Die Behauptung, dass wir alle verdummen und daran unser Bildungssystem schuld sei, ruft als Reaktionen hervor: Resignierte Zustimmung derjenigen, die lange genug gekämpft haben und nicht Schuld sein wollen, Empörung derjenigen, die noch kämpfen aber keine öffentlich wirksame Reaktion der Erziehungswissenschaft? Der vorliegende Band begibt sich auf Spurensuche im pädagogischen Alltag einer Disziplin, in der lärmende Misstöne von den Theoretikern ignoriert oder ironisiert und von den Praktikern erlitten oder sogar begrüßt werden. Unsere Warnung: Populismus braucht geduldige, fachkundige Antworten, wenn er nicht weiter zur Grundlage politischen Handelns aufsteigen soll.
Autorentext Irmgard Monecke, Jg 1949, vormals Gymnaslialllehrerin und didaktische Leiterin einer Gesamtschule, arbeitet als Schulentwicklungsberaterin für das IfpB (Institut für pädagogische Beratung Münster). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Individualisierung, Schulen des gemeinsamen Lernens und autobiografisches Schreiben.