Hier sind die wichtigsten Punkte zur Frage, ob China über die nötige fiskalische Feuerkraft verfügt, um seine Wirtschaft zu retten:
Erhöhung des Defizits: China plant, das fiskalische Defizit bis 2025 auf 4% des BIP anzuheben, nachdem es in den letzten fünf Jahren mehrfach die Maastricht-Grenzen überschritten hat.
Fiskalische Maßnahmen: Die Regierung hat Programme eingeführt, um den Konsum zu fördern, einschließlich finanzieller Anreize für den Austausch alter Geräte gegen neue Technologien.
Niedrige Kreditkosten: Die Zentralregierung kann Kredite zu historisch niedrigen Zinsen aufnehmen, was ihr hilft, sich finanziell zu unterstützen, trotz der insgesamt angespannten wirtschaftlichen Lage.
ABER
Vertrauen der Verbraucher: Das Vertrauen der Privathaushalte ist derzeit niedrig, was zu einer zurückhaltenden Konsumhaltung führt. Viele Haushalte neigen dazu, das Geld zu sparen, anstatt es auszugeben, was die Nachfrage in der Wirtschaft drückt.
Langfristige Risiken: Die alternde Bevölkerung und ein Rückgang der Staatseinnahmen stellen langfristige Herausforderungen dar. Es wird erwartet, dass der Anteil der Rentenausgaben am BIP in den kommenden Jahrzehnten erheblich steigt .
Fiskales Ungleichgewicht: Das offizielle Defizit deckt nur einen Teil der öffentlichen Kreditaufnahme. Wenn andere Konten, wie Sozialversicherung und Infrastrukturfinanzierung, einbezogen werden, könnte das tatsächliche Defizit viel höher sein und das Risiko eines Schuldenkrise erhöhen.
Notwendigkeit zusätzlicher Unterstützung: Der IWF hat Chinas Regierung geraten, mehr in den Immobiliensektor zu investieren, um eine Stabilisierung der Wirtschaft und des Vertrauens der Haushalte zu gewährleisten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass China zwar über finanzielle Mittel verfügt, jedoch sowohl innenpolitische als auch wirtschaftliche Herausforderungen bewältigen muss, um seine fiskalische Feuerkraft effektiv einzusetzen.