Die Absicherung eines Portfolios ist aus mehreren Gründen schwierig:
Mangel an zuverlässigen alternativen Anlageklassen und hohe Aktienbewertungen: Aktien sind besonders in Amerika teuer, was zu niedrigeren erwarteten Renditen und höheren Verlustrisiken bei einem Crash führt. Gleichzeitig sind traditionelle sichere Häfen wie Gold stark geschwankt, und selbst Bitcoin-Fans verlieren das Vertrauen, wodurch es schwierig wird, alternative Schutzoptionen zu finden.
Beschränkungen für professionelle Anleger und das Risiko, Gewinne zu verpassen: Für die meisten professionellen Vermögensverwalter ist der Verkauf von Aktien keine Option, da sie strengen Mandaten unterliegen, die hohe Bargeldreserven verbieten und Kunden bei Nichtinvestition verärgern würden. Auch für Privatanleger ist ein vorzeitiger Verkauf riskant, da man trotz Überbewertung potenziell enorme Gewinne verpassen kann, wie die Entwicklung des NASDAQ vor der Dotcom-Blase zeigte.
Ineffektivität traditioneller Absicherungsinstrumente und Komplexität neuerer Strategien: Staatsanleihen, die früher gut zur Absicherung dienten, sind heute fraglich, da bei steigender Inflation und Zinsen sowohl Aktien als auch Anleihen parallel fallen können. Derivate wie Optionen bieten zwar Schutz, ihre Performance hängt jedoch stark von der Wahl des Ausübungspreises und des Verfallstermins ab, und die Kosten können bei wiederholten Käufen exponentiell steigen.
