Zusammenfassung:
Wandel in Warshs Haltung: Kevin Warsh, früher ein strenger Inflationsbekämpfer und Kritiker der Quantitativen Lockerung (QE), hat seine Positionen geändert und fordert nun Zinssenkungen im Zuge eines möglichen „Regimewechsels“ bei der Fed, um das Wirtschaftswachstum zu fördern.
Kritik an Quantitativer Lockerung: Warsh sieht die expansive Bilanzpolitik der Fed, insbesondere die QE-Programme, schuld an verschiedenen wirtschaftlichen Problemen wie Verschwendung, Fehlallokation von Kapital, Ungleichheit und sinkender Produktivität. Er befürwortet eine Bilanzreduzierung, um diese Auswirkungen zu verringern.
Einfluss von KI und Deregulierung: Warsh argumentiert, dass ein bevorstehender Produktivitätsboom durch KI und Deregulierung die Inflation verringern könnte. Er befürchtet jedoch, dass hohe Zinsen das Wachstum bremsen und die Inflation weiter anheizen könnten, was seine Umsetzung erschweren würde.
Risiken einer Bilanzverkleinerung: Durch den Plan, die Fed-Bilanzen zu reduzieren, könnten die Märkte chaotisch reagieren, insbesondere wenn die Reserven der Banken zu gering sind. Dies könnte eine Repo-Liquiditätskrise wie 2019 verschärfen.
Strukturreform der Fed: Warsh kritisiert die aktuelle Ausrichtung der Fed, insbesondere die Abhängigkeit von veralteten Statistiken und eine zu starke Berücksichtigung politischer Themen. Er sieht die Notwendigkeit, die Zentralbank künftig anders zu organisieren, um auf zukünftige Herausforderungen besser reagieren zu können.