E I WIRTSCHAFTLICHE ERHOLUNG IN CHINA I ECONOMIC RECOVERY IN CHINA
Zusammenfassung:
Starker Aktienmarkt trotz wirtschaftlicher Schwäche: Der Shanghai Composite hat 2025 deutlich zugelegt und erreichte ein Zehnjahreshoch, trotz erheblich schwächerer Wirtschaftsindikatoren wie Konsum, Industrieproduktion und Investitionen. Der Index stieg seit Jahresbeginn um 17 %, outperformte damit globale Indizes und trotzt so der „Schwerkraft“ negativer Fundamentaldaten,.
Hohe Verlustquote unter börsennotierten Unternehmen: Rund 23 % der an den chinesischen Festlandsbörsen gelisteten Unternehmen wiesen in den Halbjahreszahlen Verluste aus – der höchste Wert seit mindestens 2016, deutlich über dem Niveau vor der Pandemie. Dies reflektiert tiefliegende strukturelle Probleme, insbesondere in Sektoren mit Überkapazitäten wie Elektrofahrzeuge und Solarindustrie.
Staatliche Eingriffe und Anti-Involutionskampagne: Die Regierung versucht mit der Anti-Involutionskampagne, Überangebot und ineffiziente Unternehmen zurückzudrängen. Diese Maßnahmen sollen die Marktstruktur verbessern, erfordern jedoch schmerzhafte Anpassungen mit dem Risiko ansteigender Arbeitslosigkeit. Die Politik belässt jedoch Vorsicht, da ein abruptes Ende der Involution schwerwiegende soziale Folgen hätte,.
Marktoptimismus durch Stimmungsförderung und Reformimpulse: Der Staat fördert die Marktstimmung aktiv, gestützt durch Erfolge wie KI-Startups, Filme und Immobilienerleichterungen in Shanghai. Zudem zeigen Aktienrückkäufe und gesteigertes Investment von Versicherern und Unternehmen eine zunehmend aktive Kapitalmarktteilnahme, die das Kursniveau stützt.
Warnsignale und fragile Marktlage: Experten und Analysten äußern Skepsis angesichts der Diskrepanz zwischen Marktentwicklung und wirtschaftlichen Realitäten. Die Liquiditätsabhängigkeit der Rallye und mögliche regulatorische Eingriffe – beispielsweise eine Einschränkung bullischer Begriffe in sozialen Medien – weisen auf eine gefährdete und wackelige Marktsituation hin.