbischöfe – Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln) und die Bischöfe Helmut Dieser (Aachen), Stefan Oster SDB (Passau) und Rudolf Voderholzer (Regensburg) – hatten sich nachdrücklich gegen die Wahl von Personen ausgesprochen, welche die Menschenwürde ungeborener Personen in Frage stellen. Bätzing hingegen hatte geschwiegen.

Die Initiative Neuer Anfang erklärte am Dienstag in einem offenen Brief an den DBK-Vorsitzenden: „Dass Sie, Herr Bischof, als sakramental ermächtigter und gesendeter öffentlicher Zeuge des Evangeliums dazu das öffentliche Wort verweigern, bestürzt und bedrückt uns. Wir halten das für eine schwere Verletzung Ihrer Amtspflichten.“

„Wo es um die unantastbare Würde aller Menschen geht, ragt eine vorpositive Norm in die positive Rechtsetzung der Verfassung unseres Landes hinein“, führte die Initiative aus. „Deshalb ist eben nicht allein die Politik betroffen. Wer anders ist in der Pflicht, die ethischen Grundlagen unseres Gemeinwesens zu verteidigen, als die Kirche? Wer anders als die Kirche könnte für ihre Plausibilisierung kämpfen? Wer in der Gesellschaft hat sonst die Kraft, sich dauernd, hörbar und mit Argumenten in den Diskurs einzuschalten?“

„Frau Brosius-Gersdorf ist gewiss mit Mitteln angegriffen worden, die zu missbilligen sind“, räumte Neuer Anfang ein. „In der Sache aber, die sie vertritt, muss Debatte sein. Wo die unbedingte Geltung der Menschenwürde für alle Menschen in allen Stadien ihres Lebens strittig wird, muss gestritten werden. Und wo das höchste deutsche Gericht Gefahr läuft politisiert zu werden, muss man an die deutsche Geschichte vor 1945 erinnern. Das haben Ihre bischöflichen Mitbrüder getan, als sie sagten: ‚Es darf in Deutschland nie wieder Menschen zweiter Klasse geben!‘“

Bätzing sei durch seine Äußerungen „diesen Bischöfen in den Rücken gefallen“. Stattdessen hätte er ihnen „zur Seite stehen müssen“. Die Initiative Neuer Anfang, die sich ansonsten besonders zu Themen rund um den deutschen Synodalen Weg mit seinen drastischen Reformbestrebungen zu Wort meldet, forderte: „Korrigieren Sie Ihre Fehlhaltung! Zeigen Sie Flagge! Kämpfen Sie!“

Religion

via CNA Deutsch https://de.catholicnewsagency.com/

July 23, 2025 at 12:11PM

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Neuer Anfang bestürzt und bedrückt über Haltung von Bischof Bätzing zu Brosius-Gersdorf
Auf der anderen Seite des Schleiers?
Auf der anderen Seite des Schleiers?

Auf der anderen Seite des Schleiers?

https://www.feinschwarz.net/sexueller-missbrauch-ordensfrauen/

Die Dynamiken des sexuellen und spirituellen Missbrauchs an Ordensfrauen sind bisweilen hinter einem dichten Schleier des Nicht-Wissens oder Nicht-Wissen-Wollens verborgen. Magdalena Hürten und Judith König […]

Der Beitrag Auf der anderen Seite des Schleiers? erschien zuerst auf feinschwarz.net.

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via REL ::: feinschwarz.net https://www.feinschwarz.net/

July 23, 2025 at 12:02AM

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Auf der anderen Seite des Schleiers?
"Akribisch auf dieses Konzert vorbereitet" / Kirchenmusiker hofft auf Orgel-Aufschwung durch Anna Lapwood
"Akribisch auf dieses Konzert vorbereitet" / Kirchenmusiker hofft auf Orgel-Aufschwung durch Anna Lapwood

"Akribisch auf dieses Konzert vorbereitet" / Kirchenmusiker hofft auf Orgel-Aufschwung durch Anna Lapwood

https://www.domradio.de/artikel/kirchenmusiker-hofft-auf-orgel-aufschwung-durch-anna-lapwood

DOMRADIO.DE: Rund 12.000 Menschen wollten am Dienstag vergangene Woche in den Kölner Dom, um die britische Star-Organistin Anna Lapwood zu hören. Das dürfte eine Art Weltrekord für ein Orgelkonzert in einer Kirche gewesen sein. Haben Sie eine Erklärung, warum die gute alte Pfeifenorgel auf einmal so gefragt ist?

Dominik Axtmann (Orgelpädagoge und Konzertsolist, Schriftleiter der Fachzeitschrift für katholische Kirchenmusik "Musica sacra"): Alt ist natürlich relativ, wenn man über die Orgel spricht. Im Kölner Dom ist zum Beispiel die Langhaus-Orgel aus dem Jahr 1998 also gar nicht so alt. Aber das Instrument an sich ist natürlich alt, das gibt es schon seit der Antike.

Die Gründe für das Interesse sind, dass das Instrument faszinierend ist, sowohl in technischer als auch klanglicher Hinsicht und natürlich allein aufgrund der Standorte, also meist in Kirchen und Konzertsälen. Die üben ja meist von sich aus schon eine Faszination aus. Die Kombination aus allen Faktoren, Raum, Instrument, aber auch die Person Anna Lapwood mit ihren eher populären Programmen und natürlich der freie Eintritt, der ja vielerorts nicht selbstverständlich ist, haben dazu geführt, dass es zu diesem Ansturm gekommen ist.

DOMRADIO.DE: Die Domorgel im Kölner Dom hat mehr als 140 Register, und Anna Lapwood hat sie wirklich meisterhaft zum Klingen gebracht. Warum funktioniert Kirchenorgel und Filmmusik offenkundig so gut?

"Eigentlich kann man ab einer gewissen Größe auf einer modernen Orgel alles spielen."

Axtmann: Eigentlich kann man ab einer gewissen Größe auf einer modernen Orgel alles spielen. Also, auf einer Orgel funktioniert Klassik sehr gut, es funktioniert aber auch Pop und Rock, Musical, aber eben auch Filmmusik. Und Anna Lapwood hat ganz bewusst spezielle Scores ausgewählt, die für diese Orgel und für diesen Raum gut passen, die mehrheitsfähig sind, die aber auch verschiedenste klangliche Schattierungen ermöglichen, zudem auch die großen Überwältigungsmomente haben, durch den vollen Sound der Orgel. Das hat sie sehr geschickt gemacht, und das konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer natürlich dann auch so erfahren.

DOMRADIO.DE: Sie sind ein klassisch ausgebildeter Kirchenmusiker.  Wie sehen Sie denn persönlich die Kombination Filmmusik und Orgel? Ist das für Sie was Spannendes oder eher etwas, womit Sie nicht so viel mit anfangen können?

Axtmann: Ich sehe das ganz entspannt. Ich nutze eigentlich auch die gesamte Bandbreite der Musik, die man auf der jeweiligen Orgel spielen kann. Man muss natürlich bei urheberrechtlich geschützter Musik immer mit den entsprechenden Rechten aufpassen. Es ist unter Umständen mit Kosten verbunden.

Und es ist natürlich eine Frage, in welchem Rahmen man das spielt. Ist das ein Konzert, eine Orgelvorführung oder in der Liturgie? Aber grundsätzlich passt Filmmusik, die ja für dramatische Momente für Filme komponiert worden ist, sehr gut zu diesem Instrument.

DOMRADIO.DE: Man sah im Kölner Dom vor einer Woche die typischen Konzertgänger, aber auch Menschen, die man auch rein optisch eher nicht in einem Orgelkonzert vermuten würde. Bischöfe und Theologen sprechen ja sehr gern davon, dass die Kirche auch wieder missionarischer werden soll. War das ein Paradebeispiel dafür, wie man auch kirchenferne Menschen ansprechen kann oder war das gar zu niedrigschwellig?

"Was man Anna Lapwood nicht vorwerfen kann, ist, dass sie unseriös wäre. Sie kann im professionellen Sinne wirklich Orgel spielen."

Axtmann: Das war im Grunde schon ein Paradebeispiel, wie man auch kirchenferne Menschen ansprechen kann. Es war auch nicht niedrigschwellig, sondern es war ein seriöses Orgelkonzert. Denn was man Anna Lapwood nicht vorwerfen kann, ist, dass sie unseriös wäre.

Sie kann im professionellen Sinne wirklich Orgel spielen. Sie hat eine professionelle Ausbildung erfahren und sie hat sich, das konnte man ja ihren Social-Media-Kanälen auch entnehmen, wirklich akribisch auf dieses Konzert vorbereitet. Sie hat sich also nächtelang Zeit genommen und hat ihre Klang-Auswahl an das Instrument angepasst. Insofern sage ich, nein, das war nicht zu niedrigschwellig.

DOMRADIO.DE: Vor rund 10 Jahren wurde der deutsche Geiger David Garrett sehr populär mit seiner Crossover-Musik. Da hieß es, dass deswegen mehr Kinder angefangen hätten, Violine zu spielen. Wir hören ja immer wieder, dass es zu wenige Organistinnen und Organisten gibt, dass immer weniger Menschen Kirchenmusik studieren. Haben Sie die Hoffnung, dass Anna Lapwood bei jüngeren Menschen vielleicht jetzt das Interesse für die Orgel dauerhaft steigern kann?

Axtmann: Im besten Fall kann das tatsächlich passieren. Ich habe auch seit einigen Jahren die Erfahrung gemacht, dass Orgel wieder "cooler" wird, auch schon vor Anna Lapwood und zwar aufgrund von Social Media. Man kann dieses faszinierende, einzigartige Instrument, das ja das Instrument mit der größten Lautstärke und dem größten Tonumfang ist, natürlich wunderbar auf Social Media präsentieren, auch als Hobbymusiker.

Und das kann schon dazu führen, dass auch Kirchenferne, Kinder und Jugendliche sagen: Das ist ja eigentlich eine faszinierende Sache. Ich mache als Hobby etwas anderes, ich hätte gern die Macht und die Power über eine so gewaltige Maschine wie die Orgel. Und dann präsentiere ich das dann meinen Freunden, unter Umständen auch mit Musik, die sie von aktuellen Pop- oder Rockmusikern kennen.

DOMRADIO.DE: Die Kirchenchöre klagen ja generell über Mitgliederrückgang. Andererseits sind oft Kirchenkonzerte ziemlich gut besucht. Was können denn die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker aus dem Phänomen Anna Lapwood mitnehmen? Vielleicht auch mit Blick auf das eigene Engagement bei Social Media, weil da ist ja Anna Lapwood mit über eine Million Follower bei Instagram und mehr als eine Million Follower bei TikTok nun wirklich hervorragend.

Axtmann: Natürlich kann man sehr viel lernen. Die Selbstpräsentation ist wichtig geworden. Die Breite-Werbung ist wichtig geworden. Die örtliche Tageszeitung allein reicht natürlich nicht mehr aus und reine Konzertankündigungen auch nicht. Aber es ist spannend, vom Leben eines Organisten, einer Organistin zu erfahren.

"Die örtliche Tageszeitung allein reicht natürlich nicht mehr aus und reine Konzertankündigungen auch nicht."

Und wenn man das im Vorfeld präsentiert, so wie Anna Lapwood das tut, kann das auch auf einer anderen Ebene vor Ort oder auch als Hobbymusiker durchaus funktionieren. Also, man kann etwas von ihr lernen, aber natürlich ist der Arbeitsalltag eines Kirchenmusikers, einer Kirchenmusikerin dann doch auch noch mal stellenweise etwas unspektakulärer. Man muss also immer das Besondere herausstellen, um eine gewisse Reichweite auf Social Media zu erreichen.

Das Interview führte Mathias Peter.

Religion

via DOMRADIO.DE - Der gute Draht nach oben https://www.domradio.de/

July 23, 2025 at 05:58AM

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"Akribisch auf dieses Konzert vorbereitet" / Kirchenmusiker hofft auf Orgel-Aufschwung durch Anna Lapwood
(S) Erzbistum Köln: Immer Konflikt mit Kardinal Woelki
(S) Erzbistum Köln: Immer Konflikt mit Kardinal Woelki

(S+) Erzbistum Köln: Immer Konflikt mit Kardinal Woelki

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/erzbistum-koeln-immer-konflikt-mit-kardinal-woelki-a-047cae07-1926-453a-9453-0e50ea35d968

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via DER SPIEGEL

July 23, 2025 at 04:10AM

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(S) Erzbistum Köln: Immer Konflikt mit Kardinal Woelki
"Trauma in dieser Diözese" / Limburgs Bischof Bätzing blickt auf seinen Vorgänger
"Trauma in dieser Diözese" / Limburgs Bischof Bätzing blickt auf seinen Vorgänger

"Trauma in dieser Diözese" / Limburgs Bischof Bätzing blickt auf seinen Vorgänger

https://www.domradio.de/artikel/limburgs-bischof-baetzing-blickt-auf-seinen-vorgaenger

Für den katholischen Limburger Bischof Georg Bätzing war seine Nachfolge von Franz-Peter Tebartz-van Elst eine große Herausforderung. Als Bätzing 2016 das Amt in Limburg übernahm, dachte er: "Das ist mehr als Du kannst", wie er am Dienstag dem rbb-Inforadio sagte. "Es gibt nach wie vor ein Trauma in dieser Diözese: Das ist das gestörte Vertrauensverhältnis zwischen Bischof und dem Volk Gottes."

Bätzing sei schnell klar gewesen, dass er die Leute wieder zurückgewinnen müsse. "Ich muss ihnen vermitteln: Ich bin einer von Euch und stehe nicht neben oder über Euch", so der Bischof. Das sei auch gelungen, da ihm viele Limburger das Vertrauen geschenkt hätten - "und das ist das absolute Kapital für meinen Beruf". Die Menschen würden mit dem Bischof einen guten Weg gehen wollen, das sei in Limburg nicht anders als andernorts.

Kirche kann Menschen Halt anbieten

Ferner beobachte Bätzing, der auch Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz ist, eine Abnahme von institutionalisierter, klar formierter Religiosität in der Gesellschaft. Dieses Phänomen liege darin begründet, dass die Menschen "noch nie so frei waren wie heute". Dass die Menschen ihr Leben komplett in der Hand hätten und frei gestalten können, "hat es so, glaube ich, in einer langen zeitlichen Phase noch nie gegeben", sagte Bätzing. "Und dafür bin ich sehr, sehr dankbar".

Jedoch sei der Preis für diese Individualisierung ein Stück Heimatlosigkeit: "Religion gibt Heimat, Sicherheit und Orientierung. Wer sie aufgibt, für den wird es anstrengender, in seinem eigenen Leben Orientierung zu finden." Die Familie sei ein Ort, wo Menschen Halt finden könnten. Das könnten größere Modelle, die familiär gebildet sind - wie die Kirche - anbieten. Bätzing betont, dass auch Politiker Orientierung suchten und diese von Vertretern der Kirche erwarteten. "Wir sind eine Lobbygruppe. Wir werden in Gesetzgebungsverfahren gehört, können Stellung nehmen", so Bätzing. "Wir können helfen, den Einzelnen in ihrer Verantwortung ein Stück Orientierung zu geben. Und das möchte ich auch gerne persönlich tun."

Das 1827 gegründete Bistum Limburg gehört zu den jüngeren unter den 27 deutschen Diözesen. In seinem Gebiet leben rund 2,4 Millionen Menschen, 501.450 davon sind katholisch. Das Bistum gliedert sich in 47 Pfarreien.

Das Bistum misst 6.181 Quadratkilometer und erstreckt sich größtenteils auf Hessen, zu einem kleinen Teil auf Rheinland-Pfalz. Zur ihm gehören die Wirtschafts- und Bankenmetropole Frankfurt sowie die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden ebenso wie ländliche Regionen im Rheingau, Taunus, Westerwald und nördlich von Wetzlar.

Religion

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July 22, 2025 at 04:19PM

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"Trauma in dieser Diözese" / Limburgs Bischof Bätzing blickt auf seinen Vorgänger
"Ohne Scheuklappen auf die Tradition schauen" / Warum Maria Magdalena ein Rollenvorbild für Katholikinnen ist
"Ohne Scheuklappen auf die Tradition schauen" / Warum Maria Magdalena ein Rollenvorbild für Katholikinnen ist

"Ohne Scheuklappen auf die Tradition schauen" / Warum Maria Magdalena ein Rollenvorbild für Katholikinnen ist

https://www.domradio.de/artikel/warum-maria-magdalena-ein-rollenvorbild-fuer-katholikinnen-ist

DOMRADIO.DE: Wer war Maria aus dem Hafenort Magdala?

Dorothee Sandherr-Klemp (Geistliche Beirätin im Katholischen Deutschen Frauenbund): Vorneweg ist zu sagen, dass das Interesse an dieser Frau sehr groß war. Denn alle vier Evangelisten haben von ihr berichtet. Diese Tatsache zeigt, dass sie eine herausragende Bedeutung hat und das in der deutlich patriarchal geprägten Umwelt.

Maria von Magdala stammt, wie der Name schon sagt, wahrscheinlich aus Magdala oder dem damaligen Migdal. Das war ein Zentrum der Fischerei am Nordwestufer des Sees Genezareth. Dort lebte Maria, die dann die spätere Glaubenszeugin und Osterbotin wurde.

In der damaligen Zeit, wie auch in der Bibel, wurden Frauen über ihre Ehemänner oder Söhne definiert. Bei Maria Magdalena ist das nicht der Fall. Wir können schlussfolgern, dass Maria Magdalena eine selbst bestimmte Frau und vermutlich erfolgreiche Unternehmerin im Kontext der lokalen Fischerei war.

Denn Magdala lag an einer bedeutsamen Handelsroute und es wurden zum Beispiel auch Tongefäße zur Haltbarmachung der Fische in großem Stil hergestellt. Man könnte sagen, dass es dort eine Zulieferindustrie zur Fischerei gab. Aus dieser unternehmenden Geschäftsfrau wurde die glaubensstarke, treue und herausragende Jüngerin Jesu.

"Fake News sind stark. Es bleibt immer etwas hängen, gerade wenn es politisch oder kirchenpolitisch gewollt ist."

DOMRADIO.DE: Im Laufe der Jahrhunderte ist sie allerdings umgedeutet worden. Aus der ersten Zeugin der Auferstehung wurde die Sünderin und Büßerin. Wie konnte das passieren?

Sandherr-Klemp: Das ist ein früher Fall von Fake News. Im biblischen Befund ist nichts von Sünderin, nichts von Büßerin, nichts von Ehebruch oder Prostitution und Schande zu lesen. Es stellt sich die Frage, warum wir in Kirchen und Museen Abbildungen finden, die Maria Magdalena als attraktive Sünderin, als leicht geschürzte Büßerin, als gefallenes Mädchen in devoter Haltung zeigen? Warum haftet ihr dieses Anrüchige an? Warum diese Erotisierung und somit Abwertung und Entmächtigung?

Ich denke, das hat auch den Charakter eines Krimis. Im Krimi wird stets gefragt: Cui bono? - Wem nützt es? Wer hat Interesse daran? Eine Frau als Verkünderin, als "Apostola Apostolorum", das war mit der Ausbildung und Verfestigung der zunehmend ausschließlich Männern vorbehaltenen Ämtern nicht mehr vereinbar, nicht mehr erwünscht.

Kirchenlehrer wie zum Beispiel Gregor der Große haben diesen Prozess der biblisch völlig haltlosen Verschmelzung der Osterbotin mit der Gestalt der namenlosen Sünderin und der ebenfalls namenlosen Ehebrecherin entscheidend vorangetrieben. Das wurde wirkmächtig. Fake News sind stark. Es bleibt immer etwas hängen, gerade wenn es politisch oder kirchenpolitisch gewollt ist.

"Das war ein Paukenschlag, aber ich fürchte er ist weitgehend folgenlos verhallt."

DOMRADIO.DE: Papst Franziskus hat Maria Magdalena 2016 offiziell als Apostelin der Apostel anerkannt. Würden Sie sie seitdem als rehabilitiert in der katholischen Kirche ansehen?

Sandherr-Klemp: Das war sicher etwas Gewichtiges. Das war ein Paukenschlag. Aber ich fürchte, er ist weitgehend folgenlos verhallt. Maria Magdalena hat die liturgische Gleichstellung mit den Aposteln erfahren. Das ist in einer patriarchal strukturierten Kirche eine große Sache.

Ich finde aber, dass wir wenig Widerhall wie auch wenig starke, ermutigende Predigten dazu gehört haben. Vielleicht war diese Botschaft einer Frau als Verkündigerin, als Apostola Apostolorum, den Aposteln gleichgestellt, nicht wirklich willkommen.

Im römischen Begleitschreiben zu der Erhöhung hieß es damals wörtlich, dass Maria Magdalena mit dem Fest des 22. Juli geehrt wird "wie die übrigen Apostel". Das ist in einer Kirche, in der Frauen auch im 21. Jahrhundert noch nicht einmal das Recht haben zu predigen, bemerkenswert. Das darf nicht folgenlos bleiben.

"Welchen Anstoß und welche Argumente bedarf es noch, um Frauen nicht länger auszuschließen?"

DOMRADIO.DE: Welche Bedeutung hat Maria Magdalena heute, vor allem für Christinnen und vielleicht besonders für Katholikinnen?

Sandherr-Klemp: Zunächst, uns Katholikinnen und Christinnen vom Katholischen Deutschen Frauenbund ist es ein Anliegen, dass Fake News über Maria Magdalena nicht das letzte Wort behalten sollen. Dafür setzen wir uns ein. Die biblische Wahrheit soll ans Licht kommen.

Es ist nicht so, dass wir ein kirchliches Überangebot an christlichen Rollenvorbildern haben. Maria Magdalena, der treuen und glaubensstarken Jüngerin Jesu, einer Frau, wurde die Osterbotschaft, die gute Nachricht, die frohe Botschaft - auf griechisch das Evangelium - anvertraut. Das hat Bedeutung und das muss endlich ernst genommen werden.

Denn wenn wir die Bibel ernst nehmen, dann hat Gott selbst Maria von Magdala zur Erstzeugin der Auferstehung gemacht. Er hat sie als ersten Menschen berufen, das Evangelium in die Welt zu tragen. Welchen Anstoßes und welcher Argumente bedarf es noch, um Frauen nicht länger auszuschließen? Das ist es, was wir von ihr lernen können.

"Es ist gut, neu auf die biblische Überlieferung zu schauen."

DOMRADIO.DE: Ist ea auch das, was die Kirche insgesamt am Beispiel der Maria von Magdala lernen sollte?

Sandherr-Klemp: Ja, ich glaube, dass es gut ist, neu auf die biblische Überlieferung zu schauen. Das gilt für Maria Magdalena und über sie hinaus. Die Bibel ist im historischen Kontext des Patriarchats entstanden. In einer Zeit in der Frauen zum Beispiel kein Zeugnisrecht hatten.

Wenn die Erinnerung an sie trotzdem so stark und so vital war, dass alle vier Evangelisten von ihr berichten, dann muss die Bedeutung dieser Maria Magdalena auch in der jungen Christengemeinde sehr groß gewesen sein. Deswegen ist mein Wunsch, mein Gedanke und meine Hoffnung, dass wir ohne Scheuklappen auf diese Tradition schauen.

Denn Tradition ist nicht nur das 19. Jahrhundert. Tradition ist auch und gerade die Geschichte der jungen Christengemeinde, in der Frauen in der Aufbauphase eine bedeutsame Rolle hatten.

Das Interview führte Hilde Regeniter.

Maria hat ihren Beinamen wohl nach ihrem Heimatort Magdala, dem heutigen Migdal in Israel. Maria schloss sich Jesus als Jüngerin an, nachdem der sie von Besessenheit befreit hatte (Lukasevangelium 8, 2). Der Jüngerkreis Jesu war größer als die bekannten zwölf Männer und umfasste auch Frauen, unter denen Maria offenbar eine besondere Stellung hatte, denn die Listen der Frauen im Neuen Testament werden stets von ihr angeführt.

Religion

via DOMRADIO.DE - Der gute Draht nach oben https://www.domradio.de/

July 22, 2025 at 04:41PM

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"Ohne Scheuklappen auf die Tradition schauen" / Warum Maria Magdalena ein Rollenvorbild für Katholikinnen ist
Mac DeMarco Gets a Little Spiritual in New Song Holy
Mac DeMarco Gets a Little Spiritual in New Song Holy

Mac DeMarco Gets a Little Spiritual in New Song, ‘Holy’

https://relevantmagazine.com/culture/music/mac-demarco-gets-a-little-spiritual-in-new-song-holy/

Indie singer-songwriter Mac DeMarco has dropped, “Holy,” the second single from his upcoming album, Guitar.

In the music video, DeMarco walks around a garden while eating an apple and singing about blessings and curses. It’s not clear if DeMarco is intentionally trying to make a reference to Genesis, or if it’s all a happy accident. Either way, we’re intrigued by where he’ll go next when Guitar drops on August 22.

“I think Guitar is as close to a true representation of where I’m at in my life today as I can manage to put to paper,” DeMarco previously said of the album. “I’m happy to share this music, and look forward to playing these songs as many places as I’m able.”

 

Religion

via REL ::: RELEVANT http://www.relevantmagazine.com/rss/relevantmagazine.xml

July 22, 2025 at 06:59PM

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Mac DeMarco Gets a Little Spiritual in New Song Holy
Why Are More Men Going Back to Church in 2025?
Why Are More Men Going Back to Church in 2025?

Why Are More Men Going Back to Church in 2025?

https://relevantmagazine.com/faith/church/why-are-more-men-going-back-to-church-in-2025/

For years, the narrative around Gen Z and faith has been one of decline. But a closer look at new data from Barna Group and the American Bible Society reveals something unexpected: Gen Z men are now more religiously engaged than their female peers—and they’re driving a quiet resurgence in church participation.

Barna’s State of the Church 2025 report shows that commitment to Jesus among Gen Z men has risen sharply in recent years, increasing from 52% in 2019 to 67% in 2025. Weekly church attendance has also favored young men since 2022, reversing a decades-long pattern in which women were more likely to attend church regularly.

This shift extends to other areas of spiritual practice as well. According to the American Bible Society’s latest State of the Bible report, Bible use among men increased 19% from 2024 to 2025, narrowing the historic gender gap in Scripture engagement.

David Kinnaman, CEO of Barna Group, called the trend “the clearest indication of spiritual renewal in the U.S. in more than a decade,” noting that this is the first time Barna has recorded such sustained spiritual interest being led by younger generations.

“This generation has been shaped by uncertainty,” he said. “They’re asking deep questions about purpose, identity, community. And some are finding those answers in faith.”

What’s drawing young men back to church appears to be more existential than institutional. Researchers point to a broader social context: Gen Z men are reporting higher levels of disconnection, isolation, and uncertainty about their futures. Many struggle with dating, forming friendships, or finding stable paths toward adulthood. For some, the church offers a sense of stability, belonging, and clarity that’s difficult to find elsewhere.

According to Kinnaman, much of the interest in Jesus among Gen Z men is happening outside traditional Christian identity.

“We’re seeing interest in Jesus growing among those who do not otherwise describe themselves as Christians,” he said. “Many of the new followers of Jesus are not just recycled believers. They’re encountering faith as something new.”

At the same time, young women—who historically formed the backbone of many church communities—are increasingly stepping away. The Survey Center on American Life reports that 54% of Gen Z adults who left their formative religion are women, compared to 46% who are men. That imbalance could present challenges for churches hoping to sustain the current momentum.

Researchers note that while many young men are turning to church now, their continued engagement may depend in part on whether they find meaningful community there. Historically, churches have often struggled to offer spaces where men feel emotionally supported and relationally connected. If those needs go unmet, there’s a risk that this surge in participation will be short-lived.

Some churches are responding by creating ministries designed to help young men grow holistically—not only in their knowledge of Scripture but in their emotional intelligence, leadership, and relational maturity. Others are investing in mentorship programs, internships, and discipleship tracks aimed at forming stronger spiritual habits and a deeper understanding of Christian identity.

There is also growing awareness that creating healthy, welcoming environments for women is essential to maintaining balanced, sustainable church communities. If young men are returning to church in search of purpose and connection, but young women don’t feel equally seen or valued, the relational ecosystem that supports growth and belonging may begin to fray.

“This is a really important moment for us to stop and pay attention,” Kinnaman said. “This is the first time—maybe ever—that women are not starting with a head start in their spiritual journeys. And we need to ask why.”

Church leaders are watching the trend closely. While the data signals renewed spiritual openness among young men, the long-term impact is still uncertain. If churches are able to meet this generation’s hunger for meaning with authentic community and substantive discipleship, some believe it could mark the beginning of a larger shift in religious engagement among Gen Z.

“Gen Z is asking the right questions,” says Levi Lusko, pastor of Fresh Life Church. “They’re holding leaders accountable. They’re pushing for integrity. They’re not settling for a watered-down version of faith. That means they care.”

Others remain more cautious, pointing out that while stated commitment to Jesus has risen, overall church attendance and self-identification as Christian are still below pre-pandemic levels. The path ahead will depend on how churches respond—not just to the numbers, but to the underlying needs those numbers reflect.

“The question isn’t whether Gen Z is interested in Jesus,” Kinnman said. “It’s whether the church is prepared to disciple them in a way that is emotionally intelligent, culturally responsive, and deeply rooted in Scripture.”

Whether this signals a lasting revival or a temporary spike, one thing is clear: Gen Z men are showing up. What happens next depends largely on how the church shows up in return.

Religion

via REL ::: RELEVANT http://www.relevantmagazine.com/rss/relevantmagazine.xml

July 22, 2025 at 03:48PM

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Why Are More Men Going Back to Church in 2025?
Schlussdokument der Weltsynode als Broschüre erschienen
Schlussdokument der Weltsynode als Broschüre erschienen

Schlussdokument der Weltsynode als Broschüre erschienen

https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/schlussdokument-der-weltsynode-als-broschuere-erschienen

Das Schlussdokument der XVI. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode, die am 27. Oktober 2024 im Vatikan beendet wurde, ist jetzt als gedruckte Borschüre mit dem Titel Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung in der Reihe „Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls“ des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz erschienen. Neben dem Dokument finden sich darin auch zwei Ansprachen von Papst Franziskus und dessen Note vom 24. November 2024, die das Schlussdokument als Teil des Ordentlichen Lehramtes erklärt.

Das Schlussdokument der Weltsynode ist der Referenzrahmen für den weiteren synodalen Prozess weltweit, der bis 2028 vorgesehen ist. Am 7. Juli 2025 hat das Generalsekretariat der Synode in Rom die Skizze für den weiteren Weg veröffentlicht. Alle Dokumente und viele weitere Informationen zum synodalen Prozess finden sich unter www.dbk.de auf der Themenseite Bischofssynode Synodale Kirche 2021–2018.

Hinweis:

Das Schlussdokument der XVI. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung (Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls Nr. 244) kann in der Rubrik Publikationen als Broschüre bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Religion

via DBK: Aktuelle Meldungen https://www.dbk.de

July 22, 2025 at 12:05PM

·dbk.de·
Schlussdokument der Weltsynode als Broschüre erschienen
D: Schlussdokument der Weltsynode als Broschüre erhältlich
D: Schlussdokument der Weltsynode als Broschüre erhältlich

D: Schlussdokument der Weltsynode als Broschüre erhältlich

https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2025-07/deutschland-schlussdokument-weltsynode-broschuere-erhaeltlich.html

Das Schlussdokument der XVI. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode, die Ende Oktober 2024 im Vatikan stattfand, ist nun als gedruckte Broschüre unter dem Titel „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“ erhältlich. Die Publikation, herausgegeben vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, enthält zudem relevante Ansprachen und eine Note von Papst Franziskus.

Das Vatikanpapier zur Umsetzung der Ergebnisse des weltweiten synodalen Prozesses gibt es jetzt auch auf Deutsch.

Das Abschlussdokument der Weltsynode dient als Referenzrahmen für den weltweiten synodalen Prozess, der bis ins Jahr 2028 geplant ist. Die Broschüre ist in der Reihe „Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls“ erschienen. Neben dem Hauptdokument sind darin zwei Ansprachen von Papst Franziskus sowie dessen Note vom 24. November 2024 enthalten, welche das Schlussdokument als Teil des Ordentlichen Lehramtes definiert.

Das Generalsekretariat der Synode in Rom hatte am 7. Juli 2025 eine Skizze für den weiteren Verlauf des synodalen Prozesses veröffentlicht. Zusätzliche Informationen und alle relevanten Dokumente zum synodalen Prozess sind im entsprechenden Dossier auf der Webseite der Deutschen Bischofskonferenz, www.dbk.de, abrufbar.

Ergänzend dazu kann die Arbeitshilfe „Einfach christlich? – Ein Gestaltungsauftrag für katholische Einrichtungen“ (Arbeitshilfe Nr. 345) ebenfalls auf www.dbk.de im Bereich „Publikationen“ als Broschüre bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

(pm - mg)

Religion

via Vatican News - Deutsch https://www.vaticannews.va/de.html

July 22, 2025 at 12:44PM

·vaticannews.va·
D: Schlussdokument der Weltsynode als Broschüre erhältlich