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Chorfestival: Im Chor kann keiner alleine singen!
Chorfestival: Im Chor kann keiner alleine singen!

Chorfestival: „Im Chor kann keiner alleine singen!“

https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2025-07/lehmann-dronke-streitend-kann-man-nicht-singen.html

„All unsere Erwartungen wurden übertroffen“: So das Fazit von Pueri-Cantores-Präsidentin Elisabeth Lehmann-Dronke zu dem Pueri-Cantores-Festival. Tausende junge Sängerinnen und Sänger aus aller Welt waren dafür vom 16. bis zum 20 Juli nach München angereist.

„Es waren ganz wunderbare Tage“, so Lehmann-Dronke. „Kinder aus der ganzen Welt sind gemeinschaftlich zusammengekommen und haben für den Frieden in der Welt gebetet, gesungen und sich in Freude in einer Party-Stimmung begegnet.“

Gemeinsam für den Frieden

Ein diesbezügliches Highlight war das gemeinsame Friedensgebet auf dem Gelände des KZ Dachau. Dort hätten viele Religionen, viele Kulturen gemeinsam für den Frieden in der Welt gebetet und gesungen.

Während der gesamten Zeit erlebten die Kinder die friedenstiftende Kraft gemeinsamen Singens. „Ich würde sagen, streitend kann man nicht singen. Man kann nur friedlich singen.“ Gesang schaffe Frieden bei den jungen Menschen und auch in der Gesellschaft, so die Präsidentin.

Gemeinschaft und Willkommenskultur

Bereits vor dem Festival gab es für die Präsidentin schon einige Höhepunkte. Dabei denke sie vor allem an das gelungene Miteinander der Chöre in vielen kleineren Vortreffen, sogenannten Pre-Festivals, in ganz Deutschland.

Auch die herzliche Gastfreundschaft, die gegenüber den zwölf im Vorfeld angereisten, ausländischen Chören geübt wurde, war für sie ein Highlight.

Gemeinsam sei man dann, ähnlich wie zu Weltjugendtagen weihfahrtsmäßig auf den Weg nach München gegangen. Dort angekommen, gab es am Abend erst einmal eine große Eröffnungsveranstaltung. Dabei wurde jeder Chor mit der Fahne seines Landes begrüßt. Jeder Jugendliche sollte sich dadurch angenommen fühlen und wissen, dass er hier als Teil dieser weltweiten Gemeinschaft der Pueri Cantores, herzlich willkommen sei.

Vielfalt kennenlernen und feiern

Zum Abschluss des Festivals wurde nochmals die kulturelle Vielfalt durch ein sogenanntes Fest der Kulturen gefeiert. Dieses entwickelte sich im Verlauf zu einer großen internationalen Chorparty. „Da tanzten Kinder und Jugendliche auf dem Marienplatz von einer Big Band begleitet. Das war wunderbar. Da war eine große Freude in dieser Internationalität“, erzählte Lehmann-Dronke begeistert.

Zur Förderung des chorübergreifenden Austauschs hatte eine Jugend AG innerhalb der Pueri Cantores im Vorfeld ein Sammelkartenprojekt entworfen. Dabei war der spielerische Auftrag, bis zum Ende des Festivals von allen anderen anwesenden Chören eine entsprechende Karte zu bekommen. Auf dieser war ein Foto des Chores und weitere Informationen zu ihm abgedruckt, so z.B. wie viele Teilnehmer er hat, wer ihn leitet und woher er kommt.

Hintergrund

Der Deutsche Chorverband PUERI CANTORES versteht sich als erster Ansprechpartner für die musikalische Persönlichkeits- und Glaubensbildung junger Menschen. Er fördert Austausch, Begegnungen und Partnerschaften zwischen Chören, ihren Leitern sowie den Sängerinnen und Sängern auf diözesaner, nationaler und internationaler Ebene. Außerdem engagiert sich der Deutsche Chorverband mit seinen Mitgliedschören für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt und sucht dabei die Partnerschaft mit anderen Verbänden und Institutionen.

(domradio - rva)

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via Vatican News - Deutsch https://www.vaticannews.va/de.html

July 22, 2025 at 01:58PM

·vaticannews.va·
Chorfestival: Im Chor kann keiner alleine singen!
Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Arbeitshilfe zum neuen kirchlichen Arbeitsrecht
Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Arbeitshilfe zum neuen kirchlichen Arbeitsrecht

Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Arbeitshilfe zum neuen kirchlichen Arbeitsrecht

https://de.catholicnewsagency.com/news/20687/deutsche-bischofskonferenz-veroffentlicht-arbeitshilfe-zum-neuen-kirchlichen-arbeitsrecht

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat am Montag eine Arbeitshilfe zum neuen kirchlichen Arbeitsrecht veröffentlicht. Die Grundordnung des kirchlichen Dienstes war Ende 2022 offiziell verabschiedet worden und wurde in der Folge in den Bistümern umgesetzt.

Die DBK teilte zur Veröffentlichung der Arbeitshilfe mit: „Die Arbeitshilfe versteht sich nicht als Vorgabe, sondern als Einladung und Ermutigung, Bewährtes zu reflektieren, Neues zu entdecken und als Dienstgemeinschaft zusammen ein christliches Profil zu entwickeln. Auf rund 80 Seiten werden Theorie, Praxis und mehr als 70 konkrete Beispiele aus dem vielfältigen Spektrum von Kirche und verbandlicher Caritas entfaltet.“

Bischof Georg Bätzing von Limburg, der DBK-Vorsitzende, betonte in seinem Vorwort zur Arbeitshilfe, im neuen Arbeitsrecht „steht der christliche Charakter der Einrichtung im Mittelpunkt. Dieser Ansatz bietet die Chance, das christliche Selbstverständnis in den vielfältigen Einrichtungen und Diensten der Kirche zu gestalten.“

„Dieser neue Anspruch nimmt in erster Linie Träger und Führungskräfte in die Verantwortung, die christliche Identität einer Einrichtung weiterzuentwickeln und zu stärken“, so Bätzing. „Dieses Vorhaben ist in der heutigen Zeit ambitioniert. Schließlich sind im Bereich der katholischen Kirche und ihrer caritativen Träger etwa 797.000 Menschen haupt- und etwa 600.000 Menschen ehrenamtlich tätig.“

„In einer pluralen Gesellschaft sind Dienste und Einrichtungen der Kirche aufgefordert, ihr christliches Selbstverständnis und ihren kirchlichen Auftrag nachvollziehbar darzulegen“, stellte der DBK-Vorsitzende klar. „Die Verschiedenartigkeit unserer Einrichtungen bedingt, dass es unterschiedliche Wege gibt, den christlichen Dienst überzeugend zu gestalten.“

Die Arbeitshilfe wolle „Anregungen und Hinweise geben, wie entsprechende Prozesse in den verschiedenen kirchlichen Einrichtungen und Diensten zu fördern, weiterzuentwickeln oder gegebenenfalls sogar neu anzulegen sind. Sie soll als Hilfestellung und Denkanstoß dienen.“

Laut neuem Arbeitsrecht spielt die private Lebensgestaltung – etwa zivile Wiederheirat oder eine gleichgeschlechtliche Beziehung – in ihrem Kernbereich für das Arbeitsverhältnis keine Rolle mehr. Die deutschen Bischöfe hatten das Arbeitsrecht im Jahr 2022 gemeinsam verabschiedet. Jeder Bischof muss es aber selbst für sein Bistum umsetzen.

In der „Grundordnung des kirchlichen Dienstes“ heißt es: „Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen ist eine Bereicherung. Alle Mitarbeitenden können unabhängig von ihren konkreten Aufgaben, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihres Alters, ihrer Behinderung, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Identität und ihrer Lebensform Repräsentantinnen und Repräsentanten der unbedingten Liebe Gottes und damit einer den Menschen dienenden Kirche sein.“

Voraussetzung für alle Mitarbeiter sei grundsätzlich lediglich „eine positive Grundhaltung und Offenheit gegenüber der Botschaft des Evangeliums und die Bereitschaft, den christlichen Charakter der Einrichtung zu achten und dazu beizutragen, ihn im eigenen Aufgabenfeld zur Geltung zu bringen“.

Für pastorale und katechetische Aufgaben gelte, dass sie „nur Personen übertragen werden“ können, „die der katholischen Kirche angehören“.

„Außerdienstliches Verhalten“ sei „rechtlich nur bedeutsam, wenn es öffentlich wahrnehmbar ist, grundlegende Werte der katholischen Kirche verletzt und dadurch deren Glaubwürdigkeit beeinträchtigt wird“.

Unklar bleibt in der „Grundordnung“, wie etwa eine zivile Wiederheirat, die von der Kirche nicht als Ehe anerkannt wird, die „Glaubwürdigkeit“ der Kirche beeinträchtigt. Laut neuem Arbeitsrecht gilt jedenfalls klar: „Der Kernbereich privater Lebensgestaltung, insbesondere Beziehungsleben und Intimsphäre, bleibt rechtlichen Bewertungen entzogen.“

„Kirchenfeindliche Betätigungen“ werden als Grund beschrieben, das Dienstverhältnis zu beenden. Zu derartigen Betätigungen zähle etwa „das öffentliche Eintreten gegen tragende Grundsätze der katholischen Kirche (z.B. die Propagierung der Abtreibung oder von Fremdenhass), die Herabwürdigung von katholischen Glaubensinhalten, Riten oder Gebräuchen“ oder „die Propagierung von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen, die im Widerspruch zu katholischen Glaubensinhalten stehen, während der Arbeitszeit oder im dienstlichen Zusammenhang, auch die Werbung für andere Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften“.

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via CNA Deutsch https://de.catholicnewsagency.com/

July 22, 2025 at 02:02PM

·de.catholicnewsagency.com·
Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Arbeitshilfe zum neuen kirchlichen Arbeitsrecht
"Im Chor kann keiner alleine singen" / Pueri-Cantores-Präsidentin zieht positives Fazit des Chorfestivals
"Im Chor kann keiner alleine singen" / Pueri-Cantores-Präsidentin zieht positives Fazit des Chorfestivals

"Im Chor kann keiner alleine singen" / Pueri-Cantores-Präsidentin zieht positives Fazit des Chorfestivals

https://www.domradio.de/artikel/pueri-cantores-praesidentin-zieht-positives-fazit-des-chorfestivals

DOMRADIO.DE: War das große gemeinsame Singfest in München in ein Erfolg?

Elisabeth Lehmann-Dronke (Präsidentin des Deutschen Chorverbandes Pueri Cantores): Für mich war es ein voller Erfolg. Das, was wir uns versprochen haben, ist passiert: Kinder aus der ganzen Welt sind gemeinschaftlich zusammengekommen und haben für den Frieden in der Welt gebetet, gesungen und sich in Freude in einer Party-Stimmung begegnet. Genau das ist eingetroffen. All unsere Erwartungen wurden sogar übertroffen. Es waren ganz wunderbare Tage.

"Vor dem Festival gab es schon Höhepunkte."

DOMRADIO.DE: Was waren denn aus ihrer Sicht die Höhepunkte?

Lehmann-Dronke: Es gab verschiedene Höhepunkte. Vor dem Festival gab es schon Höhepunkte, weil es für mich ein Meilenstein war auf dem Weg zu diesem gelungenen Miteinander der Chöre. Es gab Pre-Festivals. Das waren kleinere Vortreffen an ganz verschiedenen Orten in Deutschland.

Zwölf ausländische Chöre sind im Vorfeld angereist und haben deutsche Gastgeber erlebt, waren in verschiedenen Regionen und haben Gastfreundschaft erleben können. Auch deutsche Chöre sind sich untereinander begegnet. Man ist ähnlich zu den Weltjugendtagen gemeinsam weihfahrtsmäßig auf den Weg nach München gegangen.

Diese Pre-Festivals waren ein großer Schlüssel zu diesem Erfolg. Die Begegnung der verschiedenen Kulturen vor dem Treffen in München war für mich ein großer Schlüssel.

DOMRADIO.DE: Sie haben es geschafft, die unterschiedlichen Chöre miteinander in Kontakt zu bringen. Wie gelingt das?

Lehmann-Dronke: Es gibt eine große Eröffnungsveranstaltung am Abend, wenn die Chöre in München angereist sind. Dort wird jede Nation einzeln begrüßt mit der Fahne des Landes. Damit ist jeder Jugendliche angekommen und weiß, ich bin mit meinem Land hier vertreten. München freut sich auf uns. Wir sind herzlich willkommen.

Diese große Willkommenskultur haben wir in München erleben können. Jeder Jugendliche - egal woher er kam, ob aus einem kleinen Chor aus Panama oder aus einem großen Chor aus Deutschland - alle wussten, dass sie herzlich willkommen sind. Sie wussten, dass sie ihre Heimat in dieser Gemeinschaft der Pueri Cantores, der singenden Kinder und Jugendlichen innerhalb der katholischen Kirche haben. Das war ganz wunderbar.

"Streitend kann man nicht singen."

DOMRADIO.DE: Sie betonen die Gemeinschaft. Warum ist das gerade für Kinder und Jugendliche heute so wichtig, zusammen zu singen, zusammen aufzutreten und mit anderen zusammenzuklingen?

Lehmann-Dronke: Es gibt nichts Schöneres, was zum Frieden beitragen kann, wie wenn Menschen zusammen singen. Ich würde sagen, streitend kann man nicht singen. Man kann nur friedlich singen. Gesang schafft Frieden bei den jungen Menschen. Das ist das Wichtige.

Ein Highlight war ein gemeinsames Friedensgebet auf dem Gelände des KZ Dachau. Dort haben viele Religionen, viele Kulturen miteinander für den Frieden in der Welt gebetet und gesungen. Das sind deutliche Zeugnisse. Musik kann Frieden schaffen zwischen zwei Personen, wenn sie gemeinsam singen.

Im Chor kann keiner alleine singen. Ein Chorklang braucht viele Sänger, die auf den anderen hören, um gemeinsam eine wirklich wunderbare Musik entstehen zu lassen. Das fördert ein friedvolles Miteinander in der ganzen Gesellschaft. Gesang kann eine Grundlage sein.

"Das war für mich ein deutliches Zeichen von intensivem Austausch und der Begegnung."

DOMRADIO.DE: Was nehmen Sie aus diesen fünf Tagen Pueri-Cantores mit?

Lehmann-Dronke: Ich bin erst mal völlig begeistert von diesem Abschlussabend. Am Samstagabend fand ein sogenanntes Fest der Kulturen statt. Das endete für mich in einer großen internationalen Chorparty. Da tanzten Kinder und Jugendliche auf dem Marienplatz von einer Big Band begleitet. Das war wunderbar. Da war eine große Freude in dieser Internationalität.

Es gab noch eine zweite Sache, die das Miteinander der Chöre sehr beflügelt hat. Wir haben eine Jugend AG innerhalb der Pueri Cantores. Die hat sich vor einem halben Jahr gegründet und hatte die Idee, ein Sammelkartenprojekt zu starten. Das heißt, von jedem der in München am Festival teilnehmenden Chören gab es eine Karte. Darauf ein Foto des Chores mit den Informationen, wie viele Teilnehmer im Chor sind, wer den Chor leitet und aus welchem Land der Chor kommt.

Im Rahmen des Festivals hatte jeder Chor die Aufgabe, aus seinen Karten so viele abzugeben, dass sie am letzten Abend von jedem anderen teilnehmenden Chor eine Karte haben. Es musste also unentwegt getauscht werden. Das hatte zur Folge das einen auf dem Weg zum Essen unentwegt fremde, unbekannte Chöre ansprach und auf einander zu gingen.

Man kam ins Gespräch. Auch wenn man nur diese Karte haben wollte, musste man auf den andern zu gehen. Da haben sich wunderbare Chor-Begegnungen und Chor-Freundschaften gebildet. Das war für mich ein deutliches Zeichen von intensivem Austausch und der Begegnung.

Das Interview führte Hilde Regeniter.

Der Deutsche Chorverband PUERI CANTORES versteht sich als erster Ansprechpartner für die musikalische Persönlichkeits- und Glaubensbildung junger Menschen. Er fördert Austausch, Begegnungen und Partnerschaften zwischen Chören, ihren Leitern sowie den Sängerinnen und Sängern auf diözesaner, nationaler und internationaler Ebene. Außerdem engagiert sich der Deutsche Chorverband mit seinen Mitgliedschören für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt und sucht dabei die Partnerschaft mit anderen Verbänden und Institutionen.

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via DOMRADIO.DE - Der gute Draht nach oben https://www.domradio.de/

July 22, 2025 at 08:15AM

·domradio.de·
"Im Chor kann keiner alleine singen" / Pueri-Cantores-Präsidentin zieht positives Fazit des Chorfestivals
"Für die Mehrheit wäre das eher abstoßend" / Soziologe rät von Rückkehr zu traditionellem kirchlichen Leben ab
"Für die Mehrheit wäre das eher abstoßend" / Soziologe rät von Rückkehr zu traditionellem kirchlichen Leben ab

"Für die Mehrheit wäre das eher abstoßend" / Soziologe rät von Rückkehr zu traditionellem kirchlichen Leben ab

https://www.domradio.de/artikel/soziologe-raet-von-rueckkehr-zu-traditionellem-kirchlichen-leben-ab

"Funktionierende, lebendige Gemeinden können lokal den Entkirchlichungsprozess verlangsamen", sagte der Religionssoziologe Detlef Pollack der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag). Insgesamt habe das kirchliche Handeln jedoch nur einen sehr begrenzten Einfluss auf das Sinken der Kirchenbindung.

Gesamtgesellschaftlich eine Tendenz zu liberalen, postmaterialistischen Werten

Pollack rät davon ab, wieder stärker auf traditionelles kirchliches Leben aus früheren Zeiten wie zum Beispiel die tridentinische Messe mit einer Liturgie hauptsächlich auf Latein zu setzen.

"Für die Mehrheit wäre das eher abstoßend. Wir haben gesamtgesellschaftlich eine Tendenz zu liberalen, postmaterialistischen Werten, zu Selbstbestimmung, zur Gleichberechtigung der Geschlechter, zu Akzeptanz von Homosexualität", sagte der Leiter des Centrum für Religion und Moderne der Universität Münster.

"Wenn die Kirche nicht mit der Zeit geht, würde sie noch mehr Menschen verlieren und nur wenige gewinnen."

Entkirchlichung aller Teile der Gesellschaft

Seit ungefähr 20 Jahren umfasse die Entkirchlichung alle Teile der Gesellschaft. "Davor waren es vor allem die Gebildeten und Wohlhabenden, die Städter, die Männer, die dem Glauben und der Kirche den Rücken zugekehrt haben", sagte Pollack.

Die Tendenz zur Entkirchlichung setze sich fort. Zuerst nehme die Bedeutung der religiösen Praktiken ab, die Zeit und Kraft kosten, also Gebet und Kirchgang. "Dann folgen die Kirchenmitgliedschaft und der Glaube", sagte der Religionssoziologe.

Aus Sicht Pollacks würde etwas fehlen, wenn es Kirche und Glaube nicht mehr gäbe. "Wir sehen es im Osten Deutschlands, wo sich in weiten Teilen eine Mentalität der Selbstbehauptung und des Sich-Beschwerens durchgesetzt hat - eine wirklich unchristliche Form der Undankbarkeit", sagte der Wissenschaftler. Er könne im Bedeutungsrückgang des Christentums nicht viel Gutes erkennen.

Religion weltweit auf dem Rückzug

Weltweit ist Pollack zufolge die Säkularisierung zu einem zentralen Trend geworden. "Die Religion erfährt derzeit einen dramatischen, historisch beispiellosen Bedeutungsrückgang." Säkularisierungsprozesse gebe es auch in vielen Ländern Lateinamerikas, Nordafrikas und Asiens, sogar in Ländern wie den USA, Iran oder Polen, die bislang als religiöse Hochburgen galten.

"Umfragen zufolge verstehen sich in Iran nur noch 40 bis 50 Prozent der Menschen als Muslime, 22 Prozent bezeichnen sich als religionslos, neun Prozent sogar als Atheisten."

Menschen legen Wert auf ihre Entscheidungskompetenz

In modernen westlichen Gesellschaften legten dieenschen Wert auf ihre Entscheidungskompetenzund wehrten alle Bevormundungsversuche ab. "Auch in Existenz- und Glaubensfragen bestehen sie auf ihre Autonomie und folgen nicht mehr autoritativen Vorgaben", so der Religionssoziologe.

Die moderne Gesellschaft halte viele Partizipations- und Selbstverwirklichungsmöglichkeiten bereit. "Unmerklich verschiebt sich so die Aufmerksamkeit von der Frage nach den ersten und letzten Dingen unseres Lebens zu der Frage, was man im Hier und Jetzt tun möchte."

Am 27. März 2025 haben die Deutsche Bischofskonferenz und die 27 (Erz- )Diözesen der katholischen Kirche in Deutschland die Kirchenstatistik für das Jahr 2024 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um vorläufige Zahlen, die noch geringe Abweichungen erfahren können. In Deutschland machen die Katholiken 23,7 Prozent der Gesamtbevölkerung aus (19.769.237 Kirchenmitglieder).

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via DOMRADIO.DE - Der gute Draht nach oben https://www.domradio.de/

July 22, 2025 at 09:28AM

·domradio.de·
"Für die Mehrheit wäre das eher abstoßend" / Soziologe rät von Rückkehr zu traditionellem kirchlichen Leben ab
Warum die Menschenwürde bereits vor der Geburt gilt
Warum die Menschenwürde bereits vor der Geburt gilt

Warum die Menschenwürde bereits vor der Geburt gilt

https://theoblog.de/warum-die-menschenwuerde-bereits-vor-der-geburt-gilt/45030/

Frauke Brosius-Gersdorf stellt den Schutz der Menschenwürde Ungeborener infrage. Damit liegt sie fundamental falsch. Einen abgestuften Lebensschutz darf es aufgrund der Garantie der Menschenwürde nicht geben. Warum das so ist, hat Christian Hillgruber in dem FAZ-EINSPRUCH-Artikel „Warum die Menschenwürde bereits vor der Geburt gilt“ exzellelent dargelegt. Er erklärt auch, dass die Würde des Menschen in Art. 1 Abs. 1 GG so explizit herausgestrichen wird, weil in der NS-Zeit furchtbare Erfahrungen mit einer abgestuften Menschenwürde gemacht worden sind.

Zitat:

Eine Sichtweise, der zufolge Würde nicht allen Menschen zugesprochen werden kann, sondern die Anwendbarkeit der Würdegarantie auf freiheits- und damit selbstverantwortungsfähige Personen beschränkt bleibt, widerspricht offensichtlich dem Schutzzweck der Vorschrift, die in Reaktion auf die Erfahrungen der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft gerade einen rechtlichen Schutz davor bereitstellen wollte, dass einzelne Menschen oder eine Gruppe von Menschen mit Rücksicht auf wirkliche oder vermeintliche Defizite („Untermenschen“) noch einmal aus der Rechtsgemeinschaft herausdefiniert werden können.

Die Menschenwürdegarantie gebietet gerade, dass auch über das Schicksal derer, die aufgrund ihres Entwicklungsstandes, ihres Gesundheitszustandes oder sonstiger äußerer Umstände nicht, noch nicht oder nicht mehr in der Lage sind, die ihnen als Menschen zukommenden Grundrechte selbst geltend zu machen – die Ungeborenen, die Geisteskranken, die im Wachkoma liegenden, die Sterbenden –, weder vom Staat noch von anderen Menschen willkürlich, also ohne Rücksicht auf ihren rechtlichen Status als Person bestimmt werden darf.

Gegen alle Versuche, den personellen Schutzumfang der Menschenwürdegarantie neu zu bestimmen, regt sich ungeachtet „dogmatischer Unterkellerung, […] verfassungstheoretischer Konstruktion und […] philosophischer Überdachung“ der „Argwohn, dass die wissenschaftlichen Anstrengungen einem vorgefassten Ergebnis dienen und es letztlich nur darum geht, den Menschenwürde- und Lebensschutz des nascituris (vielleicht auch den des moriturus) aus dem Weg zu räumen, als atavistisches Hindernis für Fortschrittsehrgeiz, Wohlleben und Erwerbsdrang der Generation, die heute das Sagen hat“ (so der Staatsrechtler Josef Isensee).

Dieser Verdacht drängt sich umso mehr auf, als diese Reduktion des persönlichen Schutzbereichs der Fundamentalgarantie des Grundgesetzes so ganz und gar nicht zu dem ansonsten zu konstatierenden, allgemeinen Trend der Ausdehnung des Grundrechtsschutzes passen will. Der unbequem unmissverständliche erste Satz des Grundgesetzes, demzufolge der Staat, aber auch jeder Einzelne, jeden Menschen als Rechtssubjekt achten und behandeln muss, soll offenbar so gestutzt und zugeschnitten werden, dass er „gestuften Lösungen entsprechend den verschiedenen pränatalen Entwicklungsstadien“ (Abschlussbericht der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin, S. 179) nicht mehr länger im Wege steht.

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.faz.net.

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Einspruch im Namen der Menschenwürde

Der Beitrag Warum die Menschenwürde bereits vor der Geburt gilt erschien zuerst auf TheoBlog.de.

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via TheoBlog https://theoblog.de/

July 22, 2025 at 08:44AM

·theoblog.de·
Warum die Menschenwürde bereits vor der Geburt gilt
"In diesem Bistum möchte ich nicht mehr Priester sein!"
"In diesem Bistum möchte ich nicht mehr Priester sein!"

"In diesem Bistum möchte ich nicht mehr Priester sein!"

https://kath.net/news/88015

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"In diesem Bistum möchte ich nicht mehr Priester sein!"

vor 4 Tagen in Kommentar, 57 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden

Pfr. Winfried Abel hat genug von seinem eigenen "Pride-Bistum" Fulda - Ein Offener Brief - "Pride" steht am Anfang der Menschheitsgeschichte als Auslöser der Urkatastrophe, die wir Sündenfall nennen, weil der Mensch sich in Stolz gegen Gott stellte

Fulda (kath.net)

"Der Name Jesu sei Euer Gruß!"

Mit diesen Worten pflegte der heilige Nikolaus von Flüe, in dessen Heimat ich einige erholsame Tage verbringen durfte, seine Besucher zu begrüßen. An diesem Schweizer Landespatron, einem Felsen des Glaubens, den man auch den letzten Mystiker des Mittelalters nennt, scheiden sich bis heute die Geister. Denn er stellt "in persona" eine lebendige Frage an die Kirche dar, die ich – auf Sie und die Bistumslei­tung bezogen – folgendermaßen formulieren möchte:

"Was unterscheidet die Kirche von Fulda von der säkularen Gesellschaft?"

In meinem Schweizer Urlaub erreichte mich die Nachricht von dem bevorstehenden Christopher-Street-Day in Fulda, zu dem Sie als Generalvikar – sicherlich mit Wissen und Einwilligung unseres Bischofs – ein Grußwort verfasst und auf die Bistums-Homepage gestellt haben.

Sie wollten damit ein Zeichen der Wertschätzung für "queere" Menschen setzen. Mir hat dieses Wort allerdings zwei schlaflose Nächte bereitet. Vielleicht wissen Sie, dass das englische Wort "queer" auch die Bedeutung hat, "nicht richtig im Kopf" zu sein! Ich frage mich: wer ist hier nicht richtig im Kopf?

Sogenannte "Pride-Paraden" sind Symptome einer sittlich entfesselten Gesellschaft, die die Grenzen des Anstands und der Moral überschritten hat, – sie sind eine bunte Darbietung von Perversionen, die Ver­herrlichung geschmackloser Obszönitäten und ein Spektakel des verlorengegangenen Schamgefühls. Das alles unter dem Motto: "freie Liebe für alle"!

Wenn Sie eine "Pride-Parade" willkommen heißen, dann müssen Sie als promovierter Theologe beim Klang des Wortes "pride" hellhörig werden. "Pride" steht am Anfang der Menschheitsgeschichte als Auslöser der Urkatastrophe, die wir Sündenfall nennen, weil der Mensch sich in Stolz und Anmaßung gegen Gott stellte und die Freundschaft mit Gott aufkündigte. Die erste "Pride-Parade" war bekanntlich der Auszug des Menschen aus dem Paradies. Diesem "Exodus" hat Gott den zweiten Exodus entgegen­gestellt, den Jesus als der neue Mose angeführt hat (vgl. den griech. Urtext Lk.9,31).

Jesus hat Sünde nie auf "systemische Ursachen" zurückgeführt, sondern auf den Missbrauch der Freiheit und auf den Ungehorsam gegen Gottes Gebote. Ich halte es für eine tragische, zugleich aufschlussreiche Paradoxie, dass sich unsere Bistumsleitung nach der Veröffentlichung der Missbrauchs-Studie, die üb­rigens nichts Neues ans Tageslicht gebracht hat, "entsetzt" und "tief betroffen" zeigt und zugleich die Dinge begrüßt und befürwortet, die eben diesen Missbrauch verursachen und begünstigen, – nämlich die sittlichen Entgleisungen unserer Gesellschaft! Sie möchten also den Teufel mit Beelzebul auszutrei­ben?

Im ersten Kapitel der Heiligen Schrift (Gen.1,27) wird bereits eine fundamentale Wahrheit, das Wesen des Menschen betreffend, deutlich benannt: "Gott erschuf den Menschen als Mann und Frau" ("männ­lich und weiblich"), aber nicht "m/w/d", wie unsere Kirche, den staatlichen Vorgaben und den sog. "humanwissenschaftlichen Erkenntnissen" hörig, in allen ihren Stellenausschreibungen vermerkt. Die Unterschiedlichkeit der Geschlechter als Voraussetzung für Einheit und Fruchtbarkeit gehört wesentlich zur Gottesebenbildlichkeit des Menschen! Müssen wir uns durch die modernen "Humanwissenschaften" eine Schöpfungsordnung erklären lassen, die der göttlichen Offenbarung offen widerspricht?

Die Deutsche Bischofskonferenz und das sog. ZDK haben genau zwei Tage nach dem Heimgang von Papst Franziskus die Sedisvakanz als günstigen Zeitpunkt erkannt, die "Handreichung für Seelsor­ger*innen mit Segensfeiern für Paare, die sich lieben" zu veröffentlichen. Das zeugt – um mit Peter Winnemöller zu sprechen – "von Taktlosigkeit, Pietätlosigkeit, ja unverfrorener Unverschämtheit". Ich persönlich finde dazu keine anderen Worte.

Ich bin wirklich zutiefst darüber erschüttert, dass "meine" katholische Kirche hierzulande, der ich seit 61 Jahren diene, derart niveaulos geworden ist, dass selbst unsere Bischöfe nicht mehr den Unterschied zwischen sexueller, erotischer, freundschaftlicher und göttlicher Liebe – sexus, eros, philia, agape – kennen, sondern undifferenziert alles gutheißen und segnen, was unter dem Begriff "Liebe" daher­kommt!

Noch einmal meine Frage: "Was unterscheidet die Kirche von Fulda von der säkularen Gesell­schaft?"

Jesus hat einst seine Jünger mit der Weisung "ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe" (Mt.10,16) ausgesandt. Die Mehrzahl(!) unserer Hirten, die die öffentliche Meinung mehr fürchten als den Tod durch Erschießen, legen das Wort Jesu so aus, als bedeute es, mit den Wölfen zu heulen. Sie übernehmen Parolen, die sich auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse berufen und für eine Vielfalt werben, die nichts anderes ist als Beliebigkeit. Die heilige Hildegard von Bingen beschreibt diese Fehl­haltung mit den Worten: "Der Mensch ist ein Rebell, er zerreißt den Schöpfer in die Vielzahl seiner Geschöpfe!" Diese viel gepriesene Vielfalt hat ihren Ursprung in dem Spaltpilz der Sünde, das heißt im Ungehorsam des Menschen, der der Schöpfung Gottes seine selbstgemachte Gegenschöpfung entgegen­setzt.

In diesem Zusammenhang begründen Theologen die allseits propagierte Vielfalt mit dem Wort von Papst Benedikt "Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen auf der Erde gibt"! Der große Theolo­genpapst wollte allerdings damit sagen, dass Gott für jeden Menschen einen ganz eigenen und besonde­ren Plan hat, den ER begleiten und segnen will. Gott segnet aber nicht die eigenwilligen Lebensentwürfe der Menschen! Hier kommt der Gehorsam des Menschen gegenüber Gott ins Spiel, wie ihn die Kirche kaum noch verkündet.

Daraus ergibt sich ein weiteres Dilemma: die Mehrzahl unserer Bischöfe kennt nicht mehr den Unter­schied zwischen Segen und Fluch! Der bekannte irische Autor C.S. Lewis formulierte in seinem Buch "Die große Scheidung" den einprägsamen Satz: "Am Ende werden nur zwei Gruppen von Menschen vor Gott stehen – jene, die zu Gott sagen: 'Dein Wille geschehe', und jene, zu denen Gott sagt: 'Dein Wille geschehe'." Zur ersten Gruppe gehören die Gesegneten: "Kommt, ihr Gesegneten meines Va­ters…!" (Mt.25,34). Zur zweiten Gruppe gehören die Verfluchten, deren Lebensentwurf Gott zwar be­stätigt, – aber nicht "wertschätzt" oder "segnet"! Die ihren eigenen Weg gewählt haben, gehen in die Verdammnis. Wer etwas von der Unterscheidung der Geister versteht, wird sofort erkennen, dass die "Handreichung" der Bischöfe nicht Segen sondern Fluch enthält.

Darum frage ich Sie: Darf die Kirche, eine menschliche Entscheidung, die eindeutig gegen Gott und seine Schöpfungsordnung gerichtet ist, "wertschätzend anerkennen" oder segnen?

Wenn ein Alkoholiker um einen Segen bittet, dann möchte er von seiner Sucht befreit werden, aber nicht seinen Alkoholismus gesegnet wissen! Wenn aber ein homosexuelles Paar von der Kirche den Segen erbittet, um in seiner Lebensführung bestätigt zu werden, dann muss die Kirche diesen Segen verwei­gern! Eine Kirche, die sich dem Zeitgeist anbiedert, nimmt am Ende niemand mehr ernst. Wer sich hier auf "Fiducia Supplicans" beruft oder behauptet, die Bibel enthalte keine mahnenden Worte zum Thema "Homosexualität", der legt das Wort Gottes ideologisch aus und etabliert damit sein eigenes Lehramt.

Hätte nicht Johannes der Täufer seinen Kopf retten können, wenn er die Zweit-Ehe des Königs Herodes gesegnet hätte? Hätte der gebildete Humanist und Lordkanzler Thomas More nicht sein Leben erhalten können, wenn er die sechs Ehebrüche seines Königs Heinrich VIII. wertschätzend anerkannt hätte? Wa­ren diese Märtyrer der Kirche alle verrückt oder gar unaufgeklärt?

…Und wir Priester des Bistums Fulda sollen den Ehebruch und die ungeordneten Beziehungen von Menschen segnen – angesichts so vieler treuer Christen – denken Sie auch an die Märtyrer von Uganda! –, die ihr Leben für die Ordnung Gottes und die Unauflöslichkeit der Ehe hingegeben haben? Verhöhnen wir nicht deren Blutzeugnis, wenn wir den Marsch der entfesselten Tollheit anführen??

In einer kürzlich veröffentlichten Pressenotiz unseres Bistums lese ich: "…Angebote für Menschen je­den Geschlechts etablieren sich zunehmend im gesamten Bistumsgebiet. So stehen Seelsorgende für die Segnung nicht kirchlich verheirateter Paare zur Verfügung. Die KHG Marburg und die KjG Fulda bieten Queer-Katholische Gottesdienste an…"

Das ist also moderne christliche Jugendarbeit! …Und dann fragen Si

·kath.net·
"In diesem Bistum möchte ich nicht mehr Priester sein!"
Pfarrer Winfried Abel übt scharfe Kritik an Heimatbistum Fulda wegen LGBT-Aktivismus
Pfarrer Winfried Abel übt scharfe Kritik an Heimatbistum Fulda wegen LGBT-Aktivismus

Pfarrer Winfried Abel übt scharfe Kritik an Heimatbistum Fulda wegen LGBT-Aktivismus

https://de.catholicnewsagency.com/news/20677/pfarrer-winfried-abel-ubt-scharfe-kritik-an-heimatbistum-fulda-wegen-lgbt-aktivismus

Pfarrer Winfried Abel, der aufgrund seiner vielfachen Auftritte etwa bei EWTN, K-TV und Radio Horeb einem großen katholischen Publikum im deutschsprachigen Raum bekannt ist, hat angesichts des LGBT-Aktivismus in seinem Heimatbistum Fulda erklärt: „In diesem Bistum möchte ich nicht mehr Priester sein!“

In einem von kath.net veröffentlichten offenen Brief schrieb Abel, er werde sich „in Zukunft nicht mehr ‚Priester des Bistums Fulda‘, sondern ‚Priester der Römisch-Katholischen Kirche‘ nennen, weil ich im Petrusamt, das in Rom seinen Sitz hat, den Garant für eine Kirche sehe, der immer noch die Zusage Jesu gilt: Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Letzteres ist der Kirche in Fulda nicht mehr garantiert.“

Ausdrücklich verwies Abel auf eine Stellungnahme des Fuldaer Generalvikars Martin Stanke zum sogenannten Christopher-Street-Day, einer Demonstration des LGBT-Aktivismus.

„Sogenannte ‚Pride-Paraden‘ sind Symptome einer sittlich entfesselten Gesellschaft, die die Grenzen des Anstands und der Moral überschritten hat, – sie sind eine bunte Darbietung von Perversionen, die Ver­herrlichung geschmackloser Obszönitäten und ein Spektakel des verlorengegangenen Schamgefühls“, so Abel. „Das alles unter dem Motto: ‚freie Liebe für alle‘!“

Außerdem ging der Priester auf die Handreichung ein, die Segensfeiern etwa für homosexuelle Verbindungen ermöglicht. Das Dokument wurde von der Gemeinsamen Konferenz, bestehend aus Vertretern von Deutscher Bischofskonferenz (DBK) und Zentralkomitee der Katholiken (ZdK), verabschiedet und im April veröffentlicht.

„Ich bin wirklich zutiefst darüber erschüttert, dass ‚meine‘ katholische Kirche hierzulande, der ich seit 61 Jahren diene, derart niveaulos geworden ist, dass selbst unsere Bischöfe nicht mehr den Unterschied zwischen sexueller, erotischer, freundschaftlicher und göttlicher Liebe – sexus, eros, philia, agape – kennen, sondern undifferenziert alles gutheißen und segnen, was unter dem Begriff ‚Liebe‘ daherkommt!“, konstatierte Abel.

„Wenn ein Alkoholiker um einen Segen bittet, dann möchte er von seiner Sucht befreit werden, aber nicht seinen Alkoholismus gesegnet wissen!“, führte er aus. „Wenn aber ein homosexuelles Paar von der Kirche den Segen erbittet, um in seiner Lebensführung bestätigt zu werden, dann muss die Kirche diesen Segen verwei­gern! Eine Kirche, die sich dem Zeitgeist anbiedert, nimmt am Ende niemand mehr ernst.“

Abel, Jahrgang 1939, wurde 1964 zum Priester geweiht. Nach einigen Jahren als Kaplan war er von 1970 bis 1983 in der Gefängnisseelsorge tätig. Seine Erinnerungen an diese Zeit werden in Kürze vom Media Maria Verlag veröffentlicht. Später wirkte er in den Bereichen Bildung und Exerzitien. Schließlich war er von 1989 bis 2014, als er in den Ruhestand ging, Pfarrer einer Pfarrei im Fuldaer Stadtbezirk Neuenberg. Seither ist er regelmäßig in katholischen Medien zu sehen und zu hören und war mehrere Jahre Spiritual im Priesterseminar Leopoldinum in Heiligenkreuz.

Religion

via CNA Deutsch https://de.catholicnewsagency.com/

July 21, 2025 at 05:06PM

·de.catholicnewsagency.com·
Pfarrer Winfried Abel übt scharfe Kritik an Heimatbistum Fulda wegen LGBT-Aktivismus
Are AI sermons ethical? Clergy consider where to draw the line.
Are AI sermons ethical? Clergy consider where to draw the line.

Are AI sermons ethical? Clergy consider where to draw the line.

https://religionnews.com/2025/07/21/are-ai-sermons-ethical-clergy-consider-where-to-draw-the-line/

(RNS and NPR) —  On any given Sunday, churchgoers settle into pews as a clergy person takes an ancient holy text and figures out what it has to say about our lives today. But how would worshippers feel if they found out that sermon was written by Artificial Intelligence?

While it’s hard to measure how widespread faith leaders’ use of the technology is, in an online survey of senior Protestant clergy by Barna Group last year, 12% described being comfortable using AI to write sermons, and 43% said they saw its merits in sermon preparation and research.

“It’s like a mini research paper you have to prepare every week,” said Naomi Sease Carriker, pastor at Messiah of the Mountains, a Lutheran church in Burnsville, North Carolina. “And some weeks … life is just a lot.”

Carriker said clergy tend to talk about AI in hushed tones. But recently, during one of those busy weeks, she opened up ChatGPT. She plugged in the Bible reading for the week, along with a few blog posts on the passages she particularly admired.

“And boom. Literally within not even 30 seconds, I had a 900-word sermon. And I read through it and I was like, ‘Oh my God, this is really good,'” she recalled. But she also thought, this feels wrong.

It’s an ethical question with which clergy across the country are wrestling. The goal of a sermon is to tell a story that can break open the hearts of people to a holy message. The question is whether it matters where that comes from.

Some denominations have issued general guidelines urging thought and caution regarding AI, but they typically don’t give specific rules. For example, the Southern Baptist Convention advises to “develop, maintain, regulate, and use these technologies with the utmost care and discernment, upholding the unique nature of humanity.” The Vatican urges careful use of AI, “not only mitigating risks and preventing harm but also ensuring that its applications are used to promote human progress and the common good.” The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints probably comes the closest to addressing sermon writing, saying that AI content could be used with attribution.

RELATED: Inside Colorado’s psychedelic church: ‘What makes this place magical is not the mushrooms’

However, clergy are often left to figure out the intricacies for themselves. While Carriker decided not to preach the AI sermon, she said she does use the technology to get her draft started or wrap up what she’s written with a nice conclusion.

“Why not, why can’t, and why wouldn’t the Holy Spirit work through AI?” Carriker asked.

But some say there are reasons not to use AI for sermons. Brad East, who teaches theology at Abilene Christian University in West Texas, argued against it in an op-ed in Christianity Today entitled “AI Has No Place in the Pulpit.”

“ The church thinks in millennia — not in minutes, hours or days or weeks or years,” East said. “And if it turns out that all of our doomer worries are wrong, then we can start using these in two generations. I don’t need to be an early adopter before I know the full systemic implications.”

Beth Singler, an anthropologist who studies religion and AI and assistant professor in digital religion(s) at the University of Zurich in Switzerland, said the full picture is nuanced.

“ When you look at the history of all religions, they’ve always engaged with different forms of automation, different forms of technological advancement,” Singler said. “The printing press was put to work, first of all, for religious texts, in the European context.”

East acknowledged that AI makes sermon-writing easier but said he doesn’t necessarily want all the struggles surrounding it to be relieved, because that’s part of the vocation.

“To me, the drudgery is part of the point,” East said. “I do not want pastors preaching sermons out of Scripture who themselves do not read or study Scripture. I just don’t. It is missing the point of what we are trying to do there.”

But some clergy point out using AI isn’t just about avoiding the grind or scholarship, instead arguing it can draw upon far more sources than any one human could access. It can also free up time for pastoral care, allowing clergy to prioritize providing counsel or sitting at a bedside of someone who’s dying. However, some argue sermons are part of those relationships.

“Does AI know the stories of your people? Do they know about the miscarriage? Do they know about the divorce? Do they know about the abuse? How can an algorithm comprehend lived human experience?” Paul Hoffman, pastor of Evangelical Friends Church in Middletown, Rhode Island, and author of the book “AI Shepherds and Electric Sheep,” said in an interview.

Much of the debate involves grappling with the question of whether AI is being used as a replacement for a sacred human project or whether it’s a tool in the service of that project.

RELATED: Pope Leo XIV wants to prioritize AI. He’s using the Vatican’s bioethics think tank to do it.

In addition to questions of religious ethics, there are other real problems with AI. It can be unreliable, fabricating entire biblical quotations. And many of the clergy RNS and NPR spoke with pointed to the huge environmental impact. It’s also hard to answer questions about what could be gained or lost by using AI because the technology is changing so quickly.

“But the core elements of what it means to be a human being have never changed,” said Rabbi Daniel Bogard, rabbi of Central Reform Synagogue in St. Louis. “It has always been about what does it mean to live only a handful of days? What does it mean to be in relationship with difficult human beings? And what does it mean to be a sibling or a child or a parent, and how do we navigate the messiness of life?”

Bogard has been teaching other rabbis how to use AI, noting that he can “sit and argue with AI over a text and understand it differently and better than I would on my own.” He points to a practice in talmudic study called chavrutah, where study partners debate a text together to arrive at a deeper understanding.

“But I would also say that when you’re doing chavrutah right, it’s not really about understanding the text better,” Bogard said. “It’s about understanding your partner better and understanding yourself better and understanding what it means to be a human being better.”

This story was produced through a collaboration between NPR and RNS. Listen to the radio version of the story.

Religion

via RNS https://religionnews.com/

July 21, 2025 at 08:42PM

·religionnews.com·
Are AI sermons ethical? Clergy consider where to draw the line.
Pastors Are In Crisis But 91% Dont Go to Therapy
Pastors Are In Crisis But 91% Dont Go to Therapy

Pastors Are In Crisis, But 91% Don’t Go to Therapy

https://relevantmagazine.com/faith/most-pastors-support-counseling-so-why-are-so-few-getting-it/

In a rare and genuinely hopeful shift, pastors today are more open than ever about mental health. They preach that it’s OK to not be OK. They refer congregants to professional counselors. They talk about anxiety, burnout and even the benefits of medication from the pulpit. According to new data, 90% of pastors say they actively encourage their church members to seek out therapy when they need it.

But behind the scenes, many of those same pastors are struggling — and not getting the help they need.

A recent Lifeway study found that 75% of pastors say they are “extremely” or “very” stressed, and nearly 1 in 3 admit they’ve seriously considered quitting full-time ministry in the past year. And yet, only 9% of pastors meet regularly with a counselor.

That gap isn’t just ironic. It’s dangerous.

The people entrusted with the emotional and spiritual well-being of entire communities are carrying their own burdens alone. And the cracks are starting to show.

Pastoring is one of the only professions where you’re expected to be on call emotionally, spiritually and socially — all the time. You’re not just writing sermons or leading small groups. You’re mediating family crises, visiting hospital rooms, navigating internal drama, running staff meetings and managing finances — often in the same day. You’re expected to be inspiring but relatable, biblically sound but culturally relevant, empathetic but unflappable. And increasingly, you’re also expected to know how to run social media campaigns, navigate political landmines and carry the theological weight of the internet’s criticism every time you speak.

It’s an impossible load to carry alone — and many pastors know it firsthand. Max Lucado, the bestselling author and longtime teaching pastor at Oak Hills Church, once opened up about the toll ministry took on his mind, body and family. “I was that pastor who wanted to do everything just right and solve every problem… and developed insomnia, stressed out,” he recalled in an interview. “My wife was depressed, clinically depressed. I was a mess. I couldn’t sleep at night.”

Lucado’s experience isn’t uncommon. “I had no business being in the pulpit that day,” he said of one Sunday during his burnout. “I stood before the congregation and faked it. I faked my faith. I faked my strength. I faked my smile.” He added, “I begged the Lord to help me have the wherewithal to preach the next day. That’s when I realized I wasn’t just tired. I was in trouble.”

And while many church members assume pastors are spiritually fueled by their work, the reality is far messier. Ministry is deeply meaningful — but it’s also isolating. And when everyone else sees you as the support system, who do you turn to?

To their credit, most pastors today are far more comfortable acknowledging mental health from the stage than they were a decade ago. According to Lifeway, 87% of pastors say they believe mental illness is a real, treatable issue — not just a spiritual one. But that belief hasn’t translated into personal action.

Whether it’s out of fear, pride, stigma or church politics, pastors are avoiding therapy in alarming numbers. And not because they don’t believe in it — but because they believe they can’t afford to be seen as needing it. The pressure to appear emotionally invincible still runs deep in church culture. Vulnerability may be applauded in sermons, but when it shows up in real life — in the form of burnout, depression or needing a break — it’s often treated like failure.

So instead of getting help, many pastors push through. They overfunction. They disassociate. They keep showing up with a smile until they can’t anymore.

We tend to think burnout happens suddenly. One day a pastor is fine, the next they’re resigning in front of the congregation. But in most cases, burnout is a slow leak. It shows up in subtle ways: cynicism, disconnection, fatigue, numbness. Sermons start sounding hollow. Joy disappears. Conflict avoidance becomes the norm. They might still be physically present — but emotionally, they’ve checked out.

This is what happens when people are expected to carry the spiritual load of a community while pretending they don’t need support themselves. And when it goes unchecked, the fallout isn’t just personal — it’s communal. A burned-out pastor can’t lead a healthy church. And a church that expects its leaders to be superhuman will eventually suffer the consequences.

This isn’t just a leadership problem. It’s a culture problem — and regular churchgoers play a part in fixing it.

If therapy is good for the congregation, it’s good for the pastor. Talk about your own experience with counseling. Celebrate emotional health, not just spiritual discipline. Make it clear that needing help isn’t a disqualification — it’s discipleship.

Stop romanticizing exhaustion. Your pastor shouldn’t be proud of never taking Sundays off. That’s not noble — that’s dangerous. Advocate for rest. Support sabbaticals. Encourage healthy work-life boundaries. A tired pastor isn’t more spiritual. They’re just tired.

Respect their humanity. Pastors are people. They have bad days. They get overwhelmed. They shouldn’t have to pretend to be OK just to keep their job. When they share honestly, don’t gossip — listen. Don’t critique — care.

Pay attention to the warning signs. If your pastor seems emotionally distant or uncharacteristically irritable, that’s not a reason to criticize — it’s a reason to check in. And maybe don’t do it between services while handing them your latest complaint.

Instead of pointing out what’s wrong, ask how you can support what’s right. Offer practical help — with child care, errands, meals or just covering a week of leadership. Sometimes the most spiritual thing you can do is show up.

They don’t need your sympathy. They need your support. They need safe spaces to be vulnerable, consistent access to therapy and permission to take their own advice. Because if only 9% of them are doing that right now, we’re not just witnessing a leadership challenge — we’re watching the early stages of collapse.

As Lucado puts it, healing for pastors begins not with hustle, but with honesty: “The Holy Spirit came to me as a friend more with a whisper than a shout, and I began to sense strength in my day-to-day life.”

If the church wants to be a place of healing, it has to start by healing the ones who are leading it. You don’t have to fix your pastor’s problems. But you can help make sure they’re not carrying them alone.

Religion

via REL ::: RELEVANT http://www.relevantmagazine.com/rss/relevantmagazine.xml

July 21, 2025 at 10:46PM

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Pastors Are In Crisis But 91% Dont Go to Therapy
Arbeitshilfe zur Grundordnung des kirchlichen Dienstes
Arbeitshilfe zur Grundordnung des kirchlichen Dienstes

Arbeitshilfe zur Grundordnung des kirchlichen Dienstes

https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/arbeitshilfe-zur-grundordnung-des-kirchlichen-dienstes

Im November 2022 hat die Deutsche Bischofskonferenz die Neufassung der Grundordnung des kirchlichen Dienstes verabschiedet. Zentrales Anliegen der Novelle ist der institutionenorientierte Ansatz, der verstärkt die katholische Identität der Einrichtung als solche in den Blick nimmt. Träger und Führungskräfte werden stärker in die Pflicht genommen, die Dienstgemeinschaft zu befähigen und so diese Identität gemeinsam sichtbar zu machen.

Was macht eine katholische Einrichtung „katholisch“? Wie kann ein christliches Profil unter heutigen Bedingungen glaubwürdig gelebt und weiterentwickelt werden? Welche Methoden und Instrumente gibt es dafür? Wie sind diese realistisch in die praktische Arbeit der Einrichtung integrierbar? Vor diese Fragen sind die vielfältigen Einrichtungen und Dienste in kirchlicher Trägerschaft nicht erst seit der Neufassung der Grundordnung gestellt. Die heute (21. Juli 2025) veröffentlichte Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz Einfach christlich? – Ein Gestaltungsauftrag für katholische Einrichtungen geht diesen und weiteren Fragen nach. Sie gibt Anregungen, wie entsprechende Prozesse in den kirchlichen und caritativen Einrichtungen und Diensten zu fördern, weiterzuentwickeln oder gegebenenfalls neu anzulegen sind. Die Handreichung dient als Hilfestellung und Denkanstoß für Verantwortliche in kirchlichen sowie caritativen Einrichtungen und unterstützt Teams bei der Profilbildung.

In seinem Vorwort schreibt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing: „Die Novellierung der Grundordnung war ein notwendiger und erfolgreicher Schritt, das kirchliche Arbeitsrecht weiterzuentwickeln. Die nun vorgestellte Arbeitshilfe Einfach christlich? soll Träger und Verantwortliche unterstützen, das Profil unserer dem katholischen Sendungsauftrag verpflichteten Einrichtungen und Dienste zu schärfen und zu festigen.“

Die Arbeitshilfe versteht sich nicht als Vorgabe, sondern als Einladung und Ermutigung, Bewährtes zu reflektieren, Neues zu entdecken und als Dienstgemeinschaft zusammen ein christliches Profil zu entwickeln. Auf rund 80 Seiten werden Theorie, Praxis und mehr als 70 konkrete Beispiele aus dem vielfältigen Spektrum von Kirche und verbandlicher Caritas entfaltet.

Die Sammlung entstand in einer interdisziplinären und überverbandlichen Arbeitsgruppe aus Wissenschaft und Praxis. Der Arbeitsgruppe gehörten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Mitarbeiter- und Dienstgeberseite, aus der Wissenschaft sowie großer Träger im kirchlichen und caritativen Dienst an.

Hinweis:

Die Arbeitshilfe Einfach christlich? – Ein Gestaltungsauftrag für katholische Einrichtungen (Arbeitshilfe Nr. 345) kann in der Rubrik Publikationen als Broschüre bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Religion

via DBK: Aktuelle Meldungen https://www.dbk.de

July 21, 2025 at 12:05PM

·dbk.de·
Arbeitshilfe zur Grundordnung des kirchlichen Dienstes
Neue Studie zum Interesse junger Leute an Spiritualität
Neue Studie zum Interesse junger Leute an Spiritualität

Neue Studie zum Interesse junger Leute an Spiritualität

https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2025-07/vatikan-jugend-neu-interesse-spiritualitaet-studie-vorstellung.html

Anlässlich der Heilig-Jahr-Feiern der Jugendlichen werden am 24. Juli 2025 an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom neue internationale Forschungsergebnisse zur Religiosität junger Menschen vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen die sich wandelnden spirituellen Bedürfnisse der Generation zwischen 18 und 29 Jahren.

Kirchliche Stellen lancieren ein „Manifest junger Christen Europas“. An diesem Mittwoch wurde der Text veröffentlicht, am 1. August soll es in der römischen Basilika Santa Maria in ...

Mario Galgano - Vatikanstadt

Veranstaltet wird die Tagung vom Forschungsnetzwerk Footprints. Young People: Expectations, Ideals, Beliefs, das sich mit weltweiten Entwicklungen religiöser Überzeugungen junger Menschen beschäftigt. Die Konferenz bringt internationale Fachleute aus den Bereichen Soziologie, Bildung, Kommunikation und Datenanalyse zusammen, um neue Trends im religiösen Leben junger Erwachsener zu analysieren. Vorgestellt werden erste Ergebnisse einer globalen Studie, die fast 5.000 junge Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren in acht Ländern befragt hat – darunter Argentinien, Brasilien, Italien, Kenia, Mexiko, die Philippinen, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Komplexe Beziehungen zwischen Glaube und Moral

Die Befragung zeigt einen wachsenden weltweiten Zuspruch zur Spiritualität – auch in Gesellschaften, die stark säkular geprägt sind. Neben traditionellen Glaubensfragen wurden auch Themen wie Krieg, Umweltverantwortung und sexuelle Ethik angesprochen. Das Forschungsprojekt beleuchtet zudem komplexe Beziehungen zwischen Glaube und Moral sowie überraschende Phänomene wie Gebetspraktiken unter bekennenden Atheisten.

Zu den Vortragenden zählen unter anderem Jonathan Evans, leitender Forscher beim Pew Research Center, Rita Bichi, Professorin für Soziologie an der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen in Mailand, sowie Daniel Moulin, außerordentlicher Professor an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Cambridge. Alle drei haben zugesagt, am 24. Juli für Gespräche mit Journalistinnen und Journalisten zur Verfügung zu stehen.

Die Konferenz biete eine Plattform für den internationalen Austausch über den sich wandelnden Stellenwert von Religion und Spiritualität in der Lebenswelt junger Menschen, teilten die Organisatoren an diesem Montag mit. Ziel sei es, besser zu verstehen, wie Forschung und Bildungsarbeit auf die spirituellen Erwartungen kommender Generationen reagieren können.

(pm)

Religion

via Vatican News - Deutsch https://www.vaticannews.va/de.html

July 21, 2025 at 01:07PM

·vaticannews.va·
Neue Studie zum Interesse junger Leute an Spiritualität
Missbrauchsopfer zeigen Kölner Kardinal Woelki an
Missbrauchsopfer zeigen Kölner Kardinal Woelki an

Missbrauchsopfer zeigen Kölner Kardinal Woelki an

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/katholische-kirche-woelki-missbrauch-100.html

Papst Leo XIV. soll entscheiden Missbrauchsopfer zeigen Kardinal Woelki an

Stand: 20.07.2025 18:00 Uhr

Leo XIV. soll entscheiden, ob der Kölner Kardinal Woelki im Umgang mit Missbrauchsfällen fahrlässig gehandelt hat. Der Betroffenenbeirat der Bischofskonferenz erstattete Anzeige nach Kirchenrecht.

Von Christina Zühlke, WDR

"Die Betroffenen nehmen das Verhalten des Kölner Kardinals vielfach als verletzend wahr", sagt Katharina Siepmann. Sie selbst hat als Kind drei Jahre lang schweren Missbrauch erlebt. Seit einem halben Jahr engagiert sich die Katholikin aus Essen deshalb im Betroffenenbeirat bei der Deutschen Bischofskonferenz und ist inzwischen dessen Sprecherin. Der Beirat wurde 2022 von den deutschen katholischen Bischöfen ins Leben gerufen und agiert unabhängig.

Die Anzeige der Betroffenen gegen den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki bezieht sich auf Regeln des Kirchenrechts, nicht auf staatliches Recht. "Letztendlich hoffen wir, dass die Zuständigen in Rom und auch der Papst ein solches Verhalten des Kardinals für unzumutbar halten und intervenieren", sagte Siepmann dem WDR.

"Jegliches Vertrauen verloren"

Gemeinsam mit den elf anderen Mitgliedern des Beirats formulierte die Medizinerin die Anzeige, die dem WDR und dem Kölner Stadt-Anzeiger exklusiv vorliegt. Darin heißt es, man habe jegliches Vertrauen verloren, dass unter Rainer Maria Kardinal Woelkis Leitung Missbrauchstaten ohne Rücksicht auf die Täter aufgeklärt werden. Aufarbeitung im Erzbistum Köln scheine vor allem dem Selbstschutz des Kardinals zu dienen.

Es geht um Woelkis Handeln bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch durch Priester des Erzbistums. "Für uns als Betroffene", heißt es in der Anzeige, "ist das Verhalten des Kardinals nicht nur unerklärlich. Sein offensichtlicher Mangel an Einsicht in eigenes Fehlverhalten und schwere Versäumnisse ist auch schmerzhaft und retraumatisierend."

Untersuchung durch den Vatikan?

Damit wendet sich ein offizielles Gremium der Deutschen Bischofskonferenz gegen Woelki und fordert erstmals Papst Leo XIV. auf, eine Untersuchung durch den Vatikan einzuleiten.

Die kirchenrechtliche Anzeige stützt sich auf Ermittlungsergebnisse der Kölner Staatsanwaltschaft, die dem WDR ebenfalls vorliegen. Die Staatsanwaltschaft hatte ein Meineids-Verfahren gegen ihn im Mai zwar gegen Zahlung einer Geldsumme von 26.000 Euro eingestellt, kam aber zu dem Schluss, Woelki habe fahrlässig die Unwahrheit gesagt und gegen Sorgfaltspflichten verstoßen. Demgegenüber hatte Woelki den Beschluss der Justiz als Beleg dafür bezeichnet, dass er nicht gelogen habe und unschuldig sei.

Woelki machte unwahre Angaben

In der Anzeige der Betroffenen heißt es dazu:

Die Staatsanwaltschaft stellte als juristisch gesichert fest, dass Kardinal Woelki an Eides statt sowie unter Eid mit der religiösen Eidesformel ('So wahr mir Gott helfe') 'objektiv unwahre' Angaben zu seinem Umgang mit mutmaßlichen bzw. erwiesenen Fällen von sexuellem Missbrauch gemacht hat.

Dass der Kardinal sich als unschuldig darstelle und die Kölner Staatsanwaltschaft dem erst widersprechen müsse, sei bestürzend, schreiben die Betroffenen: "Als Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz erstatten wir daher in aller Form Anzeige gegen Kardinal Woelki und bitten um die Einleitung einer kirchenrechtlichen Voruntersuchung".

Hoffnungen liegen auf Papst Leo

Am Ende der Anzeige betonen die Betroffenen noch einmal, durch die staatsanwaltlichen Ermittlungen sei nachgewiesen worden, "dass der Kölner Erzbischof in unverantwortlicher und zugleich rechtswidriger Weise seinen Amtspflichten nicht nachgekommen ist."

Sprecherin Siepmann erinnert außerdem an eine Rede des Papstes kurz nach Beginn seiner Amtszeit: "Er hat klar herausgestellt, dass Missbrauch in der Kirche keinen Platz hat, dass Missbrauch aufgeklärt und aufgearbeitet werden muss." Ihre Hoffnung: "Dass sich Papst Leo unserer Belange annimmt und seinen ersten Ausführungen zum Thema Missbrauch dann alsbald auch Taten folgen lässt."

Anzeige hat Aussicht auf Erfolg

Thomas Schüller, Professor für Kirchenrecht in Münster, kritisiert das Verhalten des Kölner Kardinals schon seit Jahren. Seiner Einschätzung nach hat die Anzeige der Betroffenen durchaus Aussicht auf Erfolg: "Weil sie mit Bezugnahme auf die staatsanwaltlichen Ermittlungen in Köln nachweisen können, dass Kardinal Woelki grundlegende Dienstpflichten im Umgang mit Taten von sexualisierter Gewalt nach Kirchenrecht nicht sachgerecht bearbeitet und dementsprechend pflichtwidrig gehandelt hat."

Schüller nannte im WDR-Gespräch als entscheidenden Punkt, "dass diese Anzeige tatsächlich den Schreibtisch des neuen Papstes, Leo XIV, erreicht, der ein ausgewiesener Kirchenrechtler ist und die ganze Causa Rainer Woelki sehr gut kennt."

Nimmt der Papst Rücktrittsgesuch an?

In einem anderen Fall, sagt Kirchenrechtler Schüller, habe die Anzeige eines Betroffenenbeirats bereits dazu geführt, dass ein Bischof gehen musste: "Von daher traue ich in dieser Angelegenheit durchaus dem neuen Papst zu, dass er dem Recht entsprechend endlich das Rücktrittsgesuch des Kölner Kardinals annimmt, weil dieser zum wiederholten Male seinen kirchenrechtlichen Amtspflichten nicht nachgekommen ist."

Woelki hatte im März 2022 dem damaligen Papst Franziskus formal seinen Rücktritt angeboten. Dieser hatte nicht darüber entschieden. Er habe das Rücktrittsgesuch in der Hand, sagte Franziskus in einem Interview im Juni 2022. Nach dem Tod von Franziskus erklärte Woelki, er sei mit diesem im Reinen gewesen und im Gespräch ermutigt worden, weiterzumachen.

Woelki über Anzeige überrascht

Die Pressestelle des Erzbistums Köln weist auf WDR-Anfrage die vorgebrachten Anschuldigungen des Beirats als "offenkundig haltlos" zurück. Sie bauten "sicherlich unabsichtlich mangels besseren Wissens auf einer Reihe falscher Annahmen und Behauptungen auf".

Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft sei nicht geführt worden, um den Umgang mit Anzeigen möglicher Sexualstraftaten, der Meldung von Tätern und erst recht nicht um die Aufarbeitung von Missbrauchstaten aufzuklären, heißt es in der Stellungnahme des Erzbistums. Damit komme eine Anwendung der in der Anzeige erwähnten kirchenrechtlichen Normen nicht in Frage. Kardinal Woelki hätte sich gewünscht, dass die Verfasser mit ihm den kritischen Austausch gesucht hätten.

Verschiedenes

via tagesschau.de - Die Nachrichten der ARD https://www.tagesschau.de/infoservices/alle-meldungen-100.html

July 20, 2025 at 06:05PM

·tagesschau.de·
Missbrauchsopfer zeigen Kölner Kardinal Woelki an
The heart seeks God and wants peace
The heart seeks God and wants peace

The heart seeks God and wants peace

https://cruxnow.com/commentary/2025/07/the-heart-seeks-god-and-wants-peace/

In the spiritual life, it’s easier to unmask and dismantle the objections against prayer that are brought up by our fallen world and fallen hearts. Arguments are easy to deal with and debate. Points are made, but counterpoints are given.

A far harder battle is the one that involves the disappointment of the heart. There is no argument or debate. The heart feels what it feels. It knows what it knows. And the hardest spiritual battle to fight is the battle against a heart that has been disappointed by prayer.

The heart can be disappointed with prayer for many reasons.

In struggles, heartbreaks, trials, or tribulations, the heart turned to God and asked for his blessings and protection. In spite of the prayers, bad things happened, loved ones were hurt, betrayal occurred, and nothing good was discernable. In conclusion, the wounded heart decided that prayer is a farce. It doesn’t help with anything.

The Catechism of the Catholic Church notes: “Finally, our battle has to confront what we experience as failure in prayer.”

In such moments, the heart doesn’t want to pray. It doesn’t want to talk about prayer. It doesn’t want to think, see, or be reminded of prayer in any way. The heart has been stripped of faith.

In addition, there are times in which the heart turns away from prayer because of dryness. The heart seeks God and wants peace. It asks for healing and rejuvenation. It desires to hear from God and know of his care, and yet there is only silence and presumed neglect. The Catechism rightly calls this “discouragement during periods of dryness.”

There are also moments in which the soul feels remorse over its distance from God. Such sorrow leads the soul to walk away from God. The Catechism identifies this as “sadness that, because we have ‘great possessions,’ we have not given all to the Lord.”

Likewise, there is also (again) the disappointment over prayer and a wounded ego. We turned to God, relied on him, trusted him, and we believe that he failed us. He didn’t come through. In such moments, the soul feels tricked and abandoned. The Catechism observes this as “disappointment over not being heard according to our own will; wounded pride, stiffened by the indignity that is ours as sinners.”

And then, there is the rebellion against the idea that prayer is an unmerited gift. The heart thinks it needs to earn prayer because a gift always has strings attached. The soul wants to do the work of prayer on its own. The Catechism notes that there is a “resistance to the idea that prayer is a free and unmerited gift; and so forth.”

Each of these different struggles and objections to prayer are grounded in a heart that has been hurt and disappointed by prayer. But the hurt and disappointment oftentimes hide another source, namely, our own pride.

We believe God should be a good business person and give some quid-pro-quo. We believe that we can control God and that he must do what we say and when we say it. We assert our will over his and expect him to go along with it.

We define prayer by our own autonomy and see it as a list of demands, rather than a loving union with God and a joyful surrender to his will, which knows all things and is the supreme good in, through, and above all things.

Due to the false or severely incomplete definition of prayer that we surround ourselves with, there is an overarching false belief and wayward conviction in our hearts that prayer is about getting what we want. It is the ultimate game in manipulation, since it involves manipulating and coercing even God.

The Catechism observes: “The conclusion is always the same: what good does it do to pray?”

The response is always the same. From Adam and Eve after the fall from grace, to Noah amidst the waves, to Abraham as he entered the Promised Land and waited for a son, to Moses on Mount Sinai, to King David as he confronted Goliath, and ultimately to the Lord Jesus in the Garden of Gethsemane. The path of prayer is the path of humility.

The Catechism teaches: “To overcome these obstacles, we must battle to gain humility, trust, and perseverance.”

This way gives the answer to all the objections and hesitations to prayer. It is humility. It is acknowledging God’s greatness and accepting his will. This is the path of prayer.

To receive free, daily reflections from Father Kirby, visit: DailyDiscipleship.org.

Religion

via Crux Now https://cruxnow.com

July 20, 2025 at 09:01AM

·cruxnow.com·
The heart seeks God and wants peace
Bischofskonferenz setzt auf ethische Regeln für Künstliche Intelligenz
Bischofskonferenz setzt auf ethische Regeln für Künstliche Intelligenz

Bischofskonferenz setzt auf ethische Regeln für Künstliche Intelligenz

https://explizit.net/artikel/bischofskonferenz-setzt-auf-ethische-regeln-fuer-kuenstliche-intelligenz/

-ein Beitrag im Rahmen des Monatsthemas "Kirche & Künstliche Intelligenz" der Portale explizit.net und kath.de-

Quelle: https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/europabischof-wilmer-betont-frieden-demokratie-schoepfung-und-ki

Christian Schnaubelt (Chefredakteur und Herausgeber von explizit.net und kath.de)

Religion

via Aktuelles von explizit.net http://www.explizit.net

July 20, 2025 at 10:37AM

·explizit.net·
Bischofskonferenz setzt auf ethische Regeln für Künstliche Intelligenz
Sklaverei und Glaubensgemeinschaften eine historische Spurensuche
Sklaverei und Glaubensgemeinschaften eine historische Spurensuche

Sklaverei und Glaubensgemeinschaften – eine historische Spurensuche

https://www.feinschwarz.net/sklaverei-und-glaubensgemeinschaften/

Angesichts von „Black Lives Matter“ macht sich Hans Gerald Hödl auf historische Spurensuche zum Zusammenhang von Sklaverei und Glaubensgemeinschaften. Wiedergelesen.   Sklaverei und das Licht […]

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Religion

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July 20, 2025 at 12:04AM

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Sklaverei und Glaubensgemeinschaften eine historische Spurensuche
Zwischen reichem Erbe und Nachwuchssorgen / Kirchenmusik-Studium bietet derzeit eine Jobgarantie
Zwischen reichem Erbe und Nachwuchssorgen / Kirchenmusik-Studium bietet derzeit eine Jobgarantie

Zwischen reichem Erbe und Nachwuchssorgen / Kirchenmusik-Studium bietet derzeit eine Jobgarantie

https://www.domradio.de/artikel/kirchenmusik-studium-bietet-derzeit-eine-jobgarantie

"Die Orgel ist meine Lebensbasis", sagt Kantor Benjamin Leins. "Es gibt so großartige Literatur. Egal, was im Leben passiert:

Wenn ich das nicht hätte, dann wäre ich für die Anfechtungen wesentlich anfälliger." Für die Kirchenmusik habe er sich entschieden, weil sie vielfältige Möglichkeiten biete. "Man hat Zugang zu zahlreichen Instrumenten und unterschiedlichen Stilepochen - von Renaissance bis Pop." Leins hat an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle an der Saale studiert. Heute ist er Kantor in Bernburg und Nienburg in Sachsen-Anhalt. Er spielt Orgel und leitet mehrere Instrumentalkreise und einen Chor.

Kirchenmusik ist eine tragende Säule der Musikkultur in Deutschland. Trotz zunehmender Säkularisierung erfreuen sich Kantoreien in größeren Städten regen Zulaufs. In ländlichen Regionen bietet Kirchenmusik Kindern und Jugendlichen oftmals die einzige Möglichkeit, mit "Hochkultur" in Berührung zu kommen. So ist der Beruf des Kirchenmusikers oder der Kirchenmusikerin durchaus attraktiv. Studieren kann man das Fach an staatlichen wie an kirchlichen Musikhochschulen.

Nach wie vor prägend: die Orgel

In kirchlicher Trägerschaft gibt es bundesweit acht solcher Hochschulen, sechs davon evangelisch, zwei katholisch. Die größte evangelische mit rund 60 Studierenden liegt in Halle an der Saale, die größte katholische mit rund 100 Studierenden befindet sich in Regensburg. Sie ist zugleich das größte Kirchenmusik-Institut der Welt. Entsprechend international war die Studierendenschaft in den vergangenen Jahrzehnten, mit Studierenden aus Ländern wie Polen, Korea, Kuba und Brasilien.

Die Orgel ist zentral für die Kirchenmusik - sowohl für Kompositionen von Johann Sebastian Bach oder Felix Mendelssohn Bartholdy als auch für das liturgische Orgelspiel, das gesungene Akklamationen oder liturgische Handlungen begleitet. Improvisation ist hier entscheidend, etwa um den Einzug eines Pfarrers musikalisch flexibel zu untermalen.

Professor will Musiker mit Herz formen

"Hier ist eine besondere Sensibilität gefragt", sagt Christoph Bornheimer, Orgelprofessor an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg. "Es ist in meinem Unterricht mir immer wichtig, dass ich nicht in erster Linie Organisten ausbilde, sondern Menschen, die sich mit Musik beschäftigen."

Die Ausbildung an kirchlichen Hochschulen zeichnet sich durch familiären Charakter und ein geistliches Leben aus. Am Heidelberger Institut pflegt man eine Kooperation mit der Theologischen Fakultät der Universität. Gemeinsam werden regelmäßig sogenannte Seminargottesdienste veranstaltet. "Es ist ein sehr fruchtbares Zusammenarbeiten zwischen angehenden Pfarrerinnen und Pfarrern und Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern", betont Bornheimer.

Orgelstudenten singen im Hochschulchor

An allen deutschen Kirchenmusik-Instituten ist es Pflicht, im jeweiligen Hochschulchor mitzusingen, der in der Regel ein hohes Niveau hat. Die Chöre seien meist im Kulturleben der jeweiligen Stadt präsent, sagt der Rektor des Instituts in Halle, Peter Kopp. "Ein Ausdruck dessen ist etwa, dass der Chor unserer Hochschule regelmäßig beim Abschlusskonzert der Händelfestspiele mitwirkt." Die Nähe zur Martin-Luther-Universität, die ebenfalls über eine große Musiktradition verfüge, bereichere das studentische Leben durch kulturelle Impulse.

Das hinterlässt auch Spuren in den Lehrplänen. So gibt es in Halle, Heidelberg und Regensburg den kombinierten Studiengang Kirchenmusik und Lehramt an Gymnasien. "Also eigentlich das alte Lehrer-Kantor-Prinzip. Das kann vielleicht sogar in gewissen nicht großstädtischen Strukturen sehr interessant sein", so Kopp. In Heidelberg geht die Kooperation mit der Universität noch weiter: Eine "Summer School", eine Art Symposium, beschäftigt sich mit Themen an der Schnittstelle von Theologie und Kirchenmusik. Das Studium findet also keinesfalls im kirchlichen Elfenbeinturm statt.

Kirchenmusik ist Jobgarant

Und wie steht es um die Berufsaussichten? "Die Absolventen der Hochschulen für Kirchenmusik in Deutschland sehen rosigen Zeiten entgegen", sagt der Rektor des Regensburger Instituts, Franz Josef Stoiber. "Wer das Examen schafft, bekommt auch eine Stelle". Das bestätigt auch Professor Bornheimer aus Heidelberg. Trotz schwindender Mitgliederzahlen in beiden großen Kirchen sei der Fachkräftemangel im Bereich der Kirchenmusik enorm groß, zu viele Babyboomer würden in den nächsten Jahren in den Ruhestand treten.

"Alle, die das Examen schaffen, können sich im Prinzip aussuchen, wo sie hingehen, haben oft die Auswahl zwischen mehreren Stellenangeboten", sagt Bornheimer. Zugleich sorgt er sich um geeigneten Nachwuchs.

Auch Kantor Benjamin Leins bereitet das Kopfzerbrechen. Er spricht sich jedoch selbst Mut zu: "Auch wenn die Kirche als Institution nicht immer gleichbleiben wird - das Bedürfnis nach Kirchenmusik geht, glaube ich, weit über die Kirchengrenzen hinaus". Bei einer Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium sei er von einer Freundin gefragt worden, ob das nun ein Gottesdienst oder ein Konzert gewesen sei. "Ich konnte keine gute Antwort darauf geben."

Neben dem vollständigen Ausbildungsgang, der zur Bekleidung einer Kirchenmusikerstelle (Teilzeitbeschäftigung) in allen Bereichen befähigt, besteht auch die Möglichkeit der Teilbereichsqualifikation für Orgel oder Chorleitung.

Den Unterrichtsinhalt bilden folgende Fächer:

Religion

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July 19, 2025 at 08:16AM

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Zwischen reichem Erbe und Nachwuchssorgen / Kirchenmusik-Studium bietet derzeit eine Jobgarantie
"Darf kein taktisches Argument sein" / Erzbischof Bentz warnt vor Vereinnahmung des Lebensschutzes
"Darf kein taktisches Argument sein" / Erzbischof Bentz warnt vor Vereinnahmung des Lebensschutzes

"Darf kein taktisches Argument sein" / Erzbischof Bentz warnt vor Vereinnahmung des Lebensschutzes

https://www.domradio.de/artikel/erzbischof-bentz-warnt-vor-vereinnahmung-des-lebensschutzes

In der Debatte um die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf warnt der Paderborner Erzbischof vor der Vereinnahmung des Lebensschutzes durch Ideologen. "Lebensschutz darf kein taktisches Argument sein", erklärte Udo Markus Bentz am Freitag.

"Wer ihn instrumentalisiert, spricht am Ende nicht mehr für das Leben, sondern nur noch gegen andere." Der Schutz ungeborenen Lebens sei ein zentrales ethisches Anliegen und durch das Grundgesetz gesichert. In der Diskussion um die Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht liege aber nah, dass rechtspopulistische und demokratiefeindliche Kräfte das Thema für sich genutzt haben.

Brosius-Gersdorf war von der SPD als Richterin vorgeschlagen worden. Die für vergangene Woche geplante Wahl kam nicht zustande, nachdem in der Unionsfraktion Vorbehalte gegen die Juristin laut geworden waren.

Im Zentrum der Kritik stand unter anderem ein Satz der Verfassungsrechtlerin in einem Kommissionsbericht zum Thema Abtreibung aus dem vergangenen Jahr. Darin schreibt sie: "Es gibt gute Gründe dafür, dass die Menschenwürdegarantie erst ab Geburt gilt."

Lebensschutz aus Solidarität

Gegen die Vorwürfe setzte sich Brosius-Gersdorf jedoch zur Wehr. In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz sagte die Juristin: "Ich bin nie eingetreten für eine Legalisierung oder Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs bis zur Geburt." Falsch sei auch, "dass ich gesagt haben soll oder geschrieben haben soll, dass der Embryo kein Lebensrecht hat".

Bentz betonte, Lebensschutz sei ein hohes Gut, aber kein einfaches. "Wer ihn ernst nimmt, darf die Spannungen nicht übersehen, die daraus entstehen - in unserer Gesellschaft und in den Biografien einzelner", so der Erzbischof. Lebensschutz sei kein Thema einzelner Gruppen. "Er ist keine konservative Position, sondern Ausdruck einer humanen, solidarischen Gesellschaft."

Er rief dazu auf, Verantwortung für Lebensschutz zu übernehmen, etwa durch Unterstützung von Frauen in Schwangerschaftskonflikten und Menschen mit Behinderung sowie deren Familien. "Wer für das Leben einsteht, muss auch jenen zur Seite stehen, die das Ja zum Leben tagtäglich mittragen."

Religion

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July 19, 2025 at 08:16AM

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"Darf kein taktisches Argument sein" / Erzbischof Bentz warnt vor Vereinnahmung des Lebensschutzes
Das Dikasterium für die Evangelisierung
Das Dikasterium für die Evangelisierung

Das Dikasterium für die Evangelisierung

https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2025-07/das-dikasterium-fur-die-evangelisierung.html

Diese Kurienbehörde ist für zwei Dinge zuständig: für Grundfragen der weltweiten Evangelisierung sowie für die Errichtung, Begleitung und Unterstützung jüngerer Teilkirchen hauptsächlich in Asien und Afrika. Es handelt sich also um eine auf Verkündigung und Mission ausgerichtete Einrichtung mit zwei Sektionen. Das gemeinsame Ziel ist es, Christus, das Licht der Völker, in die Welt zu bringen - und zwar überall hin.

Aufgabe dieser Kurienbehörde ist es, den Papst bei der Auswahl der künftigen Bischöfe zu unterstützen, denen er die kirchlichen Gemeinschaften in seinen Jurisdiktionsgebieten ...

03/07/2025

Dikasterium für den Klerus

Alessandro Di Bussolo und Gudrun Sailer – Vatikanstadt

Dem Werk der Evangelisierung zu dienen – damit Christus, das Licht der Völker, durch Wort und Tat bekannt wird und die Kirche als sein mystischer Leib wachsen kann: Das ist die Aufgabe des Dikasteriums für die Evangelisierung, wie sie in der Apostolischen Konstitution Praedicate Evangelium von 2022 festgelegt ist.

Das Dikasterium ist in zwei Sektionen gegliedert: Die erste, jüngere, widmet sich den grundlegenden Fragen der Evangelisierung weltweit. Die zweite Abteilung ist weitaus älter, sie gilt der Erstverkündigung und der Begleitung neuer Teilkirchen, insbesondere in neu missionierten Regionen.

Das Dikasterium hat eine Besonderheit, die es von den übrigen 15 Dikasterien der Kurie unterscheidet: Es untersteht direkt dem Papst. Das hatte Franziskus in Praedicate Evangelium so verfügt; zugleich reihte er das Dikasterium für die Evangelisierung in diesem Dokument an die erste Stelle, wo bisher die Glaubensbehörde stand.

Bischöfe einer jüngeren Teilkirche

Jede der beiden Sektionen der Evangelisierungsbehörde hat einen Pro-Präfekten. Erzbischof Rino Fisichella leitet die Sektion für die Grundfragen der Evangelisierung, Kardinal Luis Antonio G. Tagle die Sektion für Erstverkündigung. Der Italiener Fisichella war bereits seit 2010 Präsident des damals neu errichteten Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung. Kardinal Tagle, der frühere Erzbischof von Manila auf den Philippinen, war seit 2019 Präfekt der Missionskongregation.

Ein Blick in die Geschichte

Die erste Sektion hat ihre Aufgaben vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung übernommen. Dieser war 2010 von Papst Benedikt XVI. durch das Motu proprio Ubicumque et semper ins Leben gerufen worden. Mit dem Motu proprio Fides per Doctrinam von Januar 2013 übertrug Benedikt XVI. auch die Zuständigkeit für die Katechese vom Klerusdikasterium auf diesen Rat.

Der Rat war federführend bei der Organisation des von Benedikt XVI. ausgerufenen „Jahres des Glaubens“ 2012/2013 sowie des „Heiligen Jahres der Barmherzigkeit“ 2016, das Papst Franziskus ausgerufen hatte. Auch für das „ordentliche Jubiläum“ 2025, das unter dem Leitwort Hoffnung steht, ist die erste Sektion zuständig.

2017 übertrug Papst Franziskus dem Rat außerdem die Verantwortung für die Seelsorge in Wallfahrtsstätten– zuvor Aufgabe der Kleruskongregation.

Die zweite Sektion führt die Arbeit der ehemaligen Kongregation für die Evangelisierung der Völker weiter, die bereits 1622 von Papst Gregor XV. als Congregatio de Propaganda Fide gegründet wurde. Sie sollte zum einen die Einheit mit den orthodoxen und protestantischen Kirchen fördern, zum anderen die Mission unter Nichtchristen koordinieren.

1967 benannte Papst Paul VI. die Behörde um in „Kongregation für die Evangelisierung der Völker oder ‚de Propaganda Fide‘“. Johannes Paul II. verkürzte den Namen 1988 auf „Kongregation für die Evangelisierung der Völker“. Papst Franziskus schließlich vereinte mit Praedicate Evangelium (2022) die bisher getrennten Aufgaben der Missionskongregation und des Rats für Neuevangelisierung im neuen Dikasterium für die Evangelisierung.

Zuständigkeiten des Dikasteriums

Praedicate Evangelium beschreibt die Aufgabenbereiche des Dikasteriums: Es verantwortet die Evangelisierung weltweit sowie die Errichtung, Begleitung und Unterstützung neuer Teilkirchen – unter Wahrung der Zuständigkeiten des Dikasteriums für die Orientalischen Kirchen.

Die Sektion für Grundfragen der Evangelisierung analysiert aktuelle Herausforderungen für die Verkündigung und entwickelt geeignete Formen, Ausdrucksweisen und Mittel. Dabei bezieht sie kulturelle Kontexte ebenso ein wie Fragen der Volksfrömmigkeit und unterstützt die Inkulturation des Evangeliums in verschiedenen Kulturen und Ethnien.

Bei internationalen Wallfahrtsorten ist die erste Sektion der Behörde zuständig für die kanonische Errichtung, die Genehmigung der Statuten sowie für die Zusammenarbeit mit den Ortskirchen bei einer organisch aufgebauten Heiligtumspastoral als Orte dauerhafter Evangelisierung.

Weil Evangelisierung auch eine Vorzugsoption für die Armen einschließt, verantwortet die Sektion die Organisation des „Welttags der Armen“. Weitere Aufgaben sind die Gestaltung globaler Initiativen wie „24 Stunden für den Herrn“ oder der „Sonntag des Wortes Gottes“, einschließlich der theologischen Reflexion und Verbreitung der Heiligen Schrift.

Die Sektion ist darüber hinaus für die Katechese zuständig, sei es für regelmäßig praktizierende Christinnen und Christen, für Menschen mit vertiefungsbedürftigem Wissen oder für jene, die sich vom Glauben entfernt haben. Sie wacht über die inhaltliche Qualität der Katechese, fördert die katechetische Ausbildung und bestätigt im Auftrag des Apostolischen Stuhls die von Ortskirchen erarbeiteten Katechismen. Außerdem fördert sie die Ausbildung und pastorale Tätigkeit der „Missionare der Barmherzigkeit“ und unterstützt die missionarische Berufung aller Getauften – durch Gebet, Zeugnis und konkrete Werke. Leiter dieser Unterabteilung ist als Delegat seit 2014 der deutsche Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.

Die Sektion für Erstverkündigung und neue Teilkirchen

Diese Sektion begleitet die Verkündigung des Evangeliums in Regionen, in denen das Christentum noch jung ist, und fördert den Aufbau des kirchlichen Lebens. Sie ist verantwortlich für die Errichtung von Diözesen und bereitet die Besetzung der zugehörigen Bischofsstühle vor, übernimmt in diesen Angelegenheiten also die Aufgaben, die für traditionsreiche Kirche das Dikasteriums für die Bischöfe innehat. Zudem betreut sie die Fünfjahresberichte und die ad limina-Besuche jener Ortskirchen, die ihrer Obhut anvertraut sind.

Die Sektion arbeitet eng mit Bischöfen, Bischofskonferenzen, Ordensgemeinschaften und Gesellschaften apostolischen Lebens zusammen, um missionarische Berufungen zu fördern und die Ausbildung von Priestern und Katecheten in jenen Gebieten zu gewährleisten, die ihrer Zuständigkeit unterstehen.

Sie fördert den Austausch unter jungen Teilkirchen sowie zwischen ihnen und älteren Ortskirchen. Um eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen, begleitet sie neue Teilkirchen auf dem Weg zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit und unterstützt sie beim Aufbau eigener Hilfsfonds.

Darüber hinaus sind der Zweiten Abteilung des Dikasteriums für die Evangelisierung die Päpstlichen Missionswerke und das Kindermissionswerk anvertraut. Eine eigene Missionsnachrichtenagentur namens „Fides“ gehört ebenfalls zu diesem Teil der Behörde.

Die Zweite Abteilung verfügt darüber hinaus über ein eigenes, für die Missionen bestimmtes Vermögen. Das damit beauftragte Büro untersteht dem beigeordneten Sekretär der Sektion und ist rechenschaftspflichtig gegenüber dem vatikanischen Wirtschaftssekretariat. Sitz der zweiten Abteilung des Dikasteriums für die Evangelisierung ist der traditionsreiche „Palazzo di Propaganda Fide“ aus dem 17. Jahrhundert an der Spanischen Treppe.

(vatican news – gs)

Religion

via Vatican News - Deutsch https://www.vaticannews.va/de.html

July 19, 2025 at 01:55PM

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Das Dikasterium für die Evangelisierung
Dialog und Synodalität als Kern der Kirche / Theologe Söding wirbt für Mut bei Reformen
Dialog und Synodalität als Kern der Kirche / Theologe Söding wirbt für Mut bei Reformen

Dialog und Synodalität als Kern der Kirche / Theologe Söding wirbt für Mut bei Reformen

https://www.domradio.de/artikel/theologe-soeding-wirbt-fuer-mut-bei-reformen

Für den Bochumer Theologen Thomas Söding gehören Dialog und Beteiligung zum Wesenskern des Christseins und damit zur Gestalt von Kirche.

"Gemeinsam auf dem Weg zu sein und Probleme zu besprechen, das ist eine der ältesten Selbst- und Fremdbezeichnungen von Christen - nicht der Rückzug in eine Nische oder in eine Utopie", sagte Söding am Freitag in der Katholischen Akademie Freiburg.

Der Wissenschaftler zeigte sich überzeugt, dass der in Deutschland begonnene Reformprozess des synodalen Wegs genauso wie die von Papst Franziskus angestoßenen Gespräche über Synodalität die Kirche positiv verändern werde. Auch Papst Leo XIV. trete dafür ein. Es gehe dabei nicht um einen Bruch mit der Tradition, sondern um eine als Umkehr und Erneuerung verstandene Umkehr, sagte Söding.

Reaktion auf Missstände

Dringlichkeit erhielten die Reformanstrengungen durch die von vielen Katholiken und Katholikinnen erlebten Missstände und Krisen.

"Klerikalismus, Machtmissbrauch, fehlende Frauenrechte und Exklusion aufgrund der eigenen Sexualität - all diese Probleme rufen nach synodalen, gemeinschaftlichen Antworten", sagte Söding.

Der Theologe bezeichnete die fehlende Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche als besonders drängende Krise. "Und mangelnde Frauenrechte in der Kirche werden keineswegs nur in Deutschland, sondern weltweit beklagt, ob in Paraguay, Kanada oder auf den Philippinen."

Mehr Austausch in der Kirche

Söding zeigte sich davon überzeugt, dass es trotz Kritik einzelner Bischöfe in Deutschland künftig neue, dauerhafte Strukturen in der katholischen Kirche für Austausch und Dialog geben werde. "Wir brauchen zum Beispiel auch ein Forum, wo wir uns offen über unseren Glauben austauschen können. Das fehlt derzeit."

Klerikalismus bezeichnet das Bestreben, der Geistlichkeit einer Religion mehr Einfluss in einem Staat zu verschaffen, oder das Bestreben, der Geistlichkeit innerhalb einer Religion im Vergleich zu den Laien mehr Gewicht zu geben. In der Philosophie und Politikwissenschaft steht Klerikalismus auch für die Herrschaft des Klerus bzw. der Priester. Innerkirchliche klerikale und antiklerikale Strömungen gibt es heute in den meisten großen christlichen Kirchen mit zyklisch wechselndem Übergewicht.

Religion

via DOMRADIO.DE - Der gute Draht nach oben https://www.domradio.de/

July 18, 2025 at 05:19PM

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Dialog und Synodalität als Kern der Kirche / Theologe Söding wirbt für Mut bei Reformen
Materialheft zur Ökumenischen FriedensDekade vom 9. bis 19. November 2025 erschienen
Materialheft zur Ökumenischen FriedensDekade vom 9. bis 19. November 2025 erschienen

Materialheft zur Ökumenischen FriedensDekade vom 9. bis 19. November 2025 erschienen

https://www.ekd.de/bittgottesdienst-fuer-den-frieden-2025-91271.htm

Das neue Materialheft zur Ökumenischen FriedensDekade 2025 ist ab sofort online verfügbar. Es bietet Kirchengemeinden zahlreiche Bausteine für die Gestaltung eines Bittgottesdienstes für den Frieden – auch mit Anregungen für die Arbeit mit Kindern.

Enthalten sind unter anderem Gottesdienstbausteine, ein Lied zur FriedensDekade, eine Andacht, eine Meditation, eine Bildbetrachtung zum Plakatmotiv sowie eine Lesepredigt. Erarbeitet wurde das Heft von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK). Es wird in digitaler Form zur Verfügung gestellt.

Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ lädt die diesjährige FriedensDekade vom 9. bis 19. November 2025 dazu ein, Frieden aktiv zu suchen und zu fördern – in persönlichen Beziehungen, in der Gesellschaft und weltweit. Die biblischen Impulse zum Motto (Römer 13,11-12 und 1. Könige 19,1-8) unterstreichen diese Botschaft: Sie rufen dazu auf, wach und bereit für den Frieden zu sein und auch in schwierigen Zeiten Hoffnung für Frieden zu schöpfen. Rund um die FriedensDekade erscheint in diesem Jahr zudem die neue Friedensdenkschrift der EKD

Die Ökumenische FriedensDekade findet jährlich im November in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag statt. Motto und Plakat werden vom Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade festgelegt, in dem die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland e.V. (ACK) und eine Trägergruppe unter der Federführung der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) zusammenarbeiten.

Das Heft steht ab dem 18.07.2025 im Internet als PDF zum Download bereit unter www.ekd.de/bittgottesdienst2025. Weitere Informationen unter www.friedensdekade.de.

Hannover, 18. Juli 2025

Pressestelle der EKD

Religion

via Evangelische Kirche in Deutschland: Presse https://www.ekd.de

July 18, 2025 at 09:12AM

·ekd.de·
Materialheft zur Ökumenischen FriedensDekade vom 9. bis 19. November 2025 erschienen
Gespräch "von gegenseitigem Respekt geprägt" / Erzbischof Gössl telefoniert mit Brosius-Gersdorf
Gespräch "von gegenseitigem Respekt geprägt" / Erzbischof Gössl telefoniert mit Brosius-Gersdorf

Gespräch "von gegenseitigem Respekt geprägt" / Erzbischof Gössl telefoniert mit Brosius-Gersdorf

https://www.domradio.de/artikel/erzbischof-goessl-telefoniert-mit-brosius-gersdorf

Das Gespräch sei "von gegenseitigem Respekt geprägt" gewesen. Gössl habe dabei eingeräumt, über die Position der Juristin zum Thema Lebensschutz falsch informiert gewesen zu sein.

Am Sonntag hatte er in einer Predigt gesagt, Brosius-Gersdorf bestreite angeblich das Lebensrecht ungeborener Menschen. Das bedaure er nachdrücklich. Der Erzbischof hält laut Mitteilung des Erzbistums weiterhin daran fest, dass es keinen abgestuften Lebensschutz geben könne.

Der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber kritisiert die Rolle seines Nachfolgers Jens Spahn. Es seien nicht die rechten Kanäle gewesen, die besonderen Einfluss auf Abgeordnete von CDU und CSU ausgeübt hätten. Vielmehr habe es in der Fraktion schon lange vor der öffentlichen Debatte Vorbehalte gegeben. "Das hätte die Fraktionsführung, wenn sie in die Fraktion reingehört hätte, auch schon eine Woche vorher wissen müssen", sagte Tauber der "Frankfurter Rundschau" (Freitag). Die Richterwahl hätte dann frühzeitig abgesagt werden können.

Auf eine steigende Zahl öffentlicher Angriffe auf Frauen und Diffamierungen macht die Organisation UN Women Deutschland aufmerksam. Der Fall Brosius-Gersdorf zeige, "wie antifeministische Netzwerke gezielt Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen können". Frauen, die sich für Frauenrechte, Geschlechtergleichstellung und Demokratie einsetzten, erlebten weltweit zunehmend Hass, Einschüchterung und Gewalt.

Kritik aus Kirche an kirchlichen Stimmen

Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, verteidigte Brosius-Gersdorf gegen Diffamierungen. "Diese Frau hat es nicht verdient, so beschädigt zu werden", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). Auf die Frage, ob Vertreter der Kirche die Diskussion um die Verfassungsrichterwahl angeheizt hätten, sagte Bätzing: "In dieser gesamten Debatte ist viel schiefgelaufen." Viele Personen, die mit der Richterwahl befasst seien, seien dadurch beschädigt worden.

Die Initiative Maria 2.0 kritisierte in einer Stellungnahme mehrere Bischöfe für ihre Aussagen in der Debatte. Das seien Formulierungen, die mehr polarisierten als zur sachlichen Auseinandersetzung beizutragen.

Auch der katholische Theologe und Ethiker Andreas Lob-Hüdepohl äußerte sich kritisch: Er halte die Einbringung von kirchlicher Seite in die Debatte in vielerlei Hinsicht für unglücklich, sagte Lob-Hüdepohl der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Die Entscheidung allein von der dann auch noch falsch fixierten Position zum Schwangerschaftsabbruch abhängig zu machen, halte ich für fatal."

Vorbehalte gegen Brosius-Gersdorf

Brosius-Gersdorf war von der SPD als Richterin für das Bundesverfassungsgericht vorgeschlagen worden. Die für vergangenen Freitag geplante Wahl kam nicht zustande, nachdem in der Unionsfraktion Vorbehalte gegen die Juristin laut geworden waren. Im Zentrum der Kritik stand unter anderem ein Satz der Verfassungsrechtlerin in einem Kommissionsbericht zum Thema Abtreibung aus dem vergangenen Jahr. Darin schreibt sie: "Es gibt gute Gründe dafür, dass die Menschenwürdegarantie erst ab Geburt gilt."

Gegen die Vorwürfe setzte sich Brosius-Gersdorf jedoch zur Wehr. In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz sagte die Juristin am Dienstagabend: "Ich bin nie eingetreten für eine Legalisierung oder Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs bis zur Geburt." Falsch sei auch, "dass ich gesagt haben soll oder geschrieben haben soll, dass der Embryo kein Lebensrecht hat".

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 hat das Gericht dazu beigetragen, der freiheitlich-demokratischen Grundordnung Ansehen und Wirkung zu verschaffen. Das gilt vor allem für die Durchsetzung der Grundrechte. Zur Beachtung des Grundgesetzes sind alle staatlichen Stellen verpflichtet. Kommt es dabei zum Streit, kann das Bundesverfassungsgericht angerufen werden. Seine Entscheidung ist unanfechtbar. An seine Rechtsprechung sind alle übrigen Staatsorgane gebunden.

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July 18, 2025 at 09:23AM

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Gespräch "von gegenseitigem Respekt geprägt" / Erzbischof Gössl telefoniert mit Brosius-Gersdorf
Theologe Körtner: Weltkirchenrat durch Apartheid-Erklärung beschädigt
Theologe Körtner: Weltkirchenrat durch Apartheid-Erklärung beschädigt

Theologe Körtner: Weltkirchenrat durch Apartheid-Erklärung beschädigt

https://www.jesus.de/nachrichten-themen/israel/theologe-koertner-weltkirchenrat-durch-apartheid-erklaerung-beschaedigt/

Der Theologe Ulrich Körtner kritisiert die Israel-Erklärung des Weltkirchenrats. Die Verwendung eines Bibelverses aus dem Buch des Propheten Amos bewertet er als „skandalös“.

Der Wiener Theologe Ulrich Körtner sieht den Weltkirchenrat durch seine jüngste Verurteilung der Politik Israels gegenüber den Palästinensern beschädigt. „Die Stellung als Brückenbauer in religiösen Dialogen und als politischer Akteur ist geschwächt“, sagte der im Juni emeritierte Ordinarius für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) habe mit seiner Apartheid-Erklärung viel Vertrauen verspielt. Er könne seiner Rolle als Versöhner zwischen Kirchen und Religionen kaum mehr gerecht werden.

Der Zentralausschuss des Weltkirchenrats hatte bei einer Tagung im südafrikanischen Johannesburg im Juni die Politik Israels gegenüber den Palästinensern verurteilt. Die Erklärung zu Palästina und Israel fordert, die „Realität der Apartheid beim Namen“ zu nennen und Sanktionen gegen Israel zu verhängen. „Ich sehe diese Art von öffentlicher Theologie durch diese Stellungnahme nachhaltig desavouiert“, kritisierte Körtner.

Weltkirchenrat als politische NGO

Die Debatte werde von politischem Aktivismus bestimmt, zentrale Konfliktparteien wie die Hamas oder der Iran, welche die Vernichtung des Staates Israel anstreben, „werden mit keiner Silbe in diesem ganzen Papier erwähnt“, fügte Körtner hinzu. Die Forderung nach einem Rückkehrrecht für alle Palästinenser sei politisch zudem illusorisch und verhindere Lösungsansätze. Er halte den Begriff Apartheid für unangemessen. Dieser stamme aus dem südafrikanischen Kontext der Rassentrennung und sei für die Beschreibung des Israel-Palästina-Konflikts ungeeignet. Er spalte mehr, als er verbindet. Für den ÖRK sei diese Positionierung ein Rückschritt: „Er agiert inzwischen wie eine politische NGO“ und entferne sich von seiner eigentlichen Berufung.

Als «skandalös» bewertet Körtner, dass ein Zitat des Propheten Amos aus dem hebräischen Teil der Bibel (5,24) der Israel-Palästina-Erklärung des ÖRK vorangestellt wird. Das berühmte Amos-Zitat werde in der Erklärung isoliert verwendet, ohne den biblischen Kontext zu berücksichtigen: „Im Amos-Zitat steht das Gericht Gottes über ganz Israel im Fokus – das kann missverständlich sein, insbesondere wenn man palästinensische Befreiungstheologie mit einbezieht, die schon lange den Begriff Apartheid gegen Israel nutzt. Damit wird auch das Existenzrecht Israels unterschwellig infrage gestellt.“ Körtner kritisierte daher Aussagen, die Erklärung habe nichts mit Antisemitismus zu tun. In der Erklärung fehle insgesamt eine überzeugende biblisch-theologische Grundlage.

Er beobachte insgesamt einen Bedeutungsverlust des Weltkirchenrats, sagte Körtner. Während der ÖRK in den 70er und 80er Jahren wichtige Impulse für gesellschaftlichen Wandel – etwa gegen die Apartheid in Südafrika – setzte, verliere er heute an Relevanz. Der ÖRK sollte sich seiner eigentlichen Aufgabe besinnen: Brücken zu bauen, statt einseitig Partei zu ergreifen. Die Stellungnahme sei ein Fehler gewesen, bilanzierte Körtner. Es fehle bislang das Eingeständnis dieser Fehlentscheidung durch die Verantwortlichen. Nur so könnte Vertrauen zumindest teilweise wiederhergestellt werden.

Weiterlesen:

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich am 4. Juli in einer Stellungnahme vom Apartheid-Vorwurf des ÖRK distanziert. Wörtlich heißt es:

„Die EKD hält an ihrer Positionierung von 2022 fest, dass der Begriff ‚Apartheid‘ die komplexe Realität in Israel und den palästinensischen Gebieten nicht in geeigneter Weise beschreibt. Der Begriff entstammt dem spezifischen historischen Kontext des südafrikanischen Systems der gesetzlich verankerten rassistischen Trennung und Unterdrückung. Eine Übertragung dieses Begriffs auf die Situation in Israel und den besetzten Gebieten greift aus unserer Sicht zu kurz und trägt nicht zu einer sachgerechten und verantwortlichen Debatte bei.“

Scharfe Kritik an der Entscheidung des Weltkirchenrats äußert Pfarrer Josias Terschüren in einem Kommentar für die Jüdische Allgemeine.

Der frühere EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Zentralausschusses des Weltkirchenrats (ÖRK), verwendet den Begriff „Apartheid“ laut eigener Aussage nicht. Er sehe darin einen „Trigger“, der mehr verhärtet als öffnet. „Was mich vor allem bewegt, ist das schreckliche Leid auf beiden Seiten, nicht Scham über diesen Beschluss“, sagte er in einem Interview mit der Zeitschrift zeitzeichen. Gleichzeitig räumte er ein, dass er eine explizite Verurteilung der Hamas in der aktuellen Erklärung begrüßt hätte. Angesichts der Differenzen innerhalb des Weltkirchenrats sieht Bedford-Strohm seine Rolle darin, für „radikale Leidsensibilität auf allen Seiten“ einzutreten. Er plädiere dafür, andere Sichtweisen ernst zu nehmen, statt sie reflexhaft zurückzuweisen. Das gelte auch für unbequeme Begriffe.

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK), auch als Weltkirchenrat bekannt, umfasst derzeit 356 Mitgliedskirchen mit weltweit mehr als 580 Millionen Christen. Die katholische Kirche ist nicht Mitglied, arbeitet mit dem Weltkirchenrat aber zusammen.

Bedford-Strohm: „Nein, ich schäme mich nicht“

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July 18, 2025 at 09:24AM

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Theologe Körtner: Weltkirchenrat durch Apartheid-Erklärung beschädigt
Bischof Bätzing gratuliert dem Zentralrat der Juden in Deutschland
Bischof Bätzing gratuliert dem Zentralrat der Juden in Deutschland

Bischof Bätzing gratuliert dem Zentralrat der Juden in Deutschland

https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/bischof-baetzing-gratuliert-dem-zentralrat-der-juden-in-deutschland-1

Zum 75-jährigen Bestehen hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, dem Zentralrat der Juden in Deutschland gratuliert. In einem Brief an dessen Präsidenten, Dr. Josef Schuster, schreibt Bischof Bätzing: „Ich beglückwünsche Sie mit großer Hochachtung für Ihren unermüdlichen Einsatz, das jüdische Leben in unserem Land als selbstverständlichen und integralen Bestandteil der Gesellschaft wahrnehmbar zu machen.“

Ausdrücklich warnt Bischof Bätzing vor einem Erstarken des Antisemitismus: „Gerade in Zeiten, in denen dumpfe Parolen antisemitischen Ungeistes in Deutschland wieder laut werden und Übergriffe auf jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger zu einer erschreckenden Realität geworden sind, braucht es umso mehr die Stimme des Zentralrates und aller in ihm zusammengeschlossenen jüdischen Gemeinden und Landesverbände. Sie sind eine starke Stimme und ich versichere Ihnen, dass wir als katholische Kirche in Deutschland diese starke Stimme in jeder Hinsicht unterstützen werden.“ In der Bekämpfung des Antisemitismus im Alltag ständen der Zentralrat und die katholische Kirche zusammen, was eine Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger in einer demokratischen Gesellschaft sein müsse. Bischof Bätzing fügt hinzu: „Sie wissen um unsere ungebrochene Solidarität und ich bin dankbar für die guten Kontakte, die wir untereinander pflegen. Als Religionen sehen wir die gemeinsame Verpflichtung, für das friedliche Zusammenleben in unserem Land einzustehen.“

In seiner Gratulation erinnert Bischof Bätzing auch an die Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils Nostra aetate, die 1965 verabschiedet wurde: „Dieser Meilenstein der Kirchengeschichte ist die bleibende Grundlage für uns, nicht nur den Dialog miteinander zu pflegen, sondern in einem lebendigen Austausch dort die Stimme zu erheben, wo andere in ihrem Glauben bedrängt, in ihren Menschenrechten eingeschränkt oder gegen ihre Gewissensfreiheit verfolgt werden. Wir sind froh und dankbar, dass Papst Leo XIV. sich bereits in den ersten Tagen seines Pontifikats an den Oberrabbiner von Rom gewandt und in einem persönlichen Brief betont hat, ‚den Dialog und die Zusammenarbeit der Kirche mit dem jüdischen Volk fortzusetzen und zu stärken im Geiste der Erklärung Nostra aetate‘.“

Religion

via DBK: Aktuelle Meldungen https://www.dbk.de

July 18, 2025 at 10:07AM

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Bischof Bätzing gratuliert dem Zentralrat der Juden in Deutschland
Theologe und Journalist Joachim Frank: Dürfen sich Kirchen politisch einmischen?
Theologe und Journalist Joachim Frank: Dürfen sich Kirchen politisch einmischen?

Theologe und Journalist Joachim Frank: Dürfen sich Kirchen politisch einmischen?

https://www.deutschlandfunk.de/theologe-und-journalist-joachim-frank-duerfen-sich-kirchen-politisch-einmischen-100.html

Main, Andreas www.deutschlandfunk.de, Tag für Tag

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via dradio-Tag fuer Tag https://www.deutschlandfunk.de/tag-fuer-tag-100.html

July 18, 2025 at 10:42AM

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Theologe und Journalist Joachim Frank: Dürfen sich Kirchen politisch einmischen?
Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe
Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe

Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe

https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2025-07/vatikan-dikasterium-dienst-naechstenliebe-almosen-amt-krajewski.html

Das vatikanische Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe wird auch Almosenamt genannt oder ist als Päpstlicher Wohltätigkeitsdienst bekannt. Denn das ist die Mission dieses Dikasteriums: Im Namen des Papstes Werke der Wohltätigkeit/Nächstenliebe (Caritas) auf den Weg bringen.

Amedeo Lomonaco und Stefanie Stahlhofen – Vatikanstadt

Das Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe, das auch Apostolisches Almosenamt genannt wird, ist ein besonderer Ausdruck der Barmherzigkeit: Ausgehend von der Option für die Armen, die Schwachen, Ausgeschlossenen und die Ausgegrenzten führt es im Namen des Papstes überall auf der Welt Unterstützungs- und Hilfsleistungen aus. In Fällen besonderer Not oder Bedürftigkeit veranlasst der Papst persönlich die Hilfe. Das Dikasterium steht unter der Leitung des Präfekten, des Almosenmeisters Seiner Heiligkeit - seit 2013 ist dies der Pole Konrad Krajewski. Papst Franziskus machte ihn 2018 zum Kardinal.

In Kontakt mit anderen Dikasterien, je nach der Art der Hilfe und Zuständigkeiten, macht das Almosenamt mit seiner Tätigkeit die Fürsorge und Nähe des Papstes als Hirte der Weltkirche konkret: Etwa in Situationen der Bedürftigkeit, der Ausgrenzung oder der Armut. Auch viele Obdachlose werden von dem Amt betreut. Bei schweren Katastrophen hilft das Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe ebenso.

Der Präfekt des Dikasteriums für den Dienst der Nächstenliebe, Kardinal Konrad Krajewski

Wer sich für den runden Geburtstag, die Hochzeit oder zur Taufe einen päpstlichen Segen erbitten möchte, der kann dies von überall in der Welt tun, indem er beim Päpstlichen ...

Zuständigkeiten

Das Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe ist befugt, freie Spenden für die vom Papst ausgeübten Werke der Nächstenliebe für die Bedürftigsten zu sammeln, anzunehmen und zu erbitten.

Um die Sammlung von Geldern für die dem Almosenamt anvertrauten Werke der Nächstenliebe zu fördern, übertrug Leo XIII. dem Amt die Befugnis, den Apostolischen Segen mit ordnungsgemäß beglaubigten Urkunden auf Pergamentpapier zu erteilen. Segensurkunden, etwa für Taufen, Hochzeiten, Priester- oder Ehejubiläen, können auch online über die offizielle Internetseite bestellt werden. Der gesamte Erlös ist für wohltätige Zwecke bestimmt. Die für die Erteilung des päpstlichen Segens angegebenen Kosten beziehen sich auf die Urkunde, die Kosten für ihre Ausfertigung und ihren Versand sowie einen Beitrag für die Wohltätigkeit des Papstes.

Zu den Aufgaben des Almosenmeisters gehört es auch, den Wohltätigkeitsfonds des Heiligen Vaters zu nutzen. Kardinal Krajewski wird auf der Internetseite seines Dikasteriums dazu mit folgenden Worten zitiert: „Die Aufgabe der apostolischen Almosengabe besteht darin, das Konto für die Wohltätigkeit des Heiligen Vaters für die Armen gemäß der Logik des Evangeliums zu leeren." Ziel ist, im Sinne des Evangeliums den Nächsten zu helfen, Notsituationen zu überwinden.

Etwas Geschichte...

Die Nächstenliebe gegenüber den Armen ist ein Anliegen der Kirche, das bis in die ersten Jahrhunderte zurückreicht. Es handelt sich um einen Dienst, für den die Diakone direkt zuständig waren. In einer Bulle von Innozenz III. (1198-1216) wird der Almosenmeister als ein bereits bestehendes Amt erwähnt. Der Papst, der das Apostolische Almosenamt einführte, war der selige Gregor X. (1271-1276): Er legte die Befugnisse der Almosenmeister fest. Auch Alexander V. befasste sich in einer Bulle von 1409 mit der Einrichtung, die ihre Arbeit dank der ständigen Fürsorge der Päpste stets fortgesetzt hat. Der päpstliche Almosenmeister besitzt die Erzbischofswürde, ist Teil der päpstlichen Familie und nimmt daher an den liturgischen Feiern und den offiziellen Audienzen des Papstes teil.

 „Notaufnahme“, um Wunden zu lindern

Auch die medizinische Ambulanz Mutter der Barmherzigkeit (Madre di Misericordia) gehört zum Almosenamt

Papst Franziskus hat oft gesagt, die Kirche sei wie eine Art „Feldlazarett“. Das Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe ist sozusagen ihre "Notaufnahme": ein karitativer und barmherziger Arm, der Wunden heilen und Notleidende unterstützen will. Besonders viele Hilfsgüter waren in jüngster Zeit für die Bevölkerung in der Ukraine bestimmt, die in dieser Zeit vom Krieg erschüttert wird. Vor Ort wurden lebensnotwendige Güter, Kleidung, Hygieneartikel, Medikamente und Lebensmittel verteilt. Nicht selten setzte sich Kardinal Krajewski selbst ans Steuer, um Hilfstransporte in die Ukraine zu fahren.

Kardinal Krajewski auf Hilfsmission

Eine weitere „erste Hilfe“, die vom Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe unterstützt wird, ist die Ambulanz der Mutter der Barmherzigkeit, nebst daneben liegender Wasch- und Duschgelegenheit für Bedürftige. Die Ambulanz „Mutter der Barmherzigkeit" (Madre di Misericordia) unter den Kolonnaden des Petersplatzes bietet - im direkten Bezug auf die Prinzipien des Evangeliums und der Soziallehre der katholischen Kirche - kostenlose medizinische Hilfe für arme, ausgegrenzte oder notleidende Menschen an. Sie befindet sich direkt unter der rechten Kolonnade und bietet jährlich mehr als 15.000 Gesundheitsdienste für etwa 8.000 Menschen an; darüber hinaus gibt es zahlreiche Einsätze mit mobilen Gesundheitsfahrzeugen in Randgebieten der Stadt. Die Notfall-Arztpraxis ist täglich von Montag bis Samstag geöffnet. Die Mission dieser Spezialambulanz ist, wie die des Dikasteriums für den Dienst der Nächstenliebe: Ein Zentrum für Würde und Geschwisterlichkeit sein.

(vatican news)

   

Religion

via Vatican News - Deutsch https://www.vaticannews.va/de.html

July 18, 2025 at 11:40AM

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Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe
Papst Leo XIV. telefoniert mit Israels Premierminister Netanjahu
Papst Leo XIV. telefoniert mit Israels Premierminister Netanjahu

Papst Leo XIV. telefoniert mit Israels Premierminister Netanjahu

https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2025-07/papst-leo-xiv-telefoniert-mit-israels-premierminister-netanjahu.html

Nach dem israelischen Angriff auf die katholische Kirche der Heiligen Familie in Gaza hat Papst Leo XIV. mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu telefoniert. Der Papst rief zu einem sofortigen Waffenstillstand und dem Schutz der Zivilbevölkerung auf.

Nach einem israelischen Angriff auf die katholische Pfarrei in Gaza hat Papst Leo XIV. dem Patriarchen Pierbattista Pizzaballa telefonisch seine Solidarität ausgesprochen. Der ...

Mario Galgano - Vatikanstadt

An diesem Freitagvormittag hat Papst Leo XIV. in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo ein Telefongespräch mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu geführt. Anlass des Gesprächs war der militärische Angriff der israelischen Streitkräfte auf den Kirchenkomplex der Heiligen Familie in Gaza am Vortag, bei dem drei Menschen getötet und weitere, zum Teil schwer, verletzt wurden.

Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls mitteilte, nutzte der Papst das Gespräch, um seinen Aufruf zu erneuern, den Verhandlungsprozess wiederzubeleben und unverzüglich einen Waffenstillstand sowie ein Ende des Krieges zu erreichen. Papst Leo XIV. äußerte erneut seine Sorge über die humanitäre Lage der Bevölkerung im Gazastreifen. Besonders betroffen seien laut dem Pontifex Kinder, ältere Menschen und Kranke.

Darüber hinaus betonte der Papst die Dringlichkeit, alle religiösen Stätten zu schützen und die Sicherheit der Gläubigen sowie aller Menschen in Palästina und Israel zu gewährleisten.

(vatican news)

Religion

via Vatican News - Deutsch https://www.vaticannews.va/de.html

July 18, 2025 at 01:50PM

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Papst Leo XIV. telefoniert mit Israels Premierminister Netanjahu
"Das ist ihr gutes Recht" / Kanzler begrüßt Einmischung der Kirche bei Verfassungsrichterwahl
"Das ist ihr gutes Recht" / Kanzler begrüßt Einmischung der Kirche bei Verfassungsrichterwahl

"Das ist ihr gutes Recht" / Kanzler begrüßt Einmischung der Kirche bei Verfassungsrichterwahl

https://www.domradio.de/artikel/kanzler-begruesst-einmischung-der-kirche-bei-verfassungsrichterwahl

Eine Einmischung der Kirche rund um die geplatzte Verfassungsrichterwahl ist aus Sicht von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) legitim.

"Dass sich die katholische und die evangelische Kirche unterschiedlich, aber dass sich beide Kirchen in einer solchen Frage zu Wort melden, das finde ich gut", sagte Merz am Freitag bei seiner Sommer-Pressekonferenz in Berlin. Weiter betonte er: "Das ist ihr gutes Recht, dass sie das tun und das tun sie auch bei anderer Gelegenheit."

Zugleich wollte der Kanzler nicht weiter ausführen, ob er selbst von Kirchenvertretern rund um die Verfassungsrichterwahl kontaktiert worden sei. Er könne darüber im Einzelnen nicht berichten. "Auch bei meinem Büro meldet sich der eine oder andere, mit dem ich nicht persönlich sofort in Kontakt trete", so Merz. Es habe aber Zuschriften gegeben und verschiedene Wortmeldungen, teilweise öffentlich, teils nicht öffentlich.

Kampagne gegen Kandidatin

Die Wahl dreier Bundesverfassungsrichter war in der vergangenen Woche gescheitert. Hintergrund war die Personalie Frauke Brosius-Gersdorf.

Die Rechtswissenschaftlerin war von der SPD als Richterin für das Bundesverfassungsgericht vorgeschlagen worden. Die Wahl kam nicht zustande, nachdem in der Unionsfraktion Vorbehalte gegen die Juristin laut geworden waren.

Im Zentrum der Kritik, die auch von der katholischen Kirche geäußert worden war, stand unter anderem ein Satz der Verfassungsrechtlerin in einem Kommissionsbericht zum Thema Abtreibung aus dem vergangenen Jahr. Darin schreibt sie: "Es gibt gute Gründe dafür, dass die Menschenwürdegarantie erst ab Geburt gilt."

Gegen die Vorwürfe und die folgende Kampagne in den Sozialen Netzwerken setzte sich Brosius-Gersdorf jedoch zur Wehr. Hunderte Wissenschaftler standen ihr in einem Offenen Brief bei. In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz sagte die Juristin: "Ich bin nie eingetreten für eine Legalisierung oder Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs bis zur Geburt." Falsch sei auch, "dass ich gesagt haben soll oder geschrieben haben soll, dass der Embryo kein Lebensrecht hat".

Aus der Kirche hatte sich vor allem der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl kritisch zur Kandidatin geäußert. Im Nachgang entschuldigte sich Gössl jedoch bei Brosius-Gersdorf. Es gab auch einen privaten Austausch der beiden.

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 hat das Gericht dazu beigetragen, der freiheitlich-demokratischen Grundordnung Ansehen und Wirkung zu verschaffen. Das gilt vor allem für die Durchsetzung der Grundrechte. Zur Beachtung des Grundgesetzes sind alle staatlichen Stellen verpflichtet. Kommt es dabei zum Streit, kann das Bundesverfassungsgericht angerufen werden. Seine Entscheidung ist unanfechtbar. An seine Rechtsprechung sind alle übrigen Staatsorgane gebunden.

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via DOMRADIO.DE - Der gute Draht nach oben https://www.domradio.de/

July 18, 2025 at 01:51PM

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"Das ist ihr gutes Recht" / Kanzler begrüßt Einmischung der Kirche bei Verfassungsrichterwahl
"Datum mit der geringsten religiösen 'Auswirkung'" / Bischof sieht in Abschaffung des Ostermontags kein Kirchenproblem
"Datum mit der geringsten religiösen 'Auswirkung'" / Bischof sieht in Abschaffung des Ostermontags kein Kirchenproblem

"Datum mit der geringsten religiösen 'Auswirkung'" / Bischof sieht in Abschaffung des Ostermontags kein Kirchenproblem

https://www.domradio.de/artikel/bischof-sieht-abschaffung-des-ostermontags-kein-kirchenproblem

Die vorgeschlagene Abschaffung des Ostermontags als Feiertag ist für Bruno Valentin, Bischof des Bistums Carcassonne und Narbonne, kein Aufregerthema. Der Zeitung "La Croix" sagte er am Donnerstag, dabei handle es sich "nicht um ein religiöses Thema". Der Ostermontag sei "von allen katholischen Feiertagen in unserem Kalender das Datum mit der geringsten religiösen 'Auswirkung'".

Der Bischof erklärte, der Ostermontag sei letztlich ein Überbleibsel aus einer Zeit, in der die ganze Osterwoche aus Feiertagen bestand.

Napoleon I. habe die Feiertage auf den einen Ostermontag zusammengekürzt. Der Montag an sich habe für Christen keine besondere Bedeutung - anders als Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag.

Diese Tage seien "spirituell viel wichtiger". Und obwohl sie keine Feiertage seien, würden Christen sie begehen. "Zu diesen Anlässen sind unsere Kirchen immer voll, auch wenn es an einem Wochentag ist." Eine Abschaffung des Ostermontags würde also nach Auffassung des Bischofs die Art und Weise, wie die Gläubigen Ostern feiern, nicht verändern. Ob der Ostermontag als Feiertag wirklich abgeschafft werden sollte, möchte Valentin nicht beurteilen - das sei Aufgabe der Parlamentarier.

Alternativ Mariä Himmelfahrt abschaffen?

Größere Bedenken hätte der Bischof bei der Abschaffung eines anderen Feiertags: Wie "La Croix" berichtet, hatte Astrid Panosyan-Bouvet, Ministerin für Arbeit und Beschäftigung, vorgeschlagen, statt des Ostermontags den 15. August - das Fest Mariä Himmelfahrt - als Feiertag abzuschaffen.

Dazu erklärte Valentin: "Wenn der 15. August abgeschafft würde, wäre das ein großer Akt der kulturellen, historischen und religiösen Entwurzelung." Das Fest sei "ein Höhepunkt des religiösen Jahres", an dem die Kirchen zu Ehren der Jungfrau Maria gut gefüllt seien. Am 15. August gingen selbst die Franzosen zur Messe, die das nur ein paar Mal im Jahr täten. "Ich bin daher der Meinung, dass dies eine Entwurzelung wäre, die nicht gut tun würde", so der Bischof.

Der französische Premierminister François Bayrou hatte am Dienstag vorgeschlagen, neben dem Ostermontag auch den 8. Mai als Feiertag abzuschaffen. Dabei handelt es sich um den "Tag des Sieges" - also den Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am Ende des Zweiten Weltkrieges.

Von der Streichung der beiden Feiertage und weiteren Sparmaßnahmen verspricht sich der französische Premierminister Einsparungen von mehr als 40 Milliarden Euro - um damit das große Haushaltsdefizit Frankreichs wieder in den Griff zu bekommen.

Die katholische Kirche in Frankreich zählt zu den traditionsreichsten und geistesgeschichtlich wichtigsten in Europa. Marksteine ihrer reichen Geschichte sind etwa für das christliche Mittelalter die Taufe von Frankenkönig Chlodwig, die Reichskirche Karls des Großen ("Charlemagne"), die großen Ordensbewegungen und das "Zeitalter der Kathedralen"; weiter die Religionskriege des 16./17. Jahrhunderts, die nationalkirchliche Strömung des "Gallikanismus", die Aufklärung und die Französische Revolution. Zu Frankreichs Kulturerbe gehören ungezählte Klöster und Kathedralen von Weltrang.

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via DOMRADIO.DE - Der gute Draht nach oben https://www.domradio.de/

July 18, 2025 at 02:13PM

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"Datum mit der geringsten religiösen 'Auswirkung'" / Bischof sieht in Abschaffung des Ostermontags kein Kirchenproblem
Europa aeterna und die Extreme Rechte
Europa aeterna und die Extreme Rechte

Europa aeterna und die Extreme Rechte

https://www.feinschwarz.net/europa-aeterna-und-die-extreme-rechte/

Die Extreme Rechte in Politik und Kirche lässt sich mit einem Blick auf die Website „europa aeterna“ analysieren. Sonja Angelika Strube geht einem markanten Phänomen […]

Der Beitrag Europa aeterna und die Extreme Rechte erschien zuerst auf feinschwarz.net.

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July 18, 2025 at 12:08AM

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Europa aeterna und die Extreme Rechte
Chefarzt klagt gegen katholischen Klinikträger wegen Abtreibungsverbot
Chefarzt klagt gegen katholischen Klinikträger wegen Abtreibungsverbot

Chefarzt klagt gegen katholischen Klinikträger wegen Abtreibungsverbot

https://de.catholicnewsagency.com/news/20647/chefarzt-klagt-gegen-katholischen-kliniktrager-wegen-abtreibungsverbot

Ein Chefarzt hat Klage gegen seinen katholischen Klinikträger eingereicht, nachdem ihm das Durchführen vorgeburtlicher Kindstötungen untersagt worden war. Joachim Volz, der Arzt, sieht sich durch die Fusion der beiden Lippstädter Krankenhäuser in seiner ärztlichen Tätigkeit eingeschränkt und führt deswegen einen juristischen Kampf gegen katholische Vorgaben in der medizinischen Versorgung.

Unter der evangelischen Trägerschaft hatte Volz Abtreibungen durchgeführt. Bisher gab es im evangelischen Krankenhaus jährlich rund 15 vorgeburtliche Kindstötungen.

Fusion führte zu Abtreibungsverbot

Die Kontroverse entstand durch die Fusion des Evangelischen Krankenhauses Lippstadt mit dem katholischen Dreifaltigkeits-Hospital zum „Klinikum Lippstadt – Christliches Krankenhaus“ mit rund 2.500 Mitarbeitern. Aus wirtschaftlicher Sicht war der Zusammenschluss notwendig, um die Gesundheitsversorgung in der Region langfristig zu sichern.

Voraussetzung für die Fusionsverhandlungen war für die katholische Seite, dass ab dem 1. Februar 2025 keine Abtreibungen mehr durchgeführt werden dürfen – selbst nicht bei medizinischen Indikationen.

„Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn bei Untersuchungen festgestellt wird, dass das Ungeborene an schwersten, oft nicht lebensfähigen Fehlbildungen oder Beeinträchtigungen leiden wird“, definierte Volz den Begriff der Indikation. Die einzige Ausnahme der neuen Regelung bestehe bei akuter Lebensgefahr für die Mutter. Sollte das Verbot nicht konsequent durchgeführt werden, drohe die Rückgängigmachung der Fusion, so der Chefarzt weiter.

Laut katholischer Lehre ist jede Form der direkten und vorsätzlichen Abtreibung ausnahmslos zu verurteilen, unabhängig von den Lebensumständen oder medizinischen Indikationen. Nach kirchlicher Auffassung beginnt mit der Zeugung menschliches Leben, das „von der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen“ ist.

Jeder Eingriff, der gezielt das Leben des ungeborenen Kindes beendet ist laut Katechismus der Katholischen Kirche (KKK 2271) ein „schwerer sittlicher Verstoß“ und niemand, „auch keine Instanz, kann jemals das Recht zu einer direkten Abtreibung beanspruchen“. Ärzte können selbstverständlich das Leben einer Mutter retten, auch wenn im Rahmen dieser Rettungsmaßnahmen das Kind möglicherweise nicht überleben wird. Hierbei handelt es sich nicht um eine direkte Abtreibung.

In Deutschland werden nach aktueller Rechtslage jährlich mehr als 100.000 ungeborene Kinder im Mutterleib getötet. Von 1996 bis 2023 wurden ungefähr 1,8 Millionen Kinder abgetrieben.

Klage vor dem Arbeitsgericht

Volz reichte Anfang Februar 2025 eine Klage beim Arbeitsgericht Hamm ein und beantragte festzustellen, dass die beiden Dienstanweisungen bezüglich des Verbots der Durchführung von vorgeburtlichen Kindstötungen rechtswidrig und unwirksam sind. Er rügte dabei insbesondere die Überschreitung des Direktionsrechts, einen Verstoß gegen die Berufsfreiheit und gegen den der Klinik auferlegten Versorgungsauftrag.

Bei dem Gütetermin Mitte April kam es laut WDR zu keiner Einigung. Der vorsitzende Richter Klaus Griese machte deutlich, dass die katholische Kirche solche Anweisungen geben dürfe. Für die katholische Kirche sei Abtreibung nach wie vor Mord, und der Arbeitgeber könne den Wunsch von Volz nicht gutheißen.

Der Anwalt der Klinik, Philipp Duvigneau, argumentierte mit dem Gesellschaftsvertrag zur Fusion, der in Sachen Schwangerschaftsabbruch keinen Spielraum lasse. Die Gesellschafter machten klare Vorgaben.

Petition erreicht 100.000 Unterschriften

Parallel zu seiner Klage startete Volz eine Online-Petition mit dem Titel: „Ich bin Arzt & meine Hilfe ist keine Sünde: Stoppt die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen!“ Die Petition erreichte bereits wenige Tage nach Veröffentlichung über 100.000 Unterschriften.

In der Petition stellte Volz zwei Hauptforderungen auf: „Schluss mit religiösen Vorschriften in öffentlichen Krankenhäusern“ sowie „Schluss mit der Kriminalisierung von jeglicher Form des Schwangerschaftsabbruchs“. Er argumentierte, dass sein Fall kein Einzelfall sei und dass es bereits mehrere Fusionen mit ähnlichen Konsequenzen für Gynäkologen gegeben habe.

Religion

via CNA Deutsch https://de.catholicnewsagency.com/

July 18, 2025 at 07:28AM

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Chefarzt klagt gegen katholischen Klinikträger wegen Abtreibungsverbot